Siegel vergoldet

Begonnen von Plattfuß 1, 25. November 2006, 19:44:25

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Merowech

Könnte sich aber auch um eine Abreicherungsvergoldung handeln.
Dieses auch unter der Bezeichnung 'Gelbsieden' bekannte und auch heute von Goldschmieden noch gerne verwendete Verfahren ist keine Vergoldung im eigentlichen Sinn (also eine 'Hinzufügung' von Gold), sondern die Abreicherung anderer Metalle aus den Oberflächen goldhaltiger Legierungen, beispielsweise durch Säuren. Die verbleibende poröse Oberfläche aus Feingold (oder einer mit Gold angereicherten Legierung) kann durch Tempern und Schmieden in eine homogene Goldplattierung umgewandelt werden. Unterstützt wird das Verfahren, indem man zuvor durch thermische Prozesse eine teilweile Entmischung der Legierung und damit eine Anreicherung von Gold an der Oberfläche des Werkstücks erzielt. Dieses Verfahren war möglicherweise schon vor über 2.000 Jahren im Mittleren Osten bekannt.

Ich denke das es grundsätzlich möglich ist ein Stück aus Blei einer Feuervergoldung zu unterziehen.
Ich werde es aber keinesfalls ausprobieren  :nono: Hochgiftig !
Grüße    MICHA   Und nutze den Tag - na ja ? - die Nacht auch !  :zwinker:

IVVECVO

#31
Zitat von: Merowech in 08. Juli 2007, 14:37:22
Könnte sich aber auch um eine Abreicherungsvergoldung handeln.
Dieses auch unter der Bezeichnung 'Gelbsieden' bekannte und auch heute von Goldschmieden noch gerne verwendete Verfahren ist keine Vergoldung im eigentlichen Sinn (also eine 'Hinzufügung' von Gold), sondern die Abreicherung anderer Metalle aus den Oberflächen goldhaltiger Legierungen, beispielsweise durch Säuren. Die verbleibende poröse Oberfläche aus Feingold (oder einer mit Gold angereicherten Legierung) kann durch Tempern und Schmieden in eine homogene Goldplattierung umgewandelt werden. Unterstützt wird das Verfahren, indem man zuvor durch thermische Prozesse eine teilweile Entmischung der Legierung und damit eine Anreicherung von Gold an der Oberfläche des Werkstücks erzielt. Dieses Verfahren war möglicherweise schon vor über 2.000 Jahren im Mittleren Osten bekannt.

Ich denke das es grundsätzlich möglich ist ein Stück aus Blei einer Feuervergoldung zu unterziehen.
Ich werde es aber keinesfalls ausprobieren  :nono: Hochgiftig !

..........he Mero - hast nicht doch Lust den Vorgang der Bleifeuervergoldung mal dokumentarisch

festzuhalten ? Ich stifte auch die Plombe dafür .   :winke:

Gestern war zufällig ein Goldschmied aus Deiner Gegend da - der meinte auch es wäre machbar .

Ausprobiert hat er es aber auch nicht . Da muss ich meine Meinung wohl oder übel begraben .

Na , vielleicht buddelt sie ja ein Sondler wieder aus .  :narr: :winke:

                     Gruss  Juv

Merowech

Zitat von: IVVECVO in 09. Juli 2007, 10:42:27
Zitat von: Merowech in 08. Juli 2007, 14:37:22
Könnte sich aber auch um eine Abreicherungsvergoldung handeln.
Dieses auch unter der Bezeichnung 'Gelbsieden' bekannte und auch heute von Goldschmieden noch gerne verwendete Verfahren ist keine Vergoldung im eigentlichen Sinn (also eine 'Hinzufügung' von Gold), sondern die Abreicherung anderer Metalle aus den Oberflächen goldhaltiger Legierungen, beispielsweise durch Säuren. Die verbleibende poröse Oberfläche aus Feingold (oder einer mit Gold angereicherten Legierung) kann durch Tempern und Schmieden in eine homogene Goldplattierung umgewandelt werden. Unterstützt wird das Verfahren, indem man zuvor durch thermische Prozesse eine teilweile Entmischung der Legierung und damit eine Anreicherung von Gold an der Oberfläche des Werkstücks erzielt. Dieses Verfahren war möglicherweise schon vor über 2.000 Jahren im Mittleren Osten bekannt.

Ich denke das es grundsätzlich möglich ist ein Stück aus Blei einer Feuervergoldung zu unterziehen.
Ich werde es aber keinesfalls ausprobieren  :nono: Hochgiftig !

..........he Mero - hast nicht doch Lust den Vorgang der Bleifeuervergoldung mal dokumentarisch

festzuhalten ? Ich stifte auch die Plombe dafür . 


Hallo Juv,
ich werde das keinesfalls ausprobieren ........habe keine Lust mich zu vergiften.  :zwinker:
Grüße    MICHA   Und nutze den Tag - na ja ? - die Nacht auch !  :zwinker:

IVVECVO

Zitat von: Merowech in 09. Juli 2007, 11:06:16
Zitat von: IVVECVO in 09. Juli 2007, 10:42:27
Zitat von: Merowech in 08. Juli 2007, 14:37:22
Könnte sich aber auch um eine Abreicherungsvergoldung handeln.
Dieses auch unter der Bezeichnung 'Gelbsieden' bekannte und auch heute von Goldschmieden noch gerne verwendete Verfahren ist keine Vergoldung im eigentlichen Sinn (also eine 'Hinzufügung' von Gold), sondern die Abreicherung anderer Metalle aus den Oberflächen goldhaltiger Legierungen, beispielsweise durch Säuren. Die verbleibende poröse Oberfläche aus Feingold (oder einer mit Gold angereicherten Legierung) kann durch Tempern und Schmieden in eine homogene Goldplattierung umgewandelt werden. Unterstützt wird das Verfahren, indem man zuvor durch thermische Prozesse eine teilweile Entmischung der Legierung und damit eine Anreicherung von Gold an der Oberfläche des Werkstücks erzielt. Dieses Verfahren war möglicherweise schon vor über 2.000 Jahren im Mittleren Osten bekannt.

Ich denke das es grundsätzlich möglich ist ein Stück aus Blei einer Feuervergoldung zu unterziehen.
Ich werde es aber keinesfalls ausprobieren  :nono: Hochgiftig !

..........he Mero - hast nicht doch Lust den Vorgang der Bleifeuervergoldung mal dokumentarisch

festzuhalten ? Ich stifte auch die Plombe dafür . 


Hallo Juv,
ich werde das keinesfalls ausprobieren ........habe keine Lust mich zu vergiften.  :zwinker:

...........also gut , ein Forumsopfer können wir auch nicht gebrauchen . :engel:

Merowech

Zitat von: IVVECVO in 09. Juli 2007, 11:12:14
Zitat von: Merowech in 09. Juli 2007, 11:06:16
Zitat von: IVVECVO in 09. Juli 2007, 10:42:27
Zitat von: Merowech in 08. Juli 2007, 14:37:22
Könnte sich aber auch um eine Abreicherungsvergoldung handeln.
Dieses auch unter der Bezeichnung 'Gelbsieden' bekannte und auch heute von Goldschmieden noch gerne verwendete Verfahren ist keine Vergoldung im eigentlichen Sinn (also eine 'Hinzufügung' von Gold), sondern die Abreicherung anderer Metalle aus den Oberflächen goldhaltiger Legierungen, beispielsweise durch Säuren. Die verbleibende poröse Oberfläche aus Feingold (oder einer mit Gold angereicherten Legierung) kann durch Tempern und Schmieden in eine homogene Goldplattierung umgewandelt werden. Unterstützt wird das Verfahren, indem man zuvor durch thermische Prozesse eine teilweile Entmischung der Legierung und damit eine Anreicherung von Gold an der Oberfläche des Werkstücks erzielt. Dieses Verfahren war möglicherweise schon vor über 2.000 Jahren im Mittleren Osten bekannt.

Ich denke das es grundsätzlich möglich ist ein Stück aus Blei einer Feuervergoldung zu unterziehen.
Ich werde es aber keinesfalls ausprobieren  :nono: Hochgiftig !

..........he Mero - hast nicht doch Lust den Vorgang der Bleifeuervergoldung mal dokumentarisch

festzuhalten ? Ich stifte auch die Plombe dafür . 


Hallo Juv,
ich werde das keinesfalls ausprobieren ........habe keine Lust mich zu vergiften.  :zwinker:

...........also gut , ein Forumsopfer können wir auch nicht gebrauchen . :engel:

Bei aller Liebe zum Forum.........wirklich nicht !  :nono:  :zwinker:
Grüße    MICHA   Und nutze den Tag - na ja ? - die Nacht auch !  :zwinker:

Ruebezahl

Danke für euer Interesse an dem Thema  :zwinker: :winke:
Ganz einfach scheint das Vergolden einer Bleiplombe nicht gewesen zu sein.
Trotzdem hat man den Aufwand damals getrieben, um einen Marktvorteil zu bekommen.
Grüße aus Ostfalen
Ruebezahl

"Große Erfolge sind weniger spürbar als persönliche Vorteile"
Napoleon Buonaparte

fafnir

Zitat von: clemens in 03. Juli 2007, 13:28:03
Ich stolperte soeben über eine sehr ähnliche Abbildung - zwar eine griechische Münze, aber schau Dir das mal an, frappierend:

http://www.smb.museum/ikmk/object.php?objectNR=10

Cista mystica aus der eine Schlange hervortritt

Gut Fund Clemens

Danke für den Link!

Bavaria Mike

Ich hab was gelearnt!  MFG, Mike

Plattfuß 1

Hallo,

ich habe gerade die Beiträge zu diesem Thema (kein Siegel, sondern Bleiplombe) nochmal gelesen und festgestellt, dass ich mich zum Schluß für das rege Interesse nicht bedankt habe. Das möchte ich hiermit nachholen.
Es wurde viel über das Vergolden geschrieben, -- aber auch " Über die Herkunft der Plombe sind wir leider noch kein Stück weiter". Stimmt dieser Satz noch? (Er stammt nicht von mir.)
 
Freundliche Grüße

Plattfuß 1


Peperoni

Hallo. Ich habe auch schon etwas Goldfarbe an einer mittelalterlichen Plombe festgestellt. Ist also gar nicht sooo selten. LG

Merowech

Zitat von: Plattfuß 1 in 18. Februar 2014, 19:22:11
Hallo,

ich habe gerade die Beiträge zu diesem Thema (kein Siegel, sondern Bleiplombe) nochmal gelesen und festgestellt, dass ich mich zum Schluß für das rege Interesse nicht bedankt habe. Das möchte ich hiermit nachholen.
Es wurde viel über das Vergolden geschrieben, -- aber auch " Über die Herkunft der Plombe sind wir leider noch kein Stück weiter". Stimmt dieser Satz noch? (Er stammt nicht von mir.)
 
Freundliche Grüße

Plattfuß 1



Aber gerne doch...... immerhin nach 8 Jahren bedankt - das ist doch was.  :zwinker: Passt schon !

Der Satz stimmt noch  "Über die Herkunft der Plombe sind wir leider noch kein Stück weiter"  :nixweiss:
Grüße    MICHA   Und nutze den Tag - na ja ? - die Nacht auch !  :zwinker: