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#1
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Danske - 04. April 2026, 21:58:06
Ok, bin jetzt vom Schlauch heruntergegangen.

Die Frage ist, ob es sich hier um einen Faustkeil handelt.

Das schwarze Innere des Stücks ist mir nicht so aufgefallen, weil auf den Fotos der Stein ja auch außen stellenweise dunkel erscheint.

Basalt kann gräulich oder bräunlich, mitunter auch ins rötliche, verwittern, er könnte als Material hier also passen. Zur Abklärung der Materialfrage kann ein Neodym-Magnet helfen, da Basalt eine sehr hohe magnetische Suszeptibilität besitzt.

Bei der Frage, ob hier ein Faustkeil oder ein anderes AP-/ MP-Artefakt vorliegt, möchte ich mich aufgrund meiner geringen Fachkenntnisse gerne zurückhalten. Nur soweit: Eindeutige menschliche Bearbeitung vermag ich an dem Stück nicht zu erkennen.

LG
Holger 

 
#2
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Nanoflitter - 04. April 2026, 18:08:44
Kann durchaus auch wie ein Spaltkeil, also ausgesplittertes Stück, verwendet worden sein. LG
#3
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von steinwanderer - 04. April 2026, 17:59:37
Auf dem 4. Bild ist die Kante versintert. Sie ist ziemlich aus gesplittert, als ob mit Ihr schlagend gearbeitet wurde
#4
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Nanoflitter - 04. April 2026, 17:23:02
Also, das schwarze innere könnte was basaltisches sein? Grundsätzlich habe ich hier ähnliche MP Artefakte, die einfach aus flachen Kieseln hergestellt wurden und noch schlimmer aussehen. Von daher, auch das die alten formgebenden Sachen schön patiniert sind, könnte das schon was sein. Einfaches Keilmesser oder ob Faustkeil schwer zu sagen. Auf Bild 1 rechts unten evtl. Schärfungsschlag. LG
#5
Steinartefakte / Aw: Ist es einer?
Letzter Beitrag von Danske - 04. April 2026, 16:28:47
Moin Klaus,

stehe gerade etwas auf dem Schlauch.

Was meinst du mit "Ist das einer?" und was wurde nicht aus Sandstein gemacht? Meinst du eine Beilklinge?

Und das schwarze Innere kann ich auch nicht erkennen. :glotz:


LG Holger :winke:
#6
Steinartefakte / Ist es einer?
Letzter Beitrag von steinwanderer - 03. April 2026, 21:19:44
Moin Moin,
Diesen Stein habe ich vor 25 Jahren in Portugal auf einer Anhöhe gefunden. Und weil ich ihn so interessant fand mitgenommen.
Nach einer Begutachtung dachte ich das es Sandstein ist und daraus wurden ja keine gemacht.
So wanderte er auf den Lesehaufen.
Jetzt viel er mir noch Mal auf. Mittlerweile war schon ein Stück abgeplatzt und das schwarze Innere kam zu Tage.
Nun sieht die Welt doch schon ganz anders aus.
Gruß Klaus
#7
Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder / Hallo orgelamazone ...
Letzter Beitrag von Sucherforum - 03. April 2026, 18:29:49
... ein :welcome II:

Hallo orgelamazone,

es wäre nett, wenn Du Dir ein paar Minuten Zeit nimmst um Dich im Board Neuvorstellungen kurz vorzustellen.

Gruß
Das Team des Sucherforums
#8
Steinartefakte / Aw: Ein buntes, mesolithisches...
Letzter Beitrag von steinwanderer - 03. April 2026, 18:09:01
Moin Frank,
Literatur über Kernbeile paläolithischem Ursprungs, habe ich leider nicht.
Gruß Klaus
#9
Hallo Holger,

wunderbar! Noch eine Version!   ;)

Tatsächlich muss die Frau in Erinnerung geblieben und ihr Grab besucht worden sein. Die Nachgrabung 2019 erbrachte neben dem Grab eine Grube mit zwei Hirschgeweihen, die wohl 300 Jahre nach der Bestattung dort deponiert worden sind. Zudem wird diskutiert, das zumindest zwei der drei Nachweise von Kindern in dem Grab, von denen jedoch jeweils nur ein Knochen gefunden wurde, eventuell später dort eingebracht worden sind. Dann aber wohl nicht so viel später...

Ich zitiere nun noch die etwas lapidaren Worte aus dem Katalog zu dem Beil:

'Obwohl die Idee des steinernen Beils wohl erst mit dem neolithischen Paket aus dem vorderen Orient über den Balkan nach Mitteleuropa gelangte, finden sich auch im mesolithischen Kontext Beile.'

Also... ich weiß es nicht... vielleicht wird sich die Sache ja im Laufe der Zeit klären...
Viele Grüße

Jondalar

#10
Hallo Sven, Du Verschwörer   ;)

Danke für Deine Version, auch sie hat etwas für sich, zumal, zumindest mir, die Umstände der Bergung ein wenig mysteriös anmuten. Keine Fotos, keine Skizze vom Fundkontext, lediglich eine Zeichnung, die geholfen hat, den Fundort wieder aufzufinden und 2019 nachzugraben. Gut, die Leitung musste verlegt werden, es sollte ganz schnell gehen... 

Dazu der ideologische Hintergrund. Man wollte halt, ich sage es mal etwas platt, den Ariervorfahren präsentieren. Und der musste männlich sein und brauchte nun mal ein Beil, an eine mesolithischen Zeitstellung dachte wohl bei der Bergung zunächst niemand... Zu den Grabbeigaben gehört auch ein Knochenfutteral, das ein anderes Steinbeil gehalten haben soll, welches nicht überliefert ist, wie es im Katalog heißt............. 

Soweit zu den Verschwörungstheorien...   ;)  Was mich ein wenig nachdenklich stimmt, sind, ich nenne das mal so, Inkrustationen auf dem Beil. Diese wurden belassen und finden sich auf auch auf dem sogenannten Amboss aus gleichen Gestein und dem Retuscheur aus Kontaktschiefer... Es müssten dann wohl all diese Objekte beigefügt worden sein... Das Grab hat auf jeden Fall Potential für einen Archäo-Krimi...    ;)
Viele Grüße

Jondalar