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#21
Steinartefakte / Aw: Beitrag i. d. "Fachzeitsch...
Letzter Beitrag von Wiedehopf - 01. Juni 2026, 22:35:51
Guten Abend Peter,

vielleicht meinen die sowas (habe leider keinen Zugriff auf das Heft):

ZitatÜbersicht mit KI
Ein Quartier d'orange (Orangenviertel/Orangenschnitz) ist im archäologischen Kontext ein bestimmter Typ von Feuersteinartefakt (Silex).
Es handelt sich dabei um einen Kern oder ein Abschlagstück aus Feuerstein, das durch seine typische, fast dreieckige oder keilförmige Form an ein Orangensegment erinnert.

    Form & Herstellung: Diese Artefakte haben eine spitz zulaufende Seite (die Rinde des Steins) und eine glatte, meist dreieckige Bruchfläche. Sie entstehen typischerweise bei der Ausbesserung von Kernen oder als Abfallprodukt der frühen Klingen- und Abschlagtechnik in der Steinzeit (insbesondere in der Bandkeramischen Kultur).

Nutzen: Obwohl diese Form oft als Nebenprodukt galt, belegen archäologische Untersuchungen, dass sie von steinzeitlichen Menschen als handliche Schaber, zum Feuermachen, Sägen oder sogar als kleine Meißel (Burins) verwendet wurden.

Viele Grüße
Michael
#22
Antiquarisches & Flohmarktschnäppchen / Aw: 2 Kartons Tonpfeifen
Letzter Beitrag von Erdspiegel - 01. Juni 2026, 22:22:01
Anläßlich eines Flohmarkterwerbs entere ich mal dieses Thema.Dann ist es aufgefrischt und die Angelegenheit mehr gebündelt.
Auf dem Trödeltisch stand ein Pappkarton mit Tonpfeifen.Habe mir 3 oder 4 Stück angesehen und den Preis erfragt.30 Euro hatte der Händler selbst bezahlt und wollte die nur wiederhaben. :-)
So saß ich dann nachmittags mit einer Tasse Kaffee im Sessel und habe Tonpfeifen beglotzt,echt spannend.Es sind über 60 Stück aus deutscher & englischer gegenwärtiger Produktion.Die deutschen sind überwiegend von Steuler (Hilgert) und auch von Fohr (Montabaur).Alle Pfeifen wurden in alten,ererbten Formen gefertigt und beschreiben einen Zeitraum ca.1850 bis etwa 1920.Es sind auch ein paar Weckmann-Pfeifen dabei,ohne Durchstich.Andere kleine Pfeifen mit Durchstich waren für den kleinen Schmauch zwischendurch.Auch wurden sie von Tabakhändlern bevorzugt als Probenpfeifen verwendet.Die kleine schwarze auf Bild 3.kommt aus Spanien.In Bezug auf die aktuellen Einzelpreise war der Karton ein wahres Schnäppchen.
Übrigens weiß ich jetzt endlich,das Tonpfeifen nur im Feuer gereinigt werden.Man legt sie ins Feuer oder die heiße Glut und läßt sie ausbrennen.Es ist empfohlen sie mit der Glut abkühlen zu lassen.Holt man sie aus der Asche sind die wie neu.
Was zum lesen:
https://www.steuler-tonpfeifen.de/

https://blog.cigarworld.de/traditionsreiche-tonpfeifen-aus-dem-westerwald-ein-verkaufsschlager-in-den-usa-jetzt-auch-bei-uns/
https://muckbootcompany.de/blogs/storys-rund-um-muck/schatzsuche-im-schlamm-viktorianischer-tontabakpfeifenmacher
https://www.germanderspeedwell.org.uk/claypipecollection

Und was für den Geist :-)
https://youtu.be/6vWhG7kmQFQ?si=2GGHqfFz1RcitOwe

#23
Steinartefakte / Beitrag i. d. "Fachzeitschrift...
Letzter Beitrag von Furchenhäschen - 01. Juni 2026, 21:06:40
Hallo,
ich bin immer noch ganz geflasht vom Beitrag in der o.g. Fachzeitschrift mit folgender Überschrift
"Zitrusmesser aus Keuperhornstein"
Die Zeitschrift wird in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. herausgegeben.
Im Heftl sind einige aussagekräftige Fotos und viele Zeichnungen dargestellt, welche wohl Artefakte bzw. Werkzeuge darstellen sollen.
Zu den im Heft dargestellten "Mittelpaläolithischen Werkzeugen" versuchte ich verzweifelt im Floss oder im alten Hahn vergleichbares zu finden, Fehlanzeige, auch ein Zitrusmesser aus Keuperhornstein wird beschrieben.
Kennt von Euch jemand ein Zitrusmesser aus dem MP?
Vielleicht hat von Euch jemand Zugriff auf die Zeitschrift, es handelt sich um das Heft 2/2026.
Falls ja würden mich Eure Meinungen dazu insgesamt brennend interessieren.

Grüße Peter
#24
Steinartefakte / Aw: Schubladenfund aus dem MP?
Letzter Beitrag von Danske - 01. Juni 2026, 20:30:54
Hallo Jondalar,

auch ich kann bei dem gezeigten Fund keine Verbindung zum MP herstellen, wie kommst du darauf?

Möglicherweise liegt der Rest eines opportunistisch abgebauten Kerns vor, Zeitstellung :nixweiss:

LG
Holger
#25
Steinartefakte / Aw: Schubladenfund aus dem MP?
Letzter Beitrag von Nanoflitter - 01. Juni 2026, 15:22:40
Mir fällt nichts dazu ein, warum MP? Irgendein Reststück eines Kerns vielleicht. LG
#26
Steinartefakte / Aw: Schubladenfund aus dem MP?
Letzter Beitrag von Jondalar - 01. Juni 2026, 14:05:34
...und weil ich ja bei einem weißen Stück eh immer Schwierigkeiten habe, dass scharf und kontrastreich abzulichten, nachfolgend der Fund mit den 'nachgezeichneten' für mich sichtbaren Wallnerlinien...
#27
Steinartefakte / Schubladenfund aus dem MP?
Letzter Beitrag von Jondalar - 01. Juni 2026, 14:01:23
Hallo zusammen,

vor einiger Zeit hatte ich ein Stück eingestellt, das in den Verdacht geriet, eventuell aus dem Mittelpaläolithikum zu stammen.

https://sucherforum.de/steinartefakte/definitiv-kein-flintenstein/

Bei der Durchsicht der Funde von dieser Fundstelle fiel mir ein Stück in die Hände, welches mir schon beim Finden merkwürdig erschien, weil ich es so gar nicht zuordnen konnte. Besteht auch bei diesem Stück eventuell die Möglichkeit, dass es aus dem MP stammen könnte?

Länge: 38mm
Breite: 29mm
Höhe: 15mm
Gewicht: 15 gr.
Fundort: Landkreis Helmstedt

Viele Grüße

Jondalar
#28
Steinartefakte / Aw: Hornsteinacker Tour 5
Letzter Beitrag von thovalo - 31. Mai 2026, 14:24:59
Zitat von: Der Onkel in 22. Mai 2026, 12:55:20Und hier noch zwei Rätsel.
Bei den ersten zwei Bildern würde ich eher auf Natur tippen - oder doch ein Abschlag?

Die große Sandsteinkugel fiel mir noch ins Auge. Die Form ist eher ungewöhnlich, auch fand ich auf der Fläche sonst keinen Sandstein. Ich denke nicht, dass es was ist - aber fragen schadet bekanntlich nicht.

Der gerundete Stein ist ein typisches Geröll!

lG Thomas
#29
Steinartefakte / Aw: Mahlkugel oder Geofakt
Letzter Beitrag von thovalo - 31. Mai 2026, 14:14:12
Moin!

Die gezeigten Stücke sind chrakteristische Gerölle!
Die liegen oft gut in der Hand.


lG Thomas
#30
Fundreinigung und Restauration / Aw: Ultraschallbad
Letzter Beitrag von stratocaster - 30. Mai 2026, 17:44:59
Noch ein paar Ergänzungen:
Je nach Art des zu reinigenden Gegenstandes wird in dem kleinen Gläschen/Gefäß
auch reiner Alkohol verwendet; der verdunstet in kleinen Spalten besser als Wasser.

Ein Ultraschallbad dient in erster Linie zu einer rein mechanischen Renigung;
d.h. der Proband wird mittels mechanisch/elastischer Wellen "durchgerüttelt".
Die Flüssigkeiten dienen hauptsächlich zum Transport der mechanischen Ultraschallwellen.

Wenn ich beispielweise eine länger getragene Gliederkette aus Silber in Aqua dest. lege
und ca. 15 Minuten reinige, dann wird der Ultraschall Eiweißpartikel (von der Haut) aus den "Zwickeln"
herauslösen. Man erkennt das daran, dass das Wasser milchig geworden ist.
Gebe ich vorher etwas Vitamin C dazu, dann wird das Silber wegen einer zusätzlichen chemischen
Reaktion glänzend blank. Das wäre dann eine "Kombi-Reinigung": mechnisch und chemisch

Aber noch einmal:
Zu Reinigung metallischer Bodenfunde bringt ein Ultraschallbad wenig bis gar nichts  :nixweiss:

Gruß  :winke: