neue mesolithische Fundstücke

Begonnen von Furchenhäschen, 17. Mai 2026, 12:18:45

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Furchenhäschen

Servus miteinander,
die gestrige Begehung bei widrigen Bodenverhältnissen, staubtrocken nachdem es wochenlang nicht mehr richtig regnet erbrachte überraschenderweise dennoch ein paar mesolithische Artefakte.
Das Foto 2455 zeigt die rötlich, braune, glänzende Variante des Oberhausener Kreidequarzit der nahezu ausschließlich im Mesolithikum Verwendung fand. Die Fotos 2461 bis 2463 zeigen die Grau-Weiße Variante des Oberhausener Kreidequarzit der Hauptsächlich im Raum Schrobenhausen/Neuburg/Ingolstadt/Augsburg des Mesolithikums Verwendung fand.
Foto 2452 und 2454 zeigt eine endretuschierte Mikrospitze nach Taute.
Das Foto 2449 bis 2450 zeigt ein stark ungleichschenkeliges Dreieck nach Taute bzw. Typ D022 nach Gehlen.
Das Foto 2464 bis 2466 zeigt einen klingenförmigen Abschlag mit feiner Perlretusche.
Das Artefakt Foto 2456 bis 2460 gibt mir noch Rätsel auf. Die halbrunde Ausformung des Nutzungsbereiches erinnert an einen Kratzer, jedoch ist das Stück bis zum Nutzungsbereich beidseitig bearbeitet und Ventral erfolgte die Bearbeitung quer. Die, ich nenne es mal Schneide ist beilförmig ausgearbeitet, ein merkwürdiges Teil?
Grüße Peter

Furchenhäschen


thovalo

Moin Peter!

Da ich einen Mikrolithen alle paar Jahre auf "meinem" Platz finde, der in diesem Jahr gar nicht berbeitet worden ist und als Wiese glänzt, finde ich zwei Mikrolithen bei schlechten Bedingungen geradezu überwältigend!

Das indifferente Artefakt ist nicht so ganz scharf zu erkennen. Die laterale Perlretusche aber zumindest zu erahnen.

Mit dem stark ungleichschenklingen Dreieck wärst Du im frühen Mesolithikum.


Schön, dass Du trotz widigerer Umstände, dennoch einige Früchte ernten konntest!


lG Thomas  :winke:
Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.

Furchenhäschen

Hallo Thomas,
Du hast vollkommen Recht, diese Sanddüne bzw. Lagerplatz wurde vom Amt in das Frühmesolithikum datiert.
Diese Fundstelle ist mir seit Jahrzehnten bekannt und lieferte bis dato unzählige Artefakte. Die Stelle ist aber trotzdem immer wieder für Überraschungen gut, so auch mit diesem schwer anzusprechenden Stück, Kratzer ja oder nein, eine halbrunde Partie ist auf dem Foto
* K640_DSC03921.jpg gut erkennbar aber die Ausführung lässt trotzdem Zweifel zu. (Siehe nachgelieferte Fotos)
Grüße Peter

Neos

Hallo, Peter,

auch von mir erst einmal herzlichen Glückwunsch deinen Funden, insbesondere zu den beiden Mikrolithen. Wenn ich mal mit viel Glück einen in einem Jahr finde, dann freue ich mich. Aber gleich zwei auf einer Exkursion? Das ist schon echtes, wohlverdientes Finderglück! :super: 

Was deinen "Fragezeichenfund" angeht: Ich verstehe, warum er dir Kopfzerbrechen bereitet, denn mir geht's ebenso. Er hat schon was "Kerniges", finde ich. Du meinst, es könnte eventuell ein Kratzer sein? Könntest du dann vielleicht versuchen, die vermeintliche Arbeitskante zu fotografieren und das Resultat hier anschließend einmal posten?

Aber egal, was es ist: Der gebänderte Flint ist eine echte Augenweide! 

Viele Grüße

Frank

thovalo

Zitat von: Furchenhäschen in 17. Mai 2026, 18:34:11Hallo Thomas,
Du hast vollkommen Recht, diese Sanddüne bzw. Lagerplatz wurde vom Amt in das Frühmesolithikum datiert.
Diese Fundstelle ist mir seit Jahrzehnten bekannt und lieferte bis dato unzählige Artefakte. Die Stelle ist aber trotzdem immer wieder für Überraschungen gut, so auch mit diesem schwer anzusprechenden Stück, Kratzer ja oder nein, eine halbrunde Partie ist auf dem Foto
* K640_DSC03921.jpg gut erkennbar aber die Ausführung lässt trotzdem Zweifel zu. (Siehe nachgelieferte Fotos)
Grüße Peter

Es gibt immer wieder mal kernartige Stücke oder Abschläge wo die Frage ob als Kratzer zugerichtet oder zumindest genutzt oder doch nicht in der Waage bleibt.


lG Thomas
Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.