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#21
Steinartefakte / Aw: Erster netter Fund des Jah...
Letzter Beitrag von Jondalar - 09. März 2026, 12:08:06
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen. Anbei noch das Foto von der Schneide her. Ich hoffe, dass sich das Stück so eindeutig zuordnen lässt. Für mich ist das nicht so einfach, da die seitlichen 'Abschlüsse' ja weggebrochen sind.
Viele Grüße

Jondalar
#22
Mineralien und Fossilien / Aw: Info-Beitrag - Die Welt de...
Letzter Beitrag von McSchuerf - 09. März 2026, 09:52:51
Hallo,

sieht mir aufgrund der weißen Schmelzkruste doch sehr nach einem der sehr seltenen Aubriten aus, der gestern das Dach in Güls (Koblenz) durchschlagen hat!  :dumdidum: ..mal sehen was die Experten sagen .. ich gehe jedenfalls heute noch auf Meteoritenjagd in meiner Wohnstadt  :-D

siehe ..
Meteorit vom 8.3.26 ..

LG
Peter  :winke:
#23
Steinartefakte / Aw: Erster netter Fund des Jah...
Letzter Beitrag von thovalo - 09. März 2026, 09:07:21
Zitat von: Jondalar in 09. März 2026, 07:05:11Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine Einordnung. Es ging mir, wie schon so oft hier im Forum: Blinde werden sehend. Eigentlich weiß ich, dass ein Dechsel einen D-förmigen Querschnitt hat. Den hat dieses Stück aber nicht... Wurden Dechsel- und Parallelbeilklingen zur gleichen Zeit hergestellt und wurden letztere um 90° gedreht geschäftet?
Viele Grüße

Jondalar

Ja, es gibt beide Formen mit unterschiedlichen zeitlichen Schwerpunkten. Die Dechselklingen aus Aktinolit-Hornblendeschiefer haben ihre Hauptzeit im älteren und mittleren Neolithikum und die Parallelbeilklingendann ab dem jüngerne Neolithikum. Diese Hauptzeiten haben eine Übergangsphase in der beide Formen zeitgleich auftreten können. Für die Michelsberger Kultur sind auch Dechselklingen aus Feuerstein bekannt, die zeitgleich mit Parallelbeilklingen einher gehen.

Entscheidend ist immer der plan-konvexe Querschnitt der Dechselklingen für deren Ansprache. Bei Parallelbeilklingen gibt es das Phänomen, dass sie  zumindest im Bereich der Schneide mit der Zeit auch asymmetrisch werden. Der Korpus bleibt aber zu identifizieren, wie das an Deinem Stück eindeutig der Fall ist. Im späten und ausgehenden Neolithikum werden Beilklingen entweder sehr rechteckig ausgeformt oder sie sind recht einfach aus nicht sehr regelmäßig ausgeformten Geröllen gearbeitet. Bei den rechteckigen Stücken gibt es in Süddeutschland noch recht kleinformatige Dechselformen aus grünen Gesteinen (meist  aus Nephrit).

Die Fehlstellen an Deiner Beilklinge sind auf dem Feld ausgeschlagen worden, meist wohl von landwirtschaftlichen Geräten, das legen die Eisenschrammen an der Oberfläche nahe.

Das Gestein erinnert mich optisch an Grani, auf jeden Fall an Gestein aus nordischen Geschiebe.


lG Thomas   :winke:
#24
Steinartefakte / Aw: Steinfund 27
Letzter Beitrag von Shard - 09. März 2026, 09:06:51
Danke für deine Einschätzung Thomas.

Gruß Shard
#25
Steinartefakte / Aw: Steinfund 27
Letzter Beitrag von thovalo - 09. März 2026, 08:59:30


Moin!

Das bunte Stück hat nach meinem Eindruck keine Schlagmerkmale. :glotz:


lG Thomas
#26
Steinartefakte / Aw: Steinfund 27
Letzter Beitrag von Shard - 09. März 2026, 08:51:56
Servus,

danke für eure Kommentare!
Sollte ich das Stück beim Landesamt melden? Oder ist das eher nichts?

Gruß Shard
#27
Steinartefakte / Aw: Steinfund 27
Letzter Beitrag von Nanoflitter - 09. März 2026, 08:29:58
Da du schon Funde aus dem Material hast, kannst du es unter dem Begriff Debitage ablegen. Also Abfälle, die bei der Steinbearbeitung entstehen. Mehr ist an dem Ding nicht dran. So mache ich es hier auch mit den vielen, nicht in eine Klasse eizuordnenden Flintstücken. Bei hier natürlich vorkommendem Material kommt das dann weg. LG
#28
Steinartefakte / Aw: Erster netter Fund des Jah...
Letzter Beitrag von Jondalar - 09. März 2026, 07:32:22
Hallo Holger,
vielen Dank auch für Deine Einschätzung. Ich reiche ein Foto von der Schneidenseite noch nach. Wie ich schon auf den Kommentar von Thomas schrieb, hat dieses Stück wohl keinen so eindeutigen D-förmigen Querschnitt...
Bei dem Fundort gibt es nach meiner Einschätzung zwei unterschiedlich aussehende Materialien, siehe dazu auch folgenden Beitrag:

https://sucherforum.de/steinartefakte/ein-fur-mich-besonderer-tag-1-2-dechsel/

Ein ganz homogen aussehendes, etwas körnigeres Material, wie auf den Fotos zu der ersten Klinge (meiner Meinung nach auf jeden Fall aus der Amphibolgruppe) und ein etwas scheckigeres, glatteres Material (siehe das zweite Stück des zitierten Beitrages.) Das jetzige Stück gehört zu der zweiten 'Art'. Beides ist in hiesigen Gefilden nicht unüblich. Ob es unterschiedliche Materialien sind, kann ich nicht sagen...
Viele Grüße

Jondalar
#29
Steinartefakte / Aw: Erster netter Fund des Jah...
Letzter Beitrag von Jondalar - 09. März 2026, 07:18:26
Hallo Frank, 
vielen Dank für Deinen Glückwunsch. Die Seite auf dem ersten Foto ist komplett geschliffen, die auf den zweiten nur zu Hälfte auf den  nicht weggebrochenen Bereichen. 

Der Hintergrund meiner Frage war, dass ich mir nicht vorstellen konnte, wie bei einer Klinge bei Gebrauch die nicht mehr vorhandenen Bereiche weggebrochen sein könnten. Aber da können ja vielleicht die Praktiker unter Euch etwas sagen. Für MICH sieht das aus, wie eine Klinge, die vielleicht aus einem gebrochenen Stück oder einem Reststück erstellt wurde, und die man dann einem Toten, bei dem es nicht mehr so auf tadellose Funktionsfähigkeit ankam, mitgegeben hat. Naja, meine Fantasie mal wieder...
Viele Grüße

Jondalar 
#30
Steinartefakte / Aw: Erster netter Fund des Jah...
Letzter Beitrag von Jondalar - 09. März 2026, 07:08:45
Hallo Nano,
vielen Dank für Deine Einschätzung und Deinen Zuspruch.
Viele Grüße

Jondalar