Stein mit Wappen?

Begonnen von Steini, 04. November 2026, 13:11:30

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Steini

Hallo zusammen,

wie ich bereits in der Vorstellung geschrieben habe, bräuchte ich etwas Hilfe bei der Einschätzung eines Fundes. Es scheint ein Bruchstück einer Säule oder Skulptur zu sein. Das Material ist Sandstein oder Gussstein, es ist außen scheinbar beschichtet, auf jeden Fall sehr glatt. Es zeigt vermutlich ein Wappen mit Straußenfedern und oben sind noch die Zehen eines Greifvogels zu erkennen. Oben und unten hat es eine Bruchkante.

1) Kann man das Material eingrenzen? Die runden Steinchen sprechen eher für natürlichen Sandstein als für einen Gussstein, oder?

2) Kennt jemand das Wappen? Es ist aus dem süddeutschen Raum. In einem Wappenbuch habe ich nichts ähnliches gefunden.

3) Ist es etwas interessantes, oder eher von der Kategorie Bauschutt von einem neuzeitlichen Kitschobjekt wie einer Vogeltränke etc.?

Vielen Dank schon mal im Voraus,
Andi


Nanoflitter

Würde von Beton ausgehen. LG

Steini

Danke, ja, die glatte Oberfläche lässt mich das auch vermuten. Dann ist es wohl die Kategorie "Bauschutt"  :-D

Ich habe dennoch mal das Wappen künstlerisch nachvollziehen lassen, aber gefunden habe ich dazu bisher nichts.

Vielen Dank!
Andi

Fabulas

Zitat von: Steini in 04. November 2026, 15:03:07Danke, ja, die glatte Oberfläche lässt mich das auch vermuten. Dann ist es wohl die Kategorie "Bauschutt"  :-D

Ich habe dennoch mal das Wappen künstlerisch nachvollziehen lassen, aber gefunden habe ich dazu bisher nichts.

Vielen Dank!
Andi

Es ist trotzdem interessant. Denn nur so zum Spaß hat das bestimmt keiner gemacht. Wenn man den Federhelm bzw. das KI-generierte Bild wiederum an die KI füttert, kommen zeitliche Hinweise, die sich auf die Merkmale des Helms (Federhelm) etc. beziehen. Ob die mit der Verwendung von Beton übereinstimmen, weiß ich leider nicht.  :nixweiss: Ich finde es weiterhin spannend.  :super:
Viele Grüße
Anita

Shard

#4
Servus,

die KI hat mir folgendes ausgespuckt:

• Serienmäßige Dekoration: Im 19. und frühen 20. Jahrhundert (Historismus/Gründerzeit) war es extrem populär, Alltagsgegenstände wie Ofenplatten, Pflanzkübel, Torpfosten oder Wandreliefs mit ,,pseudo-heraldischen" Motiven zu verzieren. Man goss oder meißelte Fantasiewappen, die alt und ritterlich wirken sollten, um bürgerlichen Häusern einen edlen Touch zu verleihen.

Das klingt für mich plausibel und würde gut zu dem Beton passen. Trotzdem ein schönes Stück, das ich auf jeden Fall aufheben würde.

Gruß Shard

Edit: hier noch die Quelle der KI
• Literatur-Quelle: Ein Standardwerk zu dieser Epoche ist ,,Historismus. Kunsthandwerk und Industrie im 19. Jahrhundert" (z. B. aus den Katalogen des Nationalmuseums). Es beschreibt genau, wie ritterliche und heraldische Motive auf Alltagsgegenstände übertragen wurden.


Steini

Vielen Dank für die Antworten! Ich habe auch noch eine Quelle zu den Anfängen des Kunststeins gefunden:

ZitatAusgangspunkt der Herstellung von »Cementwaren« war die Erfindung des »Romancements« durch James Parker aus Northfleet (Kent) und der Gründung der Zementfabrik Parker & Co. 1796 in London. Mit der Herstellung von »Portland Cement« durch Joseph Aspdin 1824 war der Grundstein gelegt für eine gleichmäßige Zusammensetzung. Vermischt mit Sand, ließen sich aus diesem Material auf der Grundlage von Gussformen die unterschiedlichsten Dekorationen herstellen. Der zementgebundene Kunststein eignete sich zu Gartenplastiken und Brunnen ebenso wie für Fußbodenplatten oder Dachpfannen.
Dirk Bühler: Museum aus gegossenem Stein - Betonbaugeschichte im Deutschen Museum
https://www.deutsches-museum.de/assets/Verlag/Download/Studies/Studies-1-download.pdf

Viele Grüße,
Andi