Ein 'schneller' Ammonit

Begonnen von Jondalar, 08. April 2026, 17:48:25

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Jondalar

Hallo zusammen,

bei der Durchsicht meiner 'Halde' unpräparierter Stücke fiel mir dieser Ammonit in die Hände. Die Aussicht, dass es nicht ewig dauern würde, ließ mich mit der Präparation beginnen. Foto 1 zeigt die Ausgangslage nach Klebung dreier Bruchstücke. Foto 2 die Situation nach einer halben Stunde. Es ist nun klar, dass auch die Innenwindungen erhalten sind. Foto 3 das fertige Stück. Nun ja... 2 Stunden hat es alles in allem auch gedauert...

Homoeoplanulites sp.
120 mm max. Durchmesser
Dogger, unteres Callovium, Koenigi-Zone
Wolfsburg

Werkzeuge:
Graviergerät
Skalpell
Nadel
Proxxon
Steinpflegemittel

Viele Grüße

Jondalar
'Das Leben ist einfach, aber wir bestehen darauf, es kompliziert zu machen!'
(Konfuzius)

Shard

Servus,

tolle Arbeit! Darf ich fragen wie du vorgegangen bist?

Gruß Shard

Jondalar

Hallo Shard,

der Ammonit ist Teil einer Geode aus einer mergeligen Schicht. Da diese oberflächennah gefunden wurde, war sie angewittert und ermöglichte die zügige Präparation, da sich das noch anhaftende Gestein mittels Sticheln mit dem Graviergerät gut vom Ammoniten lösen ließ. Die verbliebenen Gesteinsreste habe ich dann mittels Skalpell und Nadel entfernt. Mit einem Bürsteneinsatz in der Proxxon konnte dann noch das Phragmokon (die Innenwindung) aus Kalzit gesäubert werden. Ein abschließendes Steinpflegemittel verleiht dem Ammoniten 'Prägnanz' und hebt ihn vom umgebenen Gestein ab.

Ob die aufwendigere Präparation von der Rückseite zu einem besseren Resultat, vor allem im Wohnkammerbereich, geführt hätte, bleibt Spekulation. Oberflächenfernere Funde die nicht so angewittert sind, beinhalten jedenfalls Ammoniten in Schalenerhaltung. Die Präparation dauert dann aber deutlich länger...
Viele Grüße

Jondalar
'Das Leben ist einfach, aber wir bestehen darauf, es kompliziert zu machen!'
(Konfuzius)

Shard

Vielen Dank für die Erläuterung!

Gruß Shard