Ehrenamtliche Sucher

Begonnen von Daniel, 15. Juli 2010, 07:39:45

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Daniel

Aufgrund aktueller Diskussionen bez. des Begriffs "Ehrenamtlicher Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde",
würde mich die Ansicht der verschiedenen Gruppierungen der Sucher interessieren.
Ist "Ehrenamtlicher Sucher" gleichbedeutent mit "freiwillig und unentgeltlich",
im Dienst der Wissenschaft oder muß einem als "Ehrenamtlichen" ein finanzieller Ausgleich oder eine Vergütung in Form von "Fundteilung" durchs Denkmalamt bzw. des  Landes zustehen?
Würde mich über eine rege Teilnahme bei der Umfrage freuen. :winke:

Gruß Daniel

EDIT:
Fahrkosten,Versicherungsbeiträge die vom Amt im Rahmen der Forschungestätigkeit beglichen werden,beglichen werden zählen in dem Fall nicht dazu. :belehr:
Bei der Umfrage geht es ausschlielich darum ob einem "Finder" ein finanzieller oder materieller Ausgleich für seine privat oder im Auftrag der Denkmalschutzbehörde geleistete Forschungsarbeit zustehen soll oder nicht.
Spalttabletten, meine Dame, sind bekömmlich und gesund.
Doch verwirrend ist der Name, sie gehören in den Mund.

Lojoer

Hallo Daniel,
mit dem Ehrenamt ist es nicht ganz so einfach.
Finanzielle Interessen sollten beim Ehrenamt nicht im Vordergrund stehen, das ist schon richtig. Jedoch ist es nach meiner Kenntnis durchaus üblich, dass beim Ehrenamt (im Gegensatz zum Hobby) Aufwandsentschädigungen geltend gemacht werden können. Insofern kann ich die Frage nicht eindeutig mit ja oder nein beantworten.
Gruß Jörg

mc.leahcim

Also  :winke:

Ich bin Ehrenamtlicher in NRW mit ehrenamtlichem Ausweis. Die Suche mit dem Detektor ist und bleibt Hobby in doppeltem Sinn. Einmal das Ü-Ei-Gefühl wenn man ein Signal hat und dann das Interesse an der Geschichte, das nachforschen, das nachlesen--> das erfahren und erkennen der Geschichte rund um den Fund.   

Ich habe >>keine<< NFG. Habe sie auch nie beantragt. Käme mir auch nicht in den Sinn. Dafür das ich mich bereit erkläre ehrenamtlich zu arbeiten bezahle ich nicht auch noch für eine NFG, also für einen Verwaltungsakt. 

Ich gehe über Felder die mit "meinem" zuständigen Archäologen abgesprochen und auch schriftlich fixiert sind. "Mein" Bauer weiß Bescheid und interessiert sich für die Funde nur gelegentlich wenn ich ihn treffe. Ich gehe mit Detektor und Auge und es gibt das "gentleman agreement" mit meinem Archäologen: "Wenn jemand ein Problem mit dir und der Suche hat soll er mich anrufen" Das ist auch schon geschehen. Kein Problem

Ich gebe alle relevanten Funde, also alles was nicht klar neuzeitlich wie z.B Hülsen Rentepfennige, Granatzünder, Bombensplitter ab. Ich schreibe meine Fundmeldungen dazu und versuche auf den monatlichen Treffen der Ehrenamtlichen, die immer eine Schulung beinhalten, anwesend zu sein. Das gelingt in letzter Zeit nicht ganz so gut da ich schwere Rückenprobleme habe.

Ich werde die Funde nach Auswertung zurückbekommen.

Zur Zeit bekomme ich nach Abgabe der Funde nur eine kurze schriftliche Bestätigung mit Fundnummer.

Bei herrausragenden Funden, die ich leider noch nicht hatte, würde ich gefragt ob ich die als Dauerleihgabe abgeben würde oder ob ich sie verkaufen würde. So wurde es mir erklärt.

Ich würde die Funde wahrscheinlich nicht verkaufen sondern eher als Dauerleihgabe abgeben, aber nur in Ausstellungen und nicht in Kellergewölbe.

Wirklich interessante Funde sollen allen zugänglich sein. Eine Vitrine mit Funden gibt es bei mir nicht. Interessierten zeige ich gerne meine "Schätze" aus Kistchen, Tüten, Kartons und Beuteln immer mit der Fundgeschichte.

Grüße

Michael
Gum biodh ràth le do thurus. = Möge deine Suche erfolgreich sein (Keltisch/Gälisch)
Die soziale Kälte hilft nicht die globale Erwärmung aufzuhalten!!

Lojoer

Hallo Michael,
das ist die elegante Lösung. Und genauso sehe ich es auch. Spektakuläre Funde sind der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Z.B. indem man die Ehrenamtlichen verpflichtet die Funde als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

Gruß Jörg 

insurgent

Als Ehrenamtler in der Archäologie sehe die Menschen, die gezielt mit offenen Augen und Ohren ihre Umgebung nach historischen Zeugnissen unserer Vergangenheit Ausschau halten und eben im Zusammenarbeit mit den Ämtern dieses auch dokumentieren und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Das es dafür event. Fahrgeld oder eine Essenspauschale gibt ist im Sinne dieser Tätigkeit.

Auch ein Publikationrecht ist für mich im Sinne dieser Tätigkeit.

Aber Besitzansprüche auf besondere Funde zu erheben, die ja im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit gefunden, event noch mit tieferen Einblicken in die archäologische Landschaft durch die Zusammenarbeit, hat für mich nichts mehr mit Ehrenamtlicher Tätigkeit zu tun.

Geschichte ist ein Allgemeingut, ist meine Meinung!

Schöne Grüße vom Insurgenten
Meine Bodenfunde werden gemeldet

BWGuenni

Moin,

also wenn man den Status eines Ehrenamtlichen besitzt, verstehe ich das dahingehend,
dass Derjenige bis auf evtl. Aufwandsentschädigungen keinerlei Entgelte auf Funde erhalten bzw. geltend machen dürfte. Man übt hier gewissermaßen nur eine Art "Meldefunktion" aus, z. B. MA - Scherben auf Acker xy, verdächtige Schichtungen in Baugruben u.s.w.
Auch verbietet sich m. M. nach bei Ausübung des Ehrenamtes im zugewiesenen Einsatzgebiet der Einsatz eines MD, da hier über das eigentliche beobachten hinaus Grabungen und Fundbergungen erfolgen (wozu sonst bedient man sich eines MD?).

Bei mir ergab sich mal die Situation, dass ich mich als Ehrenamtlicher beworben hatte, mir aber in einem Gespräch deutlich gemacht wurde, dass ich dann den MD generell "an den Nagel zu hängen hätte", da sich Ehrenamt und MD gegenseitig ausschlössen, selbst wenn unterschiedliche Gebiete betroffen wären (also Gebiet A = ehrenamtliche Betätigung ohne MD/Gebiet B = ausschliesslich MD - Einsatz mit NFG) Diese NFG hätte ich dann nicht bekommen, wenn ich gleichzeitig ein Ehrenamt übernommen hätte.

Hatte dann dankend abgelehnt mit dem Hinweis, dass man sich mit dieser Einstellung wohl mehr schadet als nützt.

Gruß

Günni

Lojoer

Zitat von: BWGuenni in 15. Juli 2010, 10:30:02
Auch verbietet sich m. M. nach bei Ausübung des Ehrenamtes im zugewiesenen Einsatzgebiet der Einsatz eines MD, da hier über das eigentliche beobachten hinaus Grabungen und Fundbergungen erfolgen (wozu sonst bedient man sich eines MD?).

Bei mir ergab sich mal die Situation, dass ich mich als Ehrenamtlicher beworben hatte, mir aber in einem Gespräch deutlich gemacht wurde, dass ich dann den MD generell "an den Nagel zu hängen hätte", da sich Ehrenamt und MD gegenseitig ausschlössen, selbst wenn unterschiedliche Gebiete betroffen wären (also Gebiet A = ehrenamtliche Betätigung ohne MD/Gebiet B = ausschliesslich MD - Einsatz mit NFG) Diese NFG hätte ich dann nicht bekommen, wenn ich gleichzeitig ein Ehrenamt übernommen hätte.


Was ist denn dass für ein Schwachsinn. Welches Bundesland zeichnet sich dafür verantwortlich?
Gruß Jörg

Daniel

@Jörg
Hier zählt jetzt nur die Ansicht des Suchers zu dem Thema und wie er abstimmt. :belehr:
Welches Land für welche Regelung jetzt verantwortlich ist,interessiert bei dieser Umfrage nicht.
Ihr könnt es ja per PN regeln. :zwinker:

Gruß Daniel
Spalttabletten, meine Dame, sind bekömmlich und gesund.
Doch verwirrend ist der Name, sie gehören in den Mund.

Brian

@schattengräber

Eins würde mich interessieren. Soweit ich das jetzt verstanden habe (korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege) bist du ein Ehrenamtlicher. Wenn ja, was genau ist deine Aufgabe als solcher?

Schattengräber

Ich bin ein freier Forscher der sich seine eigenen Gedanken zur Geschichte und Besiedlung unserer Region macht.
Ich studiere alte hist. Schriftstücke, Rekonstruiere die damaligen Landschaftlichen Gegebenheiten und versuche durch meine Arbeit Lücken zu schließen
oder geschichtliche Meinungen und Daten auf den neuesten Stand zu bringen. Insoweit kann ich z. B. einem Ort in der Wetterau der sich bezüglich
seiner Entstehungszeit auf den Loscher Codex beruft beweisen das ein anderer Ort (heute Wüstung) damit gemeint war. Ein Teil meiner Ausrüstung
stellt das Metallsuchgerät dar für dessen Einsatz ich eine NFG benötige. Diese habe ich nach vielen Anträgen und einer Wartezeit von 4 Jahren dann erhalten.
Seit Erhalt meiner NFG habe ich keinerlei Unterstützung für meine Suche durch das Amt erhalten, hatte sehr viel Arbeit und Ausgaben und Nebenbei dem
Amt auf Grabungen unentgeltlich geholfen. Während dieser Zeit und auch schon sehr lange davor habe ich nur negative Berichte in durch das Amt initiierten
Presse o. Fernsehbeiträgen über unser Hobby gesehen. Berichte die zum Teil unter die Gürtellinie gingen. Neben dem hatte ich beim Vorgespräch zur NFG
zwei Personen vor mir die mir zwei Stunden lang ein Monolog hielten, durchsetzt mit Drohungen, u. a. man solle sich ja an die Gesetze halten sonst würde man
mir ganz übel mitspielen.

Robin Hood

Also meine Meinung ist folgende,
Ehrenamtlicher Sondengänger bedeutet für mich, ein Sucher zu sein, der sich an die Spielregeln des LDA hält, der für seine Suchtätigkeit keinerlei finanzielle Zuwendungen bekommt! Und das genau ist für mich der Punkt der ehrenamtlichen Tätigkeit- die Suchtätigkeit, die wie Ihr alle bestens wisst, mit Vorbereitung, Recharche und Nachbereitung, die eine Unmenge an Zeit verschlingt (von den Matterial und Spritkosten usw. mal abgesehen) die bieten wir ehrenamtlichen dem Land kostenlos an. Wir haben alle (leider) keine Garantie jemals einen großen Fund zu machen und wenn dem so ist, haben wir natürlich in dieses Hobby viel Geld reingelegt.
Sollte es uns aber vergönnt sein, so wie jetzt dem Micha, dann müssen wir nicht da auch noch auf unseren Gesetzlich zu stehenden Finderlohn verzichten-wie geschrieben-müssen nicht, wer will kann das natürlich jederzeit tun und bei kleinen Funden ist das oft auch kein Proplem, schwierig wird es eben bei großen Funden, aber auch da muss jeder Finder selbst entscheiden und das ohne Verurteilung von dritten :belehr: :belehr: :belehr:
Nebenbei gesagt, warum zählt der kulturelle Wert, bei dem Fund vom Micha, anscheinend bei den Archäologen nicht mehr als der Matterielle :kopfkratz:
Sind es wohl doch nur heuchler :kopfkratz: :dumdidum: Sorry, aber das muss man nach der Aktion die Sie hier abziehen doch annehmen. Jetzt werden hier wieder einige versuchen die passenden Ausreden für die Behörden zu finden (lasst das bleiben und lasst lieber mal einen bedroffenen Mitarbeiter Antworten  :smoke: :super:), von wegen, zu teuer, woher sollen sie das Geld nehmen usw.. Das ist aber nicht das Proplem der ehrlichen Finder, die Gesetzeslage ist nicht erst seit gestern so und man hatte viel Zeit sich auf so einen Fall vorzubereiten und zu sparen.
Jetzt das Proplem von lehren Kassen auf den Finder zu schieben, der schon genug Zeit und Geld für die Suche verschenkt, ist eine unverschähmtheit und zeigt mir ganz und hoffentlich vielen anderen hier, nur allzu deutlich, das man uns ehrenamtliche nicht wirklich Schätzt ( um es milde auszudrücken).

Archäologen, die für das Land Hessen arbeiten, bekommen jeden Monat Ihr Gehalt sowie Matterial und Auslagen usw..., ganz egal ob sie etwas finden (in dem Monat) oder nicht, egal ob sie draußen am budeln sind oder on sie im Büro, bei einer Tasse Kaffee, Fundmeldungen oder sonstige Berrichte schreiben. Das bedeutet, sie bekommen jeden Handschlag vom Land (Steuerzahlern) bezahlt, wenn sie dann bedeutende Funde machen, bekommen sie zwar keinen Anteil an den Funden, jedoch die Karriere und eventl. Publikationsrechte sind ja auch nicht ohne!
Also alles in allem schon Gerecht, so wie es ist, man muss sich nur darann halten.

Wer Ehrenamtliche Sucher dazu zwingen will, auf Ihre Fundrechte zu verzichten, bevormuntet jeden ehrenamtlichen, tut Ihnen unrecht und hat das System wohl nicht verstanden.

So ich denke ich habe genug gesagt :narr:

LG

Robin

Brian

@ robin hood.

das musst du differenzierter sehen. Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt. Wenn man ehrenamtlich für das Amt gezielt Felder absucht oder mit dem MD über ausgesuchte Flächen geht, dann sehe ich keine Basis für Fundansprüche. Das Ziel war ja ganz klar das Aufspüren von Funden für den Archäologen. [Viel zu viel amt :irre:]

Ansonsten gebe ich dir Recht, wenn es so ein Gesetz gibt, dann bitte zahlt auch.

@ Schattengräber

Ich bezweifle stark, dass dein Finderlohn aus dem selben Topf kommen würde wie die Löhne und Renten  der Archöologen. Da gibt es sicherlich spezielle Verordnungen, die das trennen. Schulen müssen sich auch nicht zwischen neuem Material und dem Gehalt für Lehrer entscheiden. Dafür gibt es 2 separate Budgets. Insofern sind solche Aussgen nicht hilfreich, insbesondere da sie ALLE Archäologen in ein negatives Licht stellen sollen. Wenn das bei deinem Amtsarchäologen so ist, fein, aber verallgemeiner es bitte nicht.

Robin Hood

Zitat von: Brian in 15. Juli 2010, 20:06:12
@ robin hood.

das musst du differenzierter sehen. Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt. Wenn man ehrenamtlich für das Amt gezielt Felder absucht oder mit dem MD über ausgesuchte Flächen geht, dann sehe ich keine Basis für Fundansprüche. Das Ziel war ja ganz klar das Aufspüren von Funden für den Archäologen. [Viel zu viel amt :irre:]

Ansonsten gebe ich dir Recht, wenn es so ein Gesetz gibt, dann bitte zahlt auch.


Hallo Brian, es kommt darauf an, ob Du Suchst, weil Du einen direkten Suchauftrag vom Land Hessen bekommen hast, oder ob es sich bei Deiner Suche um Dein eigenes Suchvorhaben handelt, für das Du im Vorfeld, eine Suchgenehmigung beantragt hast, nämlich eine NFG. Dort hast Du Dein Suchvorhaben angegeben und es wurde Dir genehmigt, weil es auch im interesse des Landes ist, es ist aber dennoch DEIN SUCHVORHABEN. Für dieses Vorhaben steht Dir im Falle eines Fundes immer die Hälfte des Fundes zu ( gilt für Hessen), im anderen Fall gelten die Bedingungen die Du in Deinem Suchauftrag mit dem Land Hessen vereinbart hast. Eigentlich alles ganz einfach :irre: oder :kopfkratz:

LG

Robin

Schattengräber

Ähem, wir Sondengänger werden in der Presse durch das Amt auch verallgemeinert. Man differenziert hier auch nicht und noch
viel schlimmer, man bleibt nicht bei der Wahrheit o. Realität!!!

Zu Deiner ersten Anmerkung:  Das Ziel war ja ganz klar das Aufspüren von Funden für den Archäologen.

Wie kommst Du darauf? Ich suche keine Funde für den Archäologen sondern für mich. Die Archäologen dürfen gemäß Ihrer Berufung diese Funde Auswerten
und dann für die Allgemeinheit publizieren. So haben beide etwas für die Allgemeinheit geleistet, die Hauptberuflichen machen dies im Auftrag - haben somit
auch keinen Anspruch auf die Funde - bekommen dies aber von der Allgemeinheit finanziert!

Brian

Ja, werden wir. Aber das heißt ja nicht, dass wir das auch tuen müssen.  :engel:

Und entschuldige bitte, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. "Das Ziel war ja ganz klar das Aufspüren von Funden für den Archäologen" war nur auf den Fall bezogen, dass es diese Anweisung gab und nicht auf dich. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass das von der Definition der ehrenamtlichen Tätigkeit abhängt.

Deine Ansprüche hingegen halte ich für gerechtfertigt, da sie eben NICHT aus solch einer Anweisung entstanden sind, sondern aus deinem persönlichen Forschertreiben.

Robin Hood

Um mal wieder aufs Thema zu kommen :dumdidum: :smoke:

Eine Umfrage wie diese hier und das Ergebnis, bedeutet nicht das es auch tatsächlich so ist wie es scheint :belehr:.
Will sagen, wer hier großzügig auf seinen Finderlohn verzichtet, tut dies in der Theorie, wie er sich letzt endlich in der Praxis verhält, weis noch nicht mal derjenige selbst.
Das ist genauso wie mit der Sache ob ich einen Ausländer der verprügelt wird helfe oder nicht.In der Umfrage(Theorie), machen das sehr viele (natürlich ist doch selbstverständlich), aber in der Praxis schaut fast jeder weg und läuft ein wenig schneller.
Das war jetzt nur ein Beispiel, bitte nicht darüber diskutieren und natürlich muss es kein Ausländer sein, es kann auch eine alte Dame oder ein Schüler sein.

LG


Robin Hood

PS: Das gilt natürlich nur für die, die noch keinen großen Fund gemacht haben. Alle anderen haben sich ja schon mal entschieden und das in der Praxis :narr:

LG

Robin

Schattengräber

Genauso sehe ich das auch Robin, vor allem dann wenn es sich dann um einen Goldschatz handelt!

Meine Entscheidung wurde auch dadurch beeinflusst das Leute die noch ganz grün im Suchen und o. archäologische Vorkenntnis
waren eine NFG für den Wald erhalten haben und man selbst eine Absage erhält mit dem Hinweis das diese schon seit Jahren
nicht mehr und wenn dann nur in Härtefällen erteilt wird. +++

CptAhab

Dem möchte ich Folgendes entgegen- oder dazustellen:
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,38863.0.html
Ihr lebt´s richtig aus.  :irre:
Neue "nevermore" sind geboren.  :frech:

The world is full of crashing bores. - Mozer

Belenos

Zitat von: Silex in 15. Juli 2010, 23:53:36
Aber wer sich anmaßt im Geschichte rumzuwühlen und zu zerstören der sollte nicht auch noch  die Dreistigkeit besitzen dürfen Ansprüche zu stellen.

Moin,

leider kenne ich nicht das Bundesland in dem Du wohnst, aber in Hessen gibt es einen Rechtsanspruch auf die Entdeckten Gegenstände. Was daran dreist sein soll, auf die Einhaltung des Rechts zu bestehen, kann ich nicht erkennen.

Dreist ist hier nur das Landesamt, dass einem Entdecker wider der gesetzlichen Reglung und wider dreier Gerichtsurteile (einmal BGH und zweimal OLG) seinen Entdeckeranteil absprechen möchte und sich den Entdeckeranteil selbst einheimschen will, obwohl es darauf keinen Anspruch hat.

Grüße

Walter

Markus

Zitat von: Lojoer in 15. Juli 2010, 10:38:11
Was ist denn dass für ein Schwachsinn. Welches Bundesland zeichnet sich dafür verantwortlich?
Gruß Jörg

Hallo Jörg!

Das ist NRW - uns (Denarius,MGrafzahn und mir) wurde das Ehrenamt auch verwehrt, aus genau diesem Grund!
Wir arbeiten jetzt seit über 10 Jahren mit unserer Außenstelle zusammen, haben einige Gespräche über dieses Thema mit der Außenstellenleiterin geführt - da ist nix zu machen  :nixweiss:

Zum einen ist es wohl so, dass die jetzigen EM's keine Lust verspüren "Raubgräber" in ihrem erlauchten Kreis aufzunehmen und zum anderen hat wohl der ehrenwerte Herr Kunow etwas dagegen.

Was ich aber auch fragwürdig finde, ist die Aussage über den eventuelle Ankauf von in der ehrenamtlichen Suche gefundenen Fundstücken von mc.leahcim. Und das in NRW!
Uns wurde immer ein Vortrag gehalten, dass alle ehrenamtlich getätigten Funde dem Amt gehören und sie die alleinigen Eigentums-, Bild- und Publikationsrechte haben.
Wenn ich also mc.leahcim glaube - und das tue ich - dann würde mich mal die Meinung der Grundstückseigentümer interessieren, denn ich glaube kaum, dass diese entschädigt werden. Auch halte ich eine Dauerleihgabe ohne Absprache mit dem Grundstückseigentümer (der ja Miteigentümer des Fundstückes ist) rechtlich für sehr fragwürdig.

Fazit: In NRW eine NFG zu bekommen ist einfach - als langjähriger "Mitstreiter" und Vertrauter der Außenstelle ein EM mit MD zu werden ist unmöglich.......obwohl man auch beim Amt mittlerweile im 21. Jhd. angekommen sein müsste und die Vorteile eines MD's kennen müsste!

Schade!  :nono: :heul:

Gruß
Markus

P.S. Zum Thema: Für mich hat ein EM ALLE Funde abzuliefern, er ist im "Auftrag" des Amtes unterwegs, ergo verbleiben auch alle Funde dieser "Auftragsarbeit" beim Amt. Das Spritkosten, Versicherungen, etc. übernommen werden, finde ich ok und angebracht.

Daniel

#21
Nachdem hier etwas aufgeräumt wurde,
da doch etliches dabei war,
was nichts mit dieser Umfrage zu tun hat,
hoffe ich,daß es jetzt wieder normal weiter geht!

Gruß Daniel
Spalttabletten, meine Dame, sind bekömmlich und gesund.
Doch verwirrend ist der Name, sie gehören in den Mund.

Rambo

Zitat von: Markus in 16. Juli 2010, 21:22:15
Hallo Jörg!
Für mich hat ein EM ALLE Funde abzuliefern, er ist im "Auftrag" des Amtes unterwegs, ergo verbleiben auch alle Funde dieser "Auftragsarbeit" beim Amt. Das Spritkosten, Versicherungen, etc. übernommen werden, finde ich ok und angebracht.

Genau so sehe ich das auch. Auch ich bin manches Mal für ein Amt unterwegs. ALLES was ich dann finde bekommt das Amt, sofern es Wert darauf legt. Ich arbeite auch hin und wieder auf einer Grabung, auch dort würde es mir auch niemals einfallen auch nur einen Scherben für mich zu behalten, nur weil ich ihn gefunden habe. Es ist für mich eine Ehrensache Funde welche ich im Auftrag eines Amtes mache, beim "Auftraggeber" abzugeben.
Materalistisches Denken gibt es  in so einem Fall nicht.
Gruß Rambo
Willst du der Väter Taten kennen
folge ihrem Erdensein,
lern das Gute zu erkennen
und das Schlechte still verzeihn

Robin Hood

Zitat von: Rambo in 17. Juli 2010, 08:34:06
Genau so sehe ich das auch. Auch ich bin manches Mal für ein Amt unterwegs. ALLES was ich dann finde bekommt das Amt, sofern es Wert darauf legt. Ich arbeite auch hin und wieder auf einer Grabung, auch dort würde es mir auch niemals einfallen auch nur einen Scherben für mich zu behalten, nur weil ich ihn gefunden habe. Es ist für mich eine Ehrensache Funde welche ich im Auftrag eines Amtes mache, beim "Auftraggeber" abzugeben.
Materalistisches Denken gibt es  in so einem Fall nicht.
Gruß Rambo


Stimme ich 100% zu :super: :super: :super: :super:    .....Materalistisches Denken gibt es  in so einem Fall nicht.

In so einem Fall...........

Aber, wenn ich keinen Suchauftrag habe und nicht an einer Grabung des Landes teil nehme, sondern ich mein eigenes Forschungsziel verfolge und dabei auf einen Fund stöße (so wie im Fall vom Michael), dann sieht die Sache anderst aus und das mit Recht (im doppelten Sinn).
Das ist auch der kleine Unterschied, warum die Meinungen hier so auseinander gehen, diesen Unterschied übersehen wohl einige!
LG

Robin

Robin Hood

Zitat von: Rambo in 17. Juli 2010, 08:34:06
Genau so sehe ich das auch. Auch ich bin manches Mal für ein Amt unterwegs. ALLES was ich dann finde bekommt das Amt, sofern es Wert darauf legt.
Materalistisches Denken gibt es  in so einem Fall nicht.
Gruß Rambo


Wie sieht es denn mit Funden aus, wenn du nicht für das Amt sondern für dich unterwegs bist-was währe wenn Du dann einen wertvollen Fund machst, welchem reichen Museums Chef würdest du, nach 20-30 Jahren ansträngenster Suche, DEINEN Fund schenken?
Fragen über fragen.... :kopfkratz:

LG

Robin

Daniel

@Robin
Mal davon abgesehen,daß Du dich anscheinend selbst gerne liest,geht es hier um ehrenamtliche Sucher und nicht um Altenpfleger.
Darum wurde Dein Beitrag entfernt. :zwinker:
Spalttabletten, meine Dame, sind bekömmlich und gesund.
Doch verwirrend ist der Name, sie gehören in den Mund.

Robin Hood

Zitat von: Daniel in 15. Juli 2010, 07:39:45
Aufgrund aktueller Diskussionen bez. des Begriffs "Ehrenamtlicher Mitarbeiter",
würde mich die Ansicht der verschiedenen Gruppierungen der Sucher interessieren.



Das ist doch wohl das Thema,- und wenn ich als Beispiel die ehrenamtliche Tätigkeit in einem Altersheim aufführe, gehört das sehr wohl zum Thema und ist kein Grund diesen Beitrag, so wie es hier nun üblich scheint, mit einer unverschämten persöhnlichen Vermutung versehen, zu streichen.
Wenn ihr Mods nicht wollt, das man sich hier rege beteiligt, dann sagt das doch einfach.
Entschuldigt bitte, das mir das Forum und die Diskusionen hier Spaß machen und das ich mir erlaube, auch das ein oder andere zu einem Thema zu schreiben.

Auch wenn mein gelöschtes Beispiel etwas hingt, zeigt es doch sehr gut die Probleme des Ehrenamtes auf etwas amüsante Weise(wie ich finde), daher bitte ich dich, ihn wieder einzustellen und die Mitglieder entscheiden zu lassen, ob man ihn streichen muss oder nicht.

Ich bin auch gerne bereit eine Entschuldigung von Dir, bezüglich meiner Vorliebe an meinen eigenen Texten anzunehmen.

LG

Robin der Enttäuschte

Rambo

#27
Zitat von: Robin Hood in 17. Juli 2010, 19:54:56
Wie sieht es denn mit Funden aus, wenn du nicht für das Amt sondern für dich unterwegs bist-was währe wenn Du dann einen wertvollen Fund machst, welchem reichen Museums Chef würdest du, nach 20-30 Jahren ansträngenster Suche, DEINEN Fund schenken?
Fragen über fragen.... :kopfkratz:
Sofern das Amt oder das Museum Wert auf das Stück legt JEDERZEIT.
Ich suche nicht um mich zu bereichern sondern am Interesse an der Geschichte. Es ist ohne Interesse wo ein Fundstück liegt. Jeder der meine Archäologievitrine kennt, weiß wie beschieden sie ist nach jahrzehntelangem Suchen  ist.
Ihr schreibt und redet immer von Werten, aber ihr habt offenbar keine Ahnung davon. Wissenschftlich sind die meisten Funde welche man mit einer Sonde macht, ohnehin nahezu wertlos.
Was ist daher ein wertvoller fund ?
Ich habe Scherben die wissenschaftlich gesehen sehr wertvoll sind. Materiell jedoch null Wert haben.
Jeder der in unserem Hobby  materiell denkt, ist am falschen Weg. Ich habe ihn den Jahrzehnten die ich suche noch nie eine Goldmünze gefunden (auf Ausgrabungen natürlich schon aber...) Aber selbst wenn ich bei meinen Streifzügen eine Goldmünze finden würde und ein Museum möchte sie als Belegstück haben hätte ich wenig Probleme diese Goldmünze dem Museum zu überlassen. Übrigens ich schenke keinen Fund einem Museum-Chef sondern einem Museum oder Amt, das ist ein großer Unterschied.
Daher werdet ihr wenn ihr meine Beiträge in den Foren duchlest "fast" keine Wertangaben finden. Es hat sich in der Vergangenhiet für mich nie die Frage gestellt was ist wertvoll und was nicht. Jeder Knopf kann wertvoll sein wenn er Licht ins Dunkel der Geschichte bringt.

Ehrenamtlich kommt übrigens vom EHRENAMT. Es ist eine Ehre ein Amt innezuhaben. Vom Wort Ehrenamt kann man  Verdienst nicht ableiten. Es ist also ein Amt ohne Verdienst ohne Anspruch auf Entschädigung. Die Ehre des des Findens ist in unserem Fall  der eigentliche Verdienst.
Gruß Rambo
Willst du der Väter Taten kennen
folge ihrem Erdensein,
lern das Gute zu erkennen
und das Schlechte still verzeihn

Harkonen

Zitat von: Rambo in 18. Juli 2010, 09:35:07
Ich habe Scherben die wissenschaftlich gesehen sehr wertvoll sind. Materiell jedoch null Wert haben.
Jeder der in unserem Hobby  materiell denkt, ist am falschen Weg. Ich habe ihn den Jahrzehnten die ich suche noch nie eine Goldmünze gefunden (auf Ausgrabungen natürlich schon aber...) Aber selbst wenn ich bei meinen Streifzügen eine Goldmünze finden würde und ein Museum möchte sie als Belegstück haben hätte ich wenig Probleme diese Goldmünze dem Museum zu überlassen. Übrigens ich schenke keinen Fund einem Museum-Chef sondern einem Museum oder Amt, das ist ein großer Unterschied.
Daher werdet ihr wenn ihr meine Beiträge in den Foren duchlest "fast" keine Wertangaben finden. Es hat sich in der Vergangenhiet für mich nie die Frage gestellt was ist wertvoll und was nicht. Jeder Knopf kann wertvoll sein wenn er Licht ins Dunkel der Geschichte bringt.

Ehrenamtlich kommt übrigens vom EHRENAMT. Es ist eine Ehre ein Amt innezuhaben. Vom Wort Ehrenamt kann man  Verdienst nicht ableiten. Es ist also ein Amt ohne Verdienst ohne Anspruch auf Entschädigung. Die Ehre des des Findens ist in unserem Fall  der eigentliche Verdienst.
Gruß Rambo
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Hallo Rambo,
absolute Übereinstimmung,
so muss und sollte es sein.

Ich gebe z.B. Teile meiner Sammlungen an die zuständigen Museen ab, wenn Bedarf ist.(als Dauerleihgabe)Oder wenn z.B. Teile davon für eine Doktorarbeit benötigt werden.
Ein Negativerlebnis hatte ich aber auch wie folgt:
Ich verlieh eine sehr sehr seltene keltische Zierscheibe für eine Doktorarbeit, das Stück wurde schlichtweg unauffindbar verschlampt, ich war stinkesauer. Aber die Zeit heilt Wunden.
Gruß
Harkonen

Jøran-Njål

Hei Rambo,

wirklich sehr schön geschrieben!  :super:

Hilsen

Jøran-Njål
Der Raubgräberterminator meint: Freiheit für legalle Sondengänger und Archäologen. Nieder mit der Deutschen Sondengänger Union! Vertraut ihnen nicht!