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#21
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von steinwanderer - 07. April 2026, 13:46:01
Moin Michael,
ich habs mal gegoogelt. Danke schön, es wird wohl in diese Richtung gehen.
Schöne Grüße,
Klaus
#22
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Wiedehopf - 07. April 2026, 10:26:20
Moin Klaus,

in der Übergangszeit vom Paläo- zum Mesolithikum gab es in Portugal und Spanien Muschelsammlerkulturen, die ganz primitive Handäxte zum Ablösen von Meeresschnecken von den Felsen und zum Aufschlagen derselben hergestellt haben. 

Google mal nach 'Pico camposanquiense', das sind diese groben Hand- oder Pickäxte bei denen große Teile der natürlichen Oberfläche stehen gelassen wurden.

Vielleicht ist es ja sowas  :nixweiss:

Viele Grüße
Michael

   
#23
Steinartefakte / Aw: Eine Dechselklinge aus Feu...
Letzter Beitrag von Danske - 05. April 2026, 22:10:17
Eine interessante und im Fundbestand seltene Werkzeuggattung. Die zuerst gezeigte Klinge hat durchaus musealen Charakter. :super:

LG Holger
#24
Steinartefakte / Zwei Pfeilbewehrungen
Letzter Beitrag von thovalo - 05. April 2026, 19:55:54

Gestern fanden sich am rechten Niederrhein auch zwei Pfeilbewehrungen in Form einer PfeilSPITZE und einer PfeilSCHNEIDE. Beides keine großen Kunstwerke und hier charakteristisch ab dem späten Neolithikum um 3.600 v. Chr.


lG Thomas
#25
Steinartefakte / Aw: Eine Dechselklinge aus Feu...
Letzter Beitrag von thovalo - 05. April 2026, 19:50:49


Zum Abschluß noch zwei Ansichten der Arbeitsenden der beiden Neufunde
#26
Steinartefakte / Aw: Eine Dechselklinge aus Feu...
Letzter Beitrag von thovalo - 05. April 2026, 19:49:46

Der zweite Fundbeleg fand sich auf demselben Fundareal bereits vor zwei Monaten und ist inzwischen auch archäologisch besprochen. Es handelt sich um ein weitere Dechselklinge aus Feuerstein der Varietät Rijckkolt.

Länge                      7.0 cm
max. erhaltene Breite      4.4 cm
max. Durchmesser           0.9 cm
Gewicht   36.2 g
Querschnitt trapezförmig

Der dritte Fundbeleg ist eine verbrannte Vorarbeit. Die wurde aus zwei Fragmenten wieder zusammengeset die im Abstand von mehren Jahren aufgelesen wurden. Das Stück stammt ebenfalls vom Fundplatz der zweiten Oben vorgestellten Dechselklinge aus einem Abschlag.


Zuletzt die kleinste bislang bekannte Form, deren Maße ich nicht parat habe. Dieses Stück wurde mit den Negativen am Bogen des Ötzi abgeglichen. Das Ergebnis steht im WIKIPEDIA-ARTIKEL zu "Dechselklingen aus Steingrundformen".


Vom Gesamtfundareal stammen noch weitere Stücke, die aber mit meinem alten Bilderarchiv "untergegangen" sind.


lG Thomas
#27
Steinartefakte / Eine Dechselklinge aus Feuerst...
Letzter Beitrag von thovalo - 05. April 2026, 19:46:28
Eine DECHSELklinge aus Niederländischen Feuerstein vom Typ "Rijckholt", gefunden am rechten Niederrhein.


Länge                  8.4 cm
max. Breite            4.6 cm
max. Durchmesser       1.7 cm
Gewicht  65 g
Querschnitt triangular

Die Schneide ist dorsal beschliffen, ventral zeigen sich deutlich ausgeprägte Arbeitsspuren in Form gestaffelter Aussplitterungen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Dechselklingen_aus_Steingrundformen


#28
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Merle2 - 05. April 2026, 14:18:36
Moin und frohe Ostern,

Irgendwie kann ich in keine Richtung so richtig was erkennen und verstehen.
Die AP Sachen die ich aus Portugal kenne sind eher unifacial und dann pickartig...
Die so gesehen jüngeren Faustkeile aus solch einer prädestinierten Grundform wären mit wenig Aufwand gut erkennbare Bifaces...
Irgendwie sehen die Kanten schon bearbeitet aus...vielleicht war es mal was Ansprechbares und wurde verändert/ bewegt/ umgelagert/ erhitzt..??
Viele Grüße
Viele Grüße
#29
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Danske - 04. April 2026, 21:58:06
Ok, bin jetzt vom Schlauch heruntergegangen.

Die Frage ist, ob es sich hier um einen Faustkeil handelt.

Das schwarze Innere des Stücks ist mir nicht so aufgefallen, weil auf den Fotos der Stein ja auch außen stellenweise dunkel erscheint.

Basalt kann gräulich oder bräunlich, mitunter auch ins rötliche, verwittern, er könnte als Material hier also passen. Zur Abklärung der Materialfrage kann ein Neodym-Magnet helfen, da Basalt eine sehr hohe magnetische Suszeptibilität besitzt.

Bei der Frage, ob hier ein Faustkeil oder ein anderes AP-/ MP-Artefakt vorliegt, möchte ich mich aufgrund meiner geringen Fachkenntnisse gerne zurückhalten. Nur soweit: Eindeutige menschliche Bearbeitung vermag ich an dem Stück nicht zu erkennen.

LG
Holger 

 
#30
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Nanoflitter - 04. April 2026, 18:08:44
Kann durchaus auch wie ein Spaltkeil, also ausgesplittertes Stück, verwendet worden sein. LG