Kaminplatte

Begonnen von archfraser, 19. April 2026, 18:46:32

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archfraser

Hi

Ich habe neulich einige Kaminplatten erstanden. Nicht dass ich diese sammeln würde, sondern ich habe sie vor dem Schrotthändler gerettet.
Diese hier (um 1600) finde ich zwar in verschiedenen Fachbüchern, jedoch nicht mit diesem Emblem in der Mitte.
Vielleicht kann mir jemand Informationen dazu geben?

archfraser
,,Es mag sein, dass wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch uns selbst."

Michel de Montaigne

archfraser

Hi

Es scheint sich wohl um das Monogramm "Ave Maria" zu handeln.
Was jedoch das "S" über und unter dem Symbol bedeutet, ist mir immer noch ein Rätsel.
Auch eine identische Platte im weltweiten Netz zu finden, war mir leider nicht möglich.

archfraser
,,Es mag sein, dass wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch uns selbst."

Michel de Montaigne

archfraser

Hi

Hab ich dieses Thema ins falsche Tread eingestellt oder gibt es hier tatsächlich keine "Sucher", die sich mit gusseisernen Taken-, Kamin-, und Ofenplatten jemals auseinandergesetzt haben?
Oder handelt es sich hier um ein derart seltenes Exemplar oder vielleicht einem individuellen Guss den es so noch nicht gab?
Eventuell auch ein späterer Guss mit neu interpretiertem Mittelteil-Element?

archfraser
,,Es mag sein, dass wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch uns selbst."

Michel de Montaigne

stratocaster

Schreib doch am besten mal Gratian an wegen "Ave Maria"  :winke:
Das Sucherforum dankt all denen,
die zum Thema nichts beitragen konnten
und dennoch geschwiegen haben !

thovalo

#4
Zitat von: archfraser in Heute um 10:07:44Hi

Hab ich dieses Thema ins falsche Tread eingestellt oder gibt es hier tatsächlich keine "Sucher", die sich mit gusseisernen Taken-, Kamin-, und Ofenplatten jemals auseinandergesetzt haben?
Oder handelt es sich hier um ein derart seltenes Exemplar oder vielleicht einem individuellen Guss den es so noch nicht gab?
Eventuell auch ein späterer Guss mit neu interpretiertem Mittelteil-Element?

archfraser

Die "Mode" dieser Gußeisenplatten ist vorbei. Sie wurden, meiner Erinnerung nach, noch in den 70er Jahren in großen Stückzahlen nachgegossen, weil es schick gewesen ist, sich solche "alten" Platten in die Gartenmauer, den Partykeller oder in die Wohnung einzubauen.

Das waren in ihren frühen Entstehungszeit ursprünglich reine Funktionsstücke. Dein eingestelltes Fundstück sieht nicht danach aus als wäre es tatsächlich in Gebrauch gewesen. Was darauf steht, sagt nichts zum wirklichen Alter. Im Historismus war das noch einen Standardproduktion, um sich ein Stück gute alte Zeit am wärmeden Kamin "zurückzuholen".

Das Buch, dass ich zum Thema hatte, ist wohl gleichfalls bereits den Weg des Vergängichen gegangen.

Solche Platten sieht man am ehesten noch in Freilichtmuseen oder in im 19. Jh. wieder aufgebauten Burganlagen, als historisierende Versatzstücke.

Ich denke, dass es einen Spezialisten braucht, um Dein Stück endgültig einzuordnen. Dass es sich um ein, dem Datum entsprechend, authentisches Stück handelt, finde ich fraglich.


lG Thomas  :winke: 

Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.

archfraser

Vielen Dank Stratocaster und Thomas!

@Thomas
Was du schreibst ist alles vollkommen richtig.
Meine war jedoch ganz sicher in Gebrauch. Ein sehr grosser und breiter Riss ging von links nach rechts durch fast die ganze Platte. Diesen habe ich mit 2-Komponentenknete ausgebessert. Danach die ganze Platte renoviert.
Ich gehe bei dieser tatsächlich auch davon aus, dass sie nachgegossen wurde. Wann? Sehr schwer zu sagen. Eigentlich ist der einzige Hinweis auf eine wirklich alte Platte nur ser Zustand, oder besser gesagt, die Grobheit der Hinterseite, da später ein viel feinerer Sand für den Gussabdruck gebraucht wurde.

archfraser

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Michel de Montaigne