Neueste Beiträge

#21
Steinartefakte / Aw: Diverses vom LBK-Acker
Letzter Beitrag von Danske - 02. März 2026, 09:45:49
Zitat von: Nanoflitter in 02. März 2026, 08:26:48So was hatte ich doch letztens auch :-) LG

Hast du den Thread griffbereit, kann zurückblickend nichts im Forum finden :glotz: LG...
#22
Steinartefakte / Aw: Diverses vom LBK-Acker
Letzter Beitrag von Nanoflitter - 02. März 2026, 08:26:48
So was hatte ich doch letztens auch :-) LG
#23
Keramik, Glas und Porzellan / Ackerscherbe 9: Fragment Kruse...
Letzter Beitrag von Shard - 02. März 2026, 08:08:12
Servus zusammen,

ich habe das Fragment eines Kruseler-Püppchens gefunden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kruseler-P%C3%BCppchen

Das Fragment ist schon ziemlich abgenutzt, aber die Arme sind deutlich zu erkennen. Auch die zwei Knöpfe kann man noch erkennen. Beine und Kopf fehlen. Ich hoffe ich finde noch eines Tages den Kopf.

Im folgenden Link habe ich ein paar Recht ähnliches Stücke gefunden:

https://www.spessartprojekt.de/forschung/ausgrabungen/die-burg-wildenstein-bei-eschau/die-burg-wildenstein-funde/die-burg-wildenstein-funde-kruselerpueppchen/

Auf dem ersten Bild steht das Stück auf dem Kopf (da wusste ich noch nicht was es ist). Das Loch ist konisch und war vermutlich zum aufsetzen auf eine Stange oder Stab.

Viel Spaß beim anschauen.

Gruß Shard
#24
Steinartefakte / Aw: Diverses vom LBK-Acker
Letzter Beitrag von Danske - 01. März 2026, 23:41:43
... und zuletzt ein Stück dunkel-/ hellgrünes Gestein aus der Amphibolgruppe. Die Maße sind Länge 50 mm, Breite 25 mm und größte Dicke 6 mm. Es ist, bis auf kleine Ausbrüche, rundum geschliffen. Auch die Kanten weisen Schliff auf.

Habe sowas noch nicht finden dürfen und auch noch nicht gesehen. Es mutet wie ein Abschlag/ Bruchstück einer Dechselklinge oder einer Scheibenkeule an, aber dann wären zumindest eine Seite und die Kanten rauh. Eine Fläche (Foto 1292) weist Schlifffacetten längs in der Mitte und auf der rechten Seite auf.

Hat jemand von euch eine Idee, um was es sich hier handeln könnte?

LG
Holger
#25
Steinartefakte / Aw: Diverses vom LBK-Acker
Letzter Beitrag von Danske - 01. März 2026, 23:29:42
Dazu noch ein Stück Hämatit mit Schliffflächen.
#26
Steinartefakte / Aw: Diverses vom LBK-Acker
Letzter Beitrag von Danske - 01. März 2026, 23:27:45
Hier ein Klopf- und Reib-/ Glättstein aus einem schwarzen Gestein, vermutlich Basalt. Er weißt drei Schliffflächen und ein Schlagnarbenfeld (Foto 1311) auf.
#27
Steinartefakte / Diverses vom LBK-Acker
Letzter Beitrag von Danske - 01. März 2026, 23:22:35
Moin zusammen,

nach dem Regen der letzten Woche war ich nochmals auf dem bekannten LBK-Acker in Rheinhessen. Die gesamte Fläche, also auch der aufgegebene Wingert, trägt aufgehende Saat. Bin daher nur auf den Traktorspuren gelaufen und konnte noch ein paar Sachen finden.

Zunächst ein klassischer Klopfer aus quarzitisch gebundenem Sandstein mit 2 gegenständigen dachförmigen Schlagnarbenfeldern.

LG Holger

#28
Steinartefakte / Aw: Glänzender Stein
Letzter Beitrag von StoneMan - 01. März 2026, 20:42:05
Zitat von: Schabersucher in 01. März 2026, 19:19:00@Jürgen: was bedeutet glazial?

Moin,

Wörterbuch = glazial - Geologie = eiszeitlich, während einer Eiszeit entstanden,
mit einer Eiszeit im Zusammenhang stehend...

Gruß

Jürgen
#29
Plomben und Bleifunde / Bleilot oder Webgewicht?
Letzter Beitrag von Poseidon1 - 01. März 2026, 20:13:17
Hallo!
Dieses Bleiobjekt habe ich auf einer mittelalterlichen Siedlung gefunden. Ich dachte erst an ein Bleilot. Dann fand ich Beispiele von Webgewichten aus Blei im Netz. Habt ihr eine Idee zu dem Stück?  Der Fundort ist Schleswig-Holstein.
#30
Steinartefakte / Aw: Glänzender Stein
Letzter Beitrag von Schabersucher - 01. März 2026, 19:19:00
Liebe Leute,

vielen Dank für Eure Antworten und Hinweise und Euer Lob:
Zitat von: Rheingauner in 28. Februar 2026, 17:48:31wollte Dir aber zu den Fotos ein "Chapeau" zukommen lassen, weiter so.
(ich fotografiere mit einem älteren Sony Alpha Fotoapparat und habe mir für die Steine das günstigste Sony Makroobjektiv gekauft, das dazu passt. Damit klappt es viel besser als mit dem (auch alten) Smartphone!

Zitat von: Wiedehopf in 28. Februar 2026, 21:22:12ich tendiere zu einer natürlich, z.B. durch Gletscherdruck entstandenen Form, die dann teilweise durch Windschliff poliert wurde.
Ja, Windschliff könnte ich mir auch gut vorstellen. Die Unterseite hätte dann einfach nicht so viel davon abbekommen. Die Retuschen sehen mir aber so aus, als wären sie doch von Menschenhand. Es gibt auf beiden Flächen solche, die von der unteren Kante ausgehen, sowie auch solche, die vom oberen Grat ausgehen.
 
Zitat von: hargo in 28. Februar 2026, 23:26:24Sollte es ein Werkzeug sein, wäre es m. E. am ehesten ein Erntegerät.
Vorausgesetzt, die hochglänzenden Stellen entpuppen sich als Sichelglanz.
Wie Jürgen auch geschrieben hat, hat der Stein einen etwa gleichseitigen dreieckigen Querschnitt. Als Sicheleinsatz o.ä. hätte das wahrscheinlich nicht funktioniert.

Zitat von: StoneMan in 01. März 2026, 10:21:36Das Ding sieht sehr glazial aus.
@Jürgen: was bedeutet glazial? Heisst das der Stein bzw. die entrindete Oberfläche hat die letzte(n) Eiszeit(en) miterlebt? ZB durch Windschliff in der Steppe kurz nach der Eiszeit? Oder ist durch Gletscherdruck entstanden, wie Michael ja auch sagt?

Zitat von: Steinkopf in 01. März 2026, 10:26:36das gut bebilderte Fundstück sieht mir nach einer missglückten Arbeit aus.
Es könnte der Korpus vom Kernbeil (mit symmetrischen Querschnitt, Nr 144) geplant gewesen sein.
Glanz kann an der Oberfläche schneller entstehen als vielfach angenommen wird.
Aufgegebene, verunglückte (Fund-)Stücke sind im Forum wahrscheinlich unterrepräsentiert.
Ja, ich könnte mir auch vorstellen, dass es kein komplettes Werkzeug mehr ist oder aber ein verworfenes Verunglücktes. Mir kommt es so vor, als fehlt an der Spitze noch ein ganzes Stück.
Meine Vermutung ist, dass es als Werkzeug zum Stechen oder Bohren o.ä. gedacht gewesen sein könnte.
Wenn der Fundort nicht in Schleswig Holstein gewesen wäre, hätte ich auch schon beim Vorstellen Ähnlichkeiten mit einer Limace erwähnt, die mir aufgefallen sind, als ich die paläolithischen Kapitel im Floss angeguckt habe. Limace steht für Nacktschnecke auf französisch, was wohl auf die Form und die unspektakuläre Unterseite hinweisen soll (aber in diesem Fall auch für die fast feucht glänzende Oberfläche passen würde). Jedenfalls ist demnach "eine Limace eine spitzoval zugeformte Doppelspitze mit dorsalem Kiel und weitgehend ebener unretuschierter Ventralfläche. ... Oft ist nur eine Spitzenpartie wirklich deutlich zugespitzt während die zweite leicht abgerundet sein kann. " Diese Definition scheint ungefähr zu passen.
"Zur Funktion lassen sich kaum verbindliche Aussagen treffen. ... Stücke, die Limaces gleichen, finden sich in jungpaäolithischen Zusammenhängen."

Da ich aber noch nie so eine Limace im Original gesehen habe und vor allem, weil der Fundort eher dagegen spricht, bin ich mir bei dieser Hypothese doch eher sehr unsicher...

Viele Grüße,
Sven