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#21
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Jondalar - 25. April 2026, 06:09:22
Hallo Jan,

vielen Dank auch Dir für Deine eindeutige Einschätzung und vor allem für Deine weiteren Erläuterungen. Du kannst offensichtlich Gedanken lesen, denn ich wollte noch die großen Unterschiede der Fundhäufigkeit in hiesigen Gefilden zum Ostseeraum thematisieren. Denn hier sind Kernbeile, selbst wenn ich meine 'Blindheit' berücksichtige, wohl ziemlich selten. Zu dem von Dir genannten Grund kommt vermutlich noch, dass sie im 'hohen' Norden über einen deutlich längeren Zeitraum hergestellt und genutzt worden, oder? Hier scheinen sie tatsächlich nur im Mesolithikum vorzukommen, die spätere Ertebölle-Kultur hatte ihren Hauptverbreitungsraum weiter nördlich, richtig?
Viele Grüße

Jondalar
#22
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Jondalar - 25. April 2026, 05:56:46
Hallo Michael,

vielen Dank, dass Du bei diesem mal wieder nicht ganz einfach zu 'lesenden' Stück als erster eine Einschätzung gewagt hast. Ich habe mir, als mein Verdacht ebenfalls in diese Richtung ging, hier im Forum Dutzende der eingestellten Kernbeile angesehen und kam zu der gleichen Auffassung.

Die Qualität hiesiger mesolithischer Funde ist recht unterschiedlich. Während die Mikrolithe oft fein gearbeitet sind,

https://sucherforum.de/steinartefakte/dreiecksmikrolith-de-luxe/

lassen die Kratzer, die ich in diesem Kontext finde, sehr zu wünschen übrig und auch der kleine potentielle Kernmeißel, auf den ich ja erst kürzlich hinwies, ist sicherlich kein Meisterstück.

https://sucherforum.de/steinartefakte/ein-fur-mich-besonderer-fund-vii-kleines-kerngerat/

Somit verwundert es mich auch nicht wirklich, dass das jetzt gezeigte Stück ebenfalls kein optischer 'Leckerbissen' ist...
Viele Grüße

Jondalar 
#23
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Fischkopp - 24. April 2026, 20:37:53
Hallo Jondalar,
meinen Vorrednern habe ich bezüglich des Fundes nichts hinzuzufügen. Doch einen Stein zweimal zu finden kenne ich ganz gut. Schön zu lesen wie aufmerksam du den Acker liest!

LG Fischkopp
#24
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Steinkopf - 24. April 2026, 19:48:30
Moin Jondalar,

Meinen Glückwunsch zudiesem interessanten Fundstück!
Die Einschätzung von Michael teile ich.
Damit wäre eigentlich (fast) alles gesagt. 

In meinem Nord-West-Deutschen Suchbereich (Weser-Ems und Elbe-Weser Dreieck)
finde ich nur sehr vereinzelt Kernbeile. Sie spielten im mesolithischen Kontext
des Binnenlandes wohl keine große Rolle(?)

Im Ostseebereich, wo die mesolithische Wirtschaftsweise sehr viel Holz für Boote,
Paddel, Reusen etc. bereitstellen mußte, sind Kern- und auch Scheibenbeile
in großer Anzahl im Fundreport.

Zur Herstellung eines Paddels der Erteböllekultur wurde ein entsprechen langer
Stammabschnitt so lange verjüngt / bearbeitet, bis unten das Blatt und oben der
lange Stil in einem Stück übrig blieben.
Der größte Teil des Holzes wurde in Spänen abgearbeitet.

Weiterhin viel Glück beim Suchen!

LG
Jan
#25
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Wiedehopf - 24. April 2026, 15:16:53
Hallo Jondalar,

vielleicht ein kleines Kernbeil (oder der Versuch eins herzustellen). Geschäftet in einer Geweihfassung kann ich es mir durchaus vorstellen.

Viele Grüße
Michael 
#26
Neuzeitliche Funde / Aw: D.R.G.M. gestempeltes Teil...
Letzter Beitrag von Storkianer - 24. April 2026, 12:00:54
Moin

D.R.G.M = Deutsches Reich Gebrauchs Muster

Eien Karbidlampe besteht aus einem oberen und einem unterem Teil.
Oben wurde das Wasser eingefüllt, der obere Teil hat eine Tropfdüse aus der das Wasser in den unteren Teil mit Karbidpulver tropft. Die beiden Teile werden dicht verschraubt und durch das Wasser wird Karbid in Gas umgewandelt, da die beiden Teile dicht verschraubt sind erzeugt das Gas einen Überdruck der dann mittels einer einstellbaren Düse als Flamme verbrannt wird.
#27
Mineralien und Fossilien / Zwei 'schnelle' Ammoniten
Letzter Beitrag von Jondalar - 24. April 2026, 11:12:03
Hallo zusammen,

die Ausgangssituation war ähnlich wie bei der Präparation des Ammoniten in diesem Beitrag.

https://sucherforum.de/mineralien-und-fossilien/ein-schneller-ammonit/

Ich wählte das Stück wiederum in der Hoffnung einer überschaubaren Präparationsdauer aus. Da der o.g. Beitrag, zumindest in meiner Wahrnehmung, Zuspruch erfahren hat, hielt ich auch dieses Stück vor Beginn der Präparation fest.

Hinweisen möchte ich darauf das der flachere, etwas größere Ammonit, ein Homoeoplanulites sp. komplett mit Wohnkammer erhalten ist (die ockerfarbene Innenwindung ist das Phragmokon, der gekammerte Teil in Kalziterhaltung), die Wohnkammer, in der sich die Weichteile des Tieres befanden, über eine halbe Umdrehung in dunkler Steinkernerhaltung. An der Mündung der Wohnkammer befindet sich, nicht sonderlich gut zu erkennen, eine sogenannte Apophyse, ein 'zungenförmiger Fortsatz', die das Stück als einen Mikroconch, also ein männliches Individuum ausweist. Bei dem zweiten Ammoniten handelt es sich um einen feingerippten Macrocephalites sp. Die Präparationsdauer betrug etwa ca. 3 Stunden.

Stufengröße: 120mm
Homoeoplanulites sp.: 65mm
Macrocephalite: 54mm
Dogger, unteres Callovium, Koenigi-Zone
Wolfsburg

Werkzeuge:
Graviergerät
Skalpell
Nadel
Proxxon

Viele Grüße

Jondalar
#28
Steinartefakte / Das Stück, das ich zweimal fan...
Letzter Beitrag von Jondalar - 24. April 2026, 10:54:50
Hallo zusammen,

unmittelbar neben einem Bach auf einer erhöhten Düne fand ich vor einiger Zeit dieses Stück. Ich nahm seinen artifiziellen Charakter wahr und sah auch eventuelle, wie auch immer entstandene Retuschen an der breiteren der beiden Schmalseiten. Da ich durch Eure Kommentare hinsichtlich derartiger 'Spuren' aber selbst kritisch geworden bin und das Stück auch nicht meinem bisherigen 'Beuteschema' entsprach, verblieb es auf dem Feld. Ein paar Tage und ein paar Regenschauer später, belief ich das Feld 90° zur vorherigen Begehung. Bereits einige Schritte vorher sah ich das Stück erneut und, vielleicht hatte ich ja einen meiner seltenen lichten Momente, es kam mir deutlich verdächtiger vor und ich nahm es diesmal mit.

Zu Hause sah ich dann hier im Forum die Beiträge zu meiner vermuteten Fundzugehörigkeit durch und beschloss es vorzustellen mit der Bitte um Eure Meinung.

Länge: 66mm
Breite: max. 31mm
Höhe: max. 19mm
Gewicht: 38 gr.
Fundort: Landkreis Gifhorn

Viele Grüße

Jondalar

#29
Neuzeitliche Funde / Aw: D.R.G.M. gestempeltes Teil...
Letzter Beitrag von Derknopfandeinerbluse - 24. April 2026, 09:51:36
Also, ich habe mir mal die ganzen Lampen auf der Seite angeschaut. Die haben alle einen ganz anderen Aufbau. Ich denke nicht, dass es eine Karbidlampe ist. Bei diesen Teil hier gibt es ganz klar einen Anschlussnippel für eine Flüssigkeit und ein Auslass mit einer feinen Düse. Zwischen der Düse und dem Nippel am Ende des Bügels könnte ein Glas oder eine Röhre gewesen sein.
Für jede weitere Anregung bin ich dankbar.
Wenn jemand den Hersteller anhand der Punze kennt, könnte das für weitere recherchen sehr hilfreich sein.
#30
Devotionalien / Aw: Notre Dame de Lourdes
Letzter Beitrag von Shard - 24. April 2026, 09:43:39
Servus,

ich konnte sie leider auch nicht finden...

Entweder eine Filterblade oder es ist tatsächlich noch nicht online.

Habe aber folgende Seite gefunden (auch wenn das Zeichen dort nicht war):

https://www.pilgerzeichen.de/

Gruß Shard