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#21
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Jondalar - 02. Mai 2026, 17:06:40
Hallo Thomas,

vielen, vielen Dank, dass Du Dich so um das Stück bemühst.

Dein Ausdruck 'atypische Kernbeilklinge' trifft es vermutlich ganz gut. Ich finde ja auch die Bezeichnung 'Kernbeilartiges Gerät' wie es in dem Zeitz heißt, nicht schlecht. Die dortige Nr. 2 der Tafel 120 ähnelt dem hier vorgestellten Stück, das meiner Meinung nach schon eine Schneide samt Schneidenschlag besitzt (sofern ich, der da ganz wenig Erfahrung hat, so etwas beurteilen kann) in verblüffender Art und Weise, die Größe ist identisch... Über die Qualität der Literatur zu hiesigen Artefakte kann ich nichts sagen, häufig muss man (ich) halt auf ältere Arbeiten zurückgreifen... Wobei Frau Lüdemann aus Verden ja wohl in ihrer Doktorarbeit das hiesige Mesolithikum thematisieren wil.

https://sucherforum.de/veranstaltungen/vortrag-zum-mesolithikum-im-eiskeller-gifhorn/

Wunderbar finde ich, dass durch die unterschiedlichen Meinungen ein Fund gleichsam 'eingekreist' wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Zuordnung verdichtet sich. Und so gerne ich suche und mir ein nettes Stück in die Schublade lege, am spannendste ist für mich der Erkenntnisgewinn, dem zu 'lauschen', was das Stück zu erzählen hat...
Viele Grüße

Jondalar

p.s.: 'Steinartefakte' von Floss besitze ich, siehe
Zitat von: Jondalar in 29. April 2026, 09:18:18Des Weiteren findet sich im Floss auf Seite 635 folgender Hinweis:
'Innerhalb Mitteleuropas markieren einige Exemplare aus Hessen die Südgrenze des Verbreitungsgebietes (Fiedler 1997)
Ein unglaubliches Buch. Sicherlich nichts zum in Gänze durchlesen, jedenfalls nicht für mich, aber wunderbar zum nachschlagen... Oder gibt es noch einen anderen 'Floss'?

 
#22
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Wiedehopf - 02. Mai 2026, 15:57:11
ZitatIch habe jetzt im "Floss" nachgelesen und vielleicht besitzt Du auch das Buch STEINARTEFAKTE, Kernverlag, Universität Tübingen. Falls nicht, unbedingt anschaffen, denn das Werk ist zwar kräftig und übervoll mit Informationen, repräsentiert aber auch der aktuelle Standard.

Moin Jondalar,

den Hinweis von Thomas möchte ich insofern ergänzen, dass neben den Standardübersichten wie 'Floss - Steinartefakte' auch regionale Fachliteratur sehr nützlich sein kann, gerade bei Stücken, die nicht unbedingt dem Standard entsprechen.

Da wäre z.B. für dich interessant

Klaus Gerken - Studien zur jung- und spätpaläolithischen sowie mesolithischen Besiedlung im Gebiet zwischen Wümme und Oste - Archäologische Berichte des Landkreises Rotenburg (Wümme) - 9/2001.

Das liegt ja im weiteren Umkreis deines Suchgebietes.

In dem Buch werden auch Kernbeile, Kernmeissel, Spitzgeräte gezeigt, auch aus Grabungen, die nicht unbedingt dem nordischen Standard entsprechen, wo an den Küsten immer ausreichend Rohmarial in brauchbarer Größe zur Verfügung stand.

ZitatDass der Rohmateriallage im Arbeitsgebiet eine besondere Bedeutung zukommt, scheint durch einzelne Kernbeile deutlich zu werden, bei denen aufgrund der Qualität bzw. der Größe des Rohmaterials die Präparation auf ein Minimum reduziert wurde.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei der Suche und der nicht minder spannenden Recherche.

Viele Grüße
Michael
#23
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von Steinkopf - 02. Mai 2026, 12:08:51
Moin Jondolar,
Du schreibst - Zitat:

"Dass die Erteböllekultur zeitlich weit ins Neolithikum weiter südlich gelegener Regionen 'reicht', war mir bewusst, dass man sie jedoch eindeutig dem Mesolithikum zuordnet, hat mich ein wenig verwirrt...

So sehe ich das nicht. Die verschiedenen neolithischen Vorsstösse sind zumeist so bis etwa an den Rand der
Mittelgebirge gegangen. Erst der letzte, die Trichterbecherkultur ist Richtung Küste weitergezogen
und hat zu einre anderen Wirtschaftsweise geführt.

In der von Dir erwähnten Maglemose-Zeit war das heutige Dänemark weitestgehend Festland.
Mit Kongemose begann die Überflutung durch den Meerspiegelanstieg (Schmelzwasser der Gletscher).
An der deutschen Nordseeküste stieg der Meeresspiegel um (es gibt unterschiedliche Quellen) ca.120 m.
In der archäologischen Betrachtung dieses Zeitraumses rückt auch das damals noch nicht überflutete
Doggerbank. Niederländische Fischer finden oft Knochen, die wohl hiermit in Zusammenhang stehen.

Anders als zumeist im Binnenland wurden kulturellen Anpassungen durch geologische Vorgänge ausgelöst.

LG
Jan


LG
Jan
#24
Knöpfe / Aw: Nummernknopf 45
Letzter Beitrag von Derknopfandeinerbluse - 02. Mai 2026, 10:52:47
Also, das mit HJ war ein guter Tipp. Ich habe mal Chatgpt ausprobiert (zum 1. Mal und ich bin echt überrascht worden)

Die einleuchtende Antwort und sehr ausführliche Erklärung ist, dass der Knopf dem "Bann 45 der HJ" zuzuordnen ist.
Da aus Aluminium im Zeitfenster 1940 bis 1945. Bann 45 wäre Insterburg in Ostpreußen. Wie immer der Knopf dann seinen Weg nach Unterfranken gefunden hat??

Ob es nun auch tatsächlich so ist, wage ich nicht zu beurteilen. Immerhin gab es 949 Bann! Dann sollte es ja auch Knöpfe mit Nummmern bis 949 geben, oder?

es wäre mal interessant zu erfahren was Euer Knopf mit der höchsten Zahl ist.
#25
Knöpfe / Aw: Knopf Uf0
Letzter Beitrag von Shard - 02. Mai 2026, 05:41:36
Servus,

möglicherweise Uniformknopf freiwillige Feuerwehr?

Gruß Shard
#26
Knöpfe / Knopf Uf0
Letzter Beitrag von Dragoer - 02. Mai 2026, 00:08:28
In NV gefunden.Wohl nicht sehr alt. Aber sieht interessant aus.
#27
Steinartefakte / Aw: Das Stück, das ich zweimal...
Letzter Beitrag von thovalo - 01. Mai 2026, 19:00:38
Zitat von: Jondalar in 30. April 2026, 07:35:16Hallo Klaus,

vielen Dank für Deine Meinung und vor allem für das Foto Deiner Vergleichsstücke. Sehr spannend, zeigt es doch auch die Varianz...
Viele Grüße

Jondalar


Ich habe jetzt im "Floss" nachgelesen und vielleicht besitzt Du auch das Buch STEINARTEFAKTE, Kernverlag, Universität Tübingen. Falls nicht, unbedingt anschaffen, denn das Werk ist zwar kräftig und übervoll mit Informationen, repräsentiert aber auch der aktuelle Standard.

Demzufolge ist Dein Fund immer noch fraglich. Was mir inhaltlich auffällt ist, dass die nordische Archäologie  konservativ im Sinne von altmodisch und auch fantasievoll ist. Das heisst, dass sie auch Funde als Artefakte anspricht und einordnet, die zwar nicht wirklich klar fassbar bearbeitet sind aber "so aussehen wie"..... so könnte man Deinen Fund zuletzt immer noch unter die "atypischen Kernbeilklingen" stellen, weil der Umriss an sich, dem ähnelt .... die Zurichtung der Schneide, sofern vorhanden, wird dann als Differezinierung verstanden.

S. 647 folgende

#28
Knöpfe / Aw: Nummernknopf 45
Letzter Beitrag von Shard - 01. Mai 2026, 15:53:45
Servus,

ja, stimmt in der Regel. Bei größeren Verbänden, wie z.B. Hitlerjugend, konnten es aber deutlich mehr Kompanien sein. Leider ist nicht nachvollziehbar, von welcher Einheit der Knopf stammt, und damit auch nicht mehr zu ermitteln ob Spezialeinheit oder nicht.

Gruß Shard
#29
Knöpfe / Aw: Nummernknopf 45
Letzter Beitrag von Derknopfandeinerbluse - 01. Mai 2026, 09:23:20
Mir ist nicht bekannt, dass es eine 45. Kompanie gegeben hat.
Ein Regiment hatte nur 14 Kompanien:

Drei Infanterie-Bataillonen mit je drei Schützen- (Infanterie-) und einer Maschinengewehrkompanie.
Die Kompanien sind im Regiment durchnumeriert, somit hatte das
I. Bataillon: 1. – 3. (Infanterie-) und 4. (MG-) Kompanie
II. Bataillon: 5. – 7. (Infanterie-) und 8. (MG-) Kompanie
III. Bataillon: 9. – 11. (Infanterie-) und 12. (MG-) Kompanie
Infanterie-Geschütz-kompanie: 13. Kompanie
Panzerjäger-kompanie: 14. Kompanie

Demnach müsst die 45 für etwas anderes als eine Kompanie stehen.
Eventuell irgendeine Spezialeinheit???
#30
Knöpfe / Aw: Nummernknopf 45
Letzter Beitrag von Shard - 01. Mai 2026, 06:24:51
Servus,

ich verstehe die Frage nicht ganz. Du hast den Knopf doch als einen der Wehrmacht bestimmt. Und die Kompanie steht drauf (45.).

Gruß Shard