Zitat von: Schabersucher in 28. November 2025, 22:34:47...
Es wurde nur die maximal notwendige Zahl von Abschlägen durchgeführt: von einem rundlichen Geröll werden Abschläge wie Zitrusscheiben abgetrennt, die Dorsalfläche wird dann durch den Kortexrücken und ein Abschlagnegativ gebildet. Hier sind zwei Dorsalgrate vorhanden, von vorherigen Abschlagnegativen. An der Kante sind Retuschen auf die Dorsalfläche vorhanden, sodass dieser Stein als kleiner Schaber (?) benutzt werden konnte. Fundort wieder der Ostseestrand, und ich habe wieder mehrere Steine dieser Art gefunden, teils mit Retuschen, teils ohne.
Im Floss wird diese Technik in das Paläolithikum einsortiert, aber ich nehme stark (aber natürlich laienhaft) an, dass dieser Stein jünger ist, d.h., dass sich diese Technik durch die Zeiten erhalten hat.
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Ein Quartier d'orange (Orangenviertel/Orangenschnitz) ist im archäologischen Kontext ein bestimmter Typ von Feuersteinartefakt (Silex).
Es handelt sich dabei um einen Kern oder ein Abschlagstück aus Feuerstein, das durch seine typische, fast dreieckige oder keilförmige Form an ein Orangensegment erinnert.
Form & Herstellung: Diese Artefakte haben eine spitz zulaufende Seite (die Rinde des Steins) und eine glatte, meist dreieckige Bruchfläche. Sie entstehen typischerweise bei der Ausbesserung von Kernen oder als Abfallprodukt der frühen Klingen- und Abschlagtechnik in der Steinzeit (insbesondere in der Bandkeramischen Kultur).
Nutzen: Obwohl diese Form oft als Nebenprodukt galt, belegen archäologische Untersuchungen, dass sie von steinzeitlichen Menschen als handliche Schaber, zum Feuermachen, Sägen oder sogar als kleine Meißel (Burins) verwendet wurden.
Zitat von: Der Onkel in 22. Mai 2026, 12:55:20Und hier noch zwei Rätsel.
Bei den ersten zwei Bildern würde ich eher auf Natur tippen - oder doch ein Abschlag?
Die große Sandsteinkugel fiel mir noch ins Auge. Die Form ist eher ungewöhnlich, auch fand ich auf der Fläche sonst keinen Sandstein. Ich denke nicht, dass es was ist - aber fragen schadet bekanntlich nicht.
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