Neueste Beiträge

#1
Steinartefakte / Aw: Scheibenbeil mit interessa...
Letzter Beitrag von Wiedehopf - 24. Mai 2026, 21:53:11
ZitatVielen Dank! Ja, solche Rillen sind nicht zu finden. Höchstens vielleicht eine "Politur". Wie ging das wohl praktisch? Haben die Leute damals Sand mit unterschiedlicher Körnung verwendet?

Hallo Sven,

es gibt hier im Forum unter der Rubrik 'Experimentelle Archäologie' etliche Beiträge von Mitgliedern, die das Schleifen von Steinartefakten schon selbst auspobiert haben. Meist wird Quarzsand verwendet, zerstoßener Flint geht auch.

Man geht immer von Groben zum Feinen. Also zunächst gröberes Schleifmaterial um Substanz vom Werkstück abzutragen und zur Formgebung, zur Politur hin dann immer feiner. Und immer mit Wasser arbeiten, so dass eine Art Schleifpaste entsteht. Der Flint würde sonst durch die Reibung zu heiß.

Ich habe mal selbst mit Flint, Kieselschiefer und Jadeit experimentiert und je ein Beil daraus ohne technische Hilfsmittel zugeschliffen. Traditionelles Schleifen ist die Hölle. Die erforderliche Zeitdauer, die gebückte Haltung ! Dagegen ist das Zuschlagen eines Faustkeils das reinste Vergnügen.

Es haben sich in deiner Gegend Schleifwannen aus Quarzit erhalten, auf denen ist nach 5000 Jahren immer noch 'Spiegelglanz' vom Polieren der Flintbeile zu erkennen.

Viele Grüße
Michael

   
#2
Eisenfunde / Aw: Geschichte des Hufeisens
Letzter Beitrag von Münsterland - 24. Mai 2026, 21:49:17
Auf Burg Tannenberg wurden wohl welche (Eseleisen) gefunden.
Hat wohl damit zu tun, dass regelmäßig Trinkwasser auf die Burg transportiert werden musste.

Danke für die Abbildungen und Buchhinweise.
#3
Detektoren & Technik / Aw: Neue HF Spule für Deus 2
Letzter Beitrag von Münsterland - 24. Mai 2026, 20:46:51
Ich habe mir die HF2 Spule zugelegt um gewisse Flächen nachträglich abzusuchen.
War da aber noch nicht viel mit unterwegs.
Wenn du dir die ganzen Berichte ansiehst ist die aber speziell für Kleinzeug.
Da sind die Goldsuchen in den USA und Australien mit unterwegs.
Oder die Schmucksucher an den Stränden und Parks.
Was aber nicht bedeutet, dass du damit nicht auch "normale" Sachen finden kannst.
Ich persönlich würde die 28 cm nehmen. Ist auch mein Standard.

Vielleicht haben andere hier auch Erfahrungen mit den beiden anderen Spulen.
Die größere soll ja etwas mehr Tiefe bringen.
#4
Detektoren & Technik / Aw: Neu Software für XP Deus 2
Letzter Beitrag von Münsterland - 24. Mai 2026, 20:37:18
Es gibt ja nun auch das Update 4.1

Ich habe mir vor kurzem 2 Programme eines Engländers einprogramiert die ich aktuell ausprobiere.
Der Mensch hat unter dem Namen "only me again" in Youtube einen Kanal.
Wie ich gesehen habe ist der auch einer der offiziell im XP Kanal sendet.

Da wir aktuell Burgplätze mit Maximum an Eisen begehen kann ich noch nicht viel zur Differenzierung sagen.
Aber das ganze klingt sehr interessant. Auch mit der Tiefenerkennung.
Mal sehen wie meine Lernkurve aussieht.

Bezüglich der Sprachen gebe ich euch recht.
USA/UK und Südamerika scheint ein größerer Markt zu sein.
#5
Steinartefakte / Aw: Scheibenbeil mit interessa...
Letzter Beitrag von Fischkopp - 24. Mai 2026, 18:33:56
Hallo Sven,

auch von mir herzlichen Glückwunsch zum Fund! Du hast ja auch die Abnutzungsspuren an der Schneide angesprochen. Ich habe es noch nicht selbst probiert aber ich denke auch nach einem längeren Gebrauch wird wohl nicht viel zu sehen sein. Bearbeitet wurde wohl meist frisches Holz. Und bei der härte von Flint...

Kann hier jemand vielleicht weiterhelfen?

Beste Grüße
Fischkopp
#6
Steinartefakte / Aw: Scheibenbeil mit interessa...
Letzter Beitrag von Schabersucher - 24. Mai 2026, 15:29:44
Zitat von: Wiedehopf in 24. Mai 2026, 09:44:10Bei den nordischen jungsteinzeitlichen Beilen kann man den Schliff oft an parallel, meist in Längsrichtung verlaufenden feinen Kratzern (Kritzungen) erkennen. Die können durch eine danach noch vorgenommene Politur mehr oder weniger überdeckt werden.

Ich kann das leider nur sehr schlecht fotografieren, hänge aber mal ein Beispiel an.

Viele Grüße
Michael   

p.s. ich denke jetzt doch, dass dein Fund eine natürliche, nicht geschliffene Oberfläche hat  :glotz:   

Hallo Michael,

Vielen Dank! Ja, solche Rillen sind nicht zu finden. Höchstens vielleicht eine "Politur". Wie ging das wohl praktisch? Haben die Leute damals Sand mit unterschiedlicher Körnung verwendet?

Viele Grüße
Sven
#7
Steinartefakte / Aw: Scheibenbeil mit interessa...
Letzter Beitrag von Schabersucher - 24. Mai 2026, 15:25:37
Zitat von: Danske in 24. Mai 2026, 00:04:24Die Beilklinge war ursprünglich hell, wie an den rezenten Abplatzungen an der Schneide zu erkennen ist. LG...
Hallo Holger,
ja, die Farbe in den kleinen Negativen der Abplatzungen konnte ich mir auch nicht erklären... wenn das Weiß die ursprüngliche Farbe ist, dann ist das Beil für meine Verhältnisse sehr gut erhalten. Sonst ist es ja praktisch überall rot oder orange gefärbt und die Kanten sind noch sehr scharf. Lange kann es nicht in der Brandung gelegen haben...
Viele Grüße,
Sven
#8
Steinartefakte / Aw: Scheibenbeil mit interessa...
Letzter Beitrag von Wiedehopf - 24. Mai 2026, 09:44:10
ZitatWoran erkennt man am besten, ob geschliffen oder nicht?

Bei den nordischen jungsteinzeitlichen Beilen kann man den Schliff oft an parallel, meist in Längsrichtung verlaufenden feinen Kratzern (Kritzungen) erkennen. Die können durch eine danach noch vorgenommene Politur mehr oder weniger überdeckt werden.

Ich kann das leider nur sehr schlecht fotografieren, hänge aber mal ein Beispiel an.

Viele Grüße
Michael   

p.s. ich denke jetzt doch, dass dein Fund eine natürliche, nicht geschliffene Oberfläche hat  :glotz:   
#9
Steinartefakte / Aw: Scheibenbeil mit interessa...
Letzter Beitrag von Danske - 24. Mai 2026, 00:04:24
Die Beilklinge war ursprünglich hell, wie an den rezenten Abplatzungen an der Schneide zu erkennen ist. LG...
#10
Steinartefakte / Aw: Scheibenbeil mit interessa...
Letzter Beitrag von Schabersucher - 23. Mai 2026, 23:34:24
Zitat von: Danske in 23. Mai 2026, 22:33:15Die unterschiedliche Einfärbung kann so entstanden sein, wie du es bescheibst. Der Nacken war dann wahrscheinlich intensiver einem Eisen-III-Oxid-haltigen Milieu ausgesetzt als die Schneidenpartie. Die unterschiedliche Einfärbung kann auch mit einer unterschiedlichen Struktur des Steins zusammenhängen. Mit der Schäftung dürfte das nichts zu tun haben.

LG
Holger   



Vielen Dank, Holger!

Die rote bzw orange Färbung käme dann durch Eisen aus  der Umgebung zustande? Mir kommt es eher so vor, als wäre das Rot die ursprüngliche Farbe des Flint und die Patinierung würde auf dem Rot einen milchigen Schleier verursachen. D.h. der Stein wäre sozusagen rot durchgefärbt, ist das auch möglich? In Bild 3a sieht man in der Mitte des Beils eine (rezente?) Absplitterung, deren Negativ viel intensiver rot ist, bzw wo der weiße Schleier fehlt.

Viele Grüße,
Sven