Bohrer, Zinken oder kann das weg?

Begonnen von Jondalar, Heute um 14:31:12

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Jondalar

Hallo zusammen,

auf einem leicht geneigten, abschnittsweise sandigen und auf einen kleinen Fluss bezogenen Fundplatz, auf dem sich Artefakte vom Spätpaläolithikum bis zur Bronzezeit nachweisen lassen und von dem ich auch schon Einiges eingestellt habe, stammen diese Stücke, die ich typologisch (sofern sie sich überhaupt zuordnen lassen) nicht so recht 'fassen' kann. Gelegentlich sehe ich in der Literatur (hier im Forum kann ich mich an nichts Derartiges erinnern) Beispiele von Zinken, an die mich zumindest das eine Stück erinnert. Und natürlich könnte für die anderen Funde eine Nutzung als Bohrer in Frage kommen...
Was sagt Ihr?

Länge: 34-61mm
Breite: 22-34mm
Höhe: 5-10mm
Fundort: Landkreis Helmstedt

Viele Grüße

Jondalar
'Das Leben ist einfach, aber wir bestehen darauf, es kompliziert zu machen!'
(Konfuzius)

Nanoflitter

Könnten auch Stichel dabei sein, kann ich aber nicht gut sehen  :glotz: LG

StoneMan

Moin,

zu einigen meiner "zinkenähnlichen" Artefakte wurde im ALSH der Kopf geschüttelt.
Zwar wiesen einige intentionelle Retuschen auf, aber keine Zinken.

Dieser hier ist auch fraglich.

@ Jondalar,

meine "Miststücke" sehen Deinen ähnlich.

Gruß

Jürgen
Was könnte wichtiger sein als das Wissen? fragt der Verstand.
Das Gefühl und mit dem Herzen zu sehen, antwortet die Seele.
Antoine de Saint-Exupéry

thovalo

Moin!

Das sind keine "Zinken" noch sehe ich darunter einen möglichen Stichel.

Bohrer haben idealerweise gegenständig retuschierte Seiten des ausgezogenen Dorns und/oder weise auch einige Ausplatzer auf, die beim Drehen entstanden sein könnten.

Es kann auch so ausgehen wie Jürgen es geschrieben hat.


lG Thomas
Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.

thovalo

Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.

thovalo



Da Zinken der Bearbeitung von Geweih und Knochen gedient hatten, brauchten sie eine Größe, die dieser duckbelastenden Arbeit auch standhalten konnte. Dafür erschienen mir die Formate der vorgestellten Stücke als deutlich zu gering.


lG Thomas  :winke:
Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.