Um den Beitrag nicht durch Diskussionen zu "verwässern" habe ich euch hier die Möglichkeit gegeben sich dazu zu äußern.
Danke für das Verständnis.
Hier geht es direkt zur Umfrage. (http://surveygoldcloud.com/s/70026159A5B546DD/31.htm)
und hier zum Beitrag von Prof. R. Karl (http://www.sucherforum.de/index.php/topic,65958.0.html)
Gruß
mc.leahcim
Edit: ich habe die links zum Beitrag und direkt zur Umfrage hinzugefügt.
Vielen Dank, auch für das Schließen und anpinnen des Umfrage-Threads selbst!
Und um die Frage im abschließenden Post im Umfrage-Thred zu beantworten: je, ich beabsichtige natürlich, die Ergebnisse der Umfrage auf den gleichen Wegen, über die ich die Umfrage selbst verbreitet habe, bekannt zu machen; also selbstverständlich auch hier in diesem Forum nach Auswertung der Umfrage die Ergebnisse einzustellen.
Ray
So, habe meine Frage hier hin verschoben und ein wenig ausformuliert. Den ersten Punkt, da schon geändert, habe ich gelöscht:
:winke:
...
Darüber hinaus gibt es sicherlich eine große Personengruppe, die nicht ehrenamtlich unterwegs ist, trotzdem eine Nachforschungsgenehmigung besitzt und ihre Funde meldet. Diese ist bei "Angaben zur Person", "Ich bin" nicht gelistet. Ich für meinen Teil würde mich nämlich in diese Gruppe zählen. Ich erhalte jedes Jahr eine Erlaubnis nach §13 Denkmalschutzgesetzt NRW, bin halbjährlich bei meinem Archäologen, gebe meine spärlichen Fundstücke mit Dokumentation ab und erhalte sie bei meinem nächsten Treffen normalerweise wieder zurück. Trotzdem bin ich kein Ehrenamtlicher, der all seine Funde abgibt und sie auch nicht zurückhaben möchte. Zur Not könnte ich mich unter "Ehrenamtliche" gruppieren, das wäre allerdings ein wenig unscharf formuliert.
mfg
Master Jeffrey
Hallo raykarl
Zitat von: raykarl in 27. Februar 2015, 11:47:39
Ja, ich beabsichtige natürlich, die Ergebnisse der Umfrage auf den gleichen Wegen, über die ich die Umfrage selbst verbreitet habe, bekannt zu machen; also selbstverständlich auch hier in diesem Forum nach Auswertung der Umfrage die Ergebnisse einzustellen. Ray
Ich hab es befürchtet. :narr:
Nein, es war mir klar wie Klößbrühe das wir erfahren was dabei herauskommt, aber hab das geschrieben damit nicht direkt die ersten mosern das sie das Ergebnis erfahren wollen und das sie nicht mitmachen wenn sie das Ergebnis nicht erfahren und so weiter. Das wäre eine fruchtlose Diskussion geworden.
Gruß
mc.leahcim
Hi,
Zitat von: master-jeffrey in 27. Februar 2015, 12:00:52
Darüber hinaus gibt es sicherlich eine große Personengruppe, die nicht ehrenamtlich unterwegs ist, trotzdem eine Nachforschungsgenehmigung besitzt und ihre Funde meldet. Diese ist bei "Angaben zur Person", "Ich bin" nicht gelistet. Ich für meinen Teil würde mich nämlich in diese Gruppe zählen. Ich erhalte jedes Jahr eine Erlaubnis nach §13 Denkmalschutzgesetzt NRW, bin halbjährlich bei meinem Archäologen, gebe meine spärlichen Fundstücke mit Dokumentation ab und erhalte sie bei meinem nächsten Treffen normalerweise wieder zurück. Trotzdem bin ich kein Ehrenamtlicher, der all seine Funde abgibt und sie auch nicht zurückhaben möchte. Zur Not könnte ich mich unter "Ehrenamtliche" gruppieren, das wäre allerdings ein wenig unscharf formuliert.
Ja bitte, in dem Fall unter "Ehrenamtliche" gruppieren. Ich weiß dass das ein wenig unscharf ist, aber ich wollte die Sache nicht überdetailliert anlegen, weil die Ergebnisse dann schwerer auszuwerten sind - hat man zu viele Untergruppen in solchen Fragepunkten, dann sind die jeweiligen Samples pro Gruppe oft zu klein, als dass man aus ihnen sinnvolle Ergebnisse ableiten könnte. Deshalb habe ich "Ehrenamtliche" und "Metallsucher mit NFG" einfach in eine Gruppe zusammengefasst.
Liebe Grüße,
Ray
Hallo raykarl,
mich würde interessieren in wie vielen Foren diese Umfrage ermöglicht wird? Ich bin nur in 3 Foren präsent und das in sehr unterschiedlicher Intensität. Ein weiteres Forum beobachte ich als Gast und werde mich hüten dort User zu werden. Was ich damit sagen will ist das es aus meiner Sicht echt Sammelbecken / Foren gibt in denen sich User mit zum Teil grundverschiedenen Ansichten früher oder später sammeln.
Andersdenkende werden vergrault bis vertrieben und so entsteht ein Pool von gleichgeschalteten. Hier wäre es interessant ob sich das auch an den Ergebnissen zeigt. Hier müsste dann nach Foren ausgewertet werden und ein Gesamtergebnis aller Foren ermittelt werden. Das wird aber die Abfrage-Software nicht hergeben denn es soll ja anonym bleiben.
Sind nur Gedankengänge die mich aus reinem Interesse umtreiben. Hier würden mich die Ergebnissen nicht mal interessieren, denn es würde auf gutes Forum, schlechtes Forum hinauslaufen und das will ich gar nicht wissen. Es wäre aber für die Fragestellung interessant ob es da erkennbare Unterschiede gibt.
Gruß
mc.leahcim
:-D
Absatz 1 hebelt Absatz 3 ein wenig aus, oder? :-D
Wir wissen doch, was wie einzuordnen ist ... :engel:
Ich hab soeben auch teilgenommen - und allen Ernstes noch nichtmal bei mir nachgeschaut ... :schaem:
Gruß
Jörg
Hallo Jörg,
ich habe das auch so durchgeklickt und war mir sicher meinen Meinung abgebildet zu haben.
Was meinst du mit
Zitat von: Sorgnix in 27. Februar 2015, 15:01:49
Absatz 1 hebelt Absatz 3 ein wenig aus, oder? :-D
Wir wissen doch, was wie einzuordnen ist ... :engel:
Gruß Jörg
Ich weiß jetzt nicht mehr was da wann wie gefragt wurde. :schaem:
Ich glaube das die Fragen bewusst ein wenig sugesstiv gestellt sind und man das Gefühl hat wenn du da sagst stimmt dann kannst du da nur sagen stimmt nicht, aber gerade hier kann man glaube ich einiges erkennen wenn da Leute aus einem Automatismus heraus dieses oder jenes anhaken. Solche Sachen sollen ja auch eigentlich möglichst schnell aus dem Bauch beantwortet werden um ev. Ergebnisse nicht bewusst zu überdenken und unter Umstände zu beeinflussen und sich dabei selber zu betrügen. Ich kennen das von diversen Psychotests die ich mal im Rahmen einer Depression ausfüllen durfte. :heul:
Naja jetzt nicht mitweinen, es geht mir wieder viel besser. :smoke: War auch nicht in der geschlossenen Abteilung :narr: sondern ambulant mit ner netten Psychotherapeutin.
Am Ende der Stunden quasi bei der Entlassung habe ich bewusst nachgefragt warum da was, wie gefragt wird und wie es bewertet wird. Da gibt es schon einige Kniffe um so was zu bewerten.
Gruß
mc.leahcim
Übrigens, wer zu faul ist um die lesenswerten Veröffentlichungen von R. Karl alle zu lesen sollte auf jeden Fall das (https://www.academia.edu/8074375/Unseres_Deins_Meins_Wem_geh%C3%B6ren_arch%C3%A4ologische_Kulturg%C3%BCter_Arch%C3%A4ologische_Informationen_36_2013_139-52) gelesen haben. Ein muss für jeden der sich bückt um Geschichte aufzuklauben.
Gruß
mc.leahcim
Für die User die die eigentliche Umfrage nicht gefunden haben hier noch der Link. (http://www.sucherforum.de/index.php/topic,65958.0.html) Ich hab halt nur gesehen das hier 143 mal gelesen wurde während der eigentliche Beitrag nur 101 mal geöffnet wurde.
:friede: Gruß
mc.leahcim
Hi
Denke das liegt am "Schloss".
Geschlossene Beiträge werden oft nicht gelesen.
Gruß CR
Zitat von: mc.leahcim in 27. Februar 2015, 18:55:16
Ich hab halt nur gesehen das hier 143 mal gelesen wurde während der eigentliche Beitrag nur 101 mal geöffnet wurde.
Kann aber auch sein,dass diejenigen schon in einem anderen Forum abgestimmt haben.
Ändert ja letztendlich nichts am Endergebnis.
Zitat von: Daniel in 27. Februar 2015, 21:41:07
Kann aber auch sein,dass diejenigen schon in einem anderen Forum abgestimmt haben.
Ändert ja letztendlich nichts am Endergebnis.
Da hast du recht Daniel. Ich möchte nur das so viel wie möglich sich beteiligen. :-D
Gruß
mc.leahcim
Zitat von: mc.leahcim in 27. Februar 2015, 15:24:17
Hallo Jörg,
ich habe das auch so durchgeklickt und war mir sicher meinen Meinung abgebildet zu haben.
Was meinst du mit
:-D
Sorry, hast Du mißverstanden.
Es ging nicht um des Umfragers Post - es ging um DEINS :Danke2:
=>
Zitat von: mc.leahcim in 27. Februar 2015, 14:56:38
1. Absatz
Ich bin nur in 3 Foren präsent und das in sehr unterschiedlicher Intensität. Ein weiteres Forum beobachte ich als Gast und werde mich hüten dort User zu werden.
3. Absatz
Hier würden mich die Ergebnissen nicht mal interessieren, denn es würde auf gutes Forum, schlechtes Forum hinauslaufen und das will ich gar nicht wissen. Es wäre aber für die Fragestellung interessant ob es da erkennbare Unterschiede gibt.
Dafür galt meine Anwort :-)
Aber das allerschlimmste heut:
Der Prof. kennt DIE Seite zum Thema nicht ... :nixweiss:
Ich bin so enttäuscht ... :heul: :-)
Darf ich Werbung machen?
Liest jemand meine Prozeßberichte??
... bevor er auf die "Infos" von .org vertrauen muß ... :engel:
Gruß
Jörg
Hallo Jörg,
es widerspricht sich für mich nicht weil ich das Ergebnis der einzelnen Foren nicht wissen will sondern nur das Endergebnis. Für ihn könnte es aber interessant sein Ergebnisse nach den einzelnen Foren aufzudröseln. Da könnte sich, nach meiner Theorie herauskristallisieren das sich tatsächlich, beweisbar, verschiedene Ideologien wie Magnete anziehen oder abstoßen. Das Endergebnis wäre ein Durchschnitt der nicht der Wirklichkeit entspricht, sondern das es Konglomerate gibt in mehrere Richtungen.
Daher käme auch mehr oder weniger der "Streit" unter den Foren und unter den Usern.
Also Werbung will ich hier nicht machen, aber ich weiß das deine Prozessberichte gelesen werden. Man könnte jetzt hier diverse Foren auf zählen aber da sehe ich nicht soviel Sinn drin. Schreib ihm eine PM mit den Links die du ihm "unterjubeln" möchtest. :-D
Je mehr Foren er beteiligt um so besser. :winke:
Gruß
mc.leahcim
;)
Wie schon gesagt, Du brauchst dafür keine Umfrage oder Gutachten, um zu erkennen, welcher Typus Sucher sich hier oder da oder anderswo sammelt ...
Es gibt dabei natürlich auch "Ausreißer" - wie auch fließende Übergänge
Dafür braucht man in keinem Forum lange lesen, um die Tendenzen zu erkennen.
und "ihm" wollte ich nichts "unterjubeln", ich brauch den Award der Berücksichtigung nicht ;)
Meinte eher Euch hier mit dem mitlesen ;)
Danke!!
Gruß
jörg
Zitat von: mc.leahcim in 27. Februar 2015, 14:56:38
mich würde interessieren in wie vielen Foren diese Umfrage ermöglicht wird? Ich bin nur in 3 Foren präsent und das in sehr unterschiedlicher Intensität. Ein weiteres Forum beobachte ich als Gast und werde mich hüten dort User zu werden. Was ich damit sagen will ist das es aus meiner Sicht echt Sammelbecken / Foren gibt in denen sich User mit zum Teil grundverschiedenen Ansichten früher oder später sammeln.
Andersdenkende werden vergrault bis vertrieben und so entsteht ein Pool von gleichgeschalteten. Hier wäre es interessant ob sich das auch an den Ergebnissen zeigt. Hier müsste dann nach Foren ausgewertet werden und ein Gesamtergebnis aller Foren ermittelt werden. Das wird aber die Abfrage-Software nicht hergeben denn es soll ja anonym bleiben.
Sind nur Gedankengänge die mich aus reinem Interesse umtreiben. Hier würden mich die Ergebnissen nicht mal interessieren, denn es würde auf gutes Forum, schlechtes Forum hinauslaufen und das will ich gar nicht wissen. Es wäre aber für die Fragestellung interessant ob es da erkennbare Unterschiede gibt.
Es sind 5 Metallsucherforen, das österreichische Archäologieforum und einige Facebook-Verbindungen, über die ich die Umfrage verteilt habe. Mehr geht nicht - wobei ich aber keine Einwände dagegen habe wenn jemand den Link zu meiner Umfrage seinerseits unter Bekannten, Freunden, Verwandten und auch auf anderen Foren oder per Facebook weiter verbreiten will.
Und ich verstehe, dass eine "gruppenspezifische" Auswertung z.B. nach Foren sicher auch nicht uninteressant wäre, aber das ist erstens jetzt auf gar keinen Fall mehr möglich (weil dazu hätte ich die Umfrage anders aufsetzen müssen, und dann geht es nicht automatisch sondern nur über eine Frage) und zweitens ist es für mich auch im konkreten Fall nicht wichtig gewesen. Ziel war das ganze so einfach und kurz wie irgendwie möglich zu halten, damit möglichst viele Leute rasch antworten können.
Liebe Grüße,
Ray
Zitat von: mc.leahcim in 27. Februar 2015, 15:24:17
Ich glaube das die Fragen bewusst ein wenig sugesstiv gestellt sind und man das Gefühl hat wenn du da sagst stimmt dann kannst du da nur sagen stimmt nicht, aber gerade hier kann man glaube ich einiges erkennen wenn da Leute aus einem Automatismus heraus dieses oder jenes anhaken...
Ja genau! Es ist jedenfalls aufschlussreich, ob z.B. "entgegengesetzte" Fragen auch wirklich "spiegelverkehrt" beantwortet werden oder nicht.
Liebe Grüße,
Ray
Zitat von: Sorgnix in 27. Februar 2015, 22:03:03
Aber das allerschlimmste heut:
Der Prof. kennt DIE Seite zum Thema nicht ... :nixweiss:
Ich bin so enttäuscht ... :heul: :-)
Tut mir leid, und eventuell kenn ich sie auch. Aber ich hab natürlich auch nur begrenzt Zeit, also vielleicht kenn ich sie auch nicht. Einfachste Lösung: private Mitteilung an mich per persönlicher Nachricht oder per Email an r.karl@bangor.ac.uk, dann kenne ich sie sicher danach!
Liebe Grüße,
Ray
Zur Erinnerung, die Umfrage auf http://surveygoldcloud.com/s/70026159A5B546DD/31.htm läuft noch und ich würde mich über weitere Antworten sehr freuen!
Ray
Hi allerseits,
erstens einmal noch einmal danke an alle TeilnehmerInnen an der Umfrage, und auch danke für die Geduld beim Warten auf die Ergebnisse. Die Auswertung der Umfrage findet sich auf meinem Academia.edu-Profil unter https://www.academia.edu/11772234/Meinungsbilder_zum_Barbarenschatz_-Urteil._Bericht_und_Analyse_einer_Umfrage_M%C3%A4rz_2015, wo sich auch unter 'Data' die vollanonymisierten Rohdaten der Umfrage als Excel-File zur Weiterverwendung finden.
Mit besten Grüßen,
Ray
Hallo raykarl,
vielen Dank für deinen, für mich bemerkenswerten Einsatz die Probleme zwischen den "Sondlern", wobei ich hier alle Feldbegeher einschließen möchte, und den Archäologen auf diese Weise deutlich zu machen. Ich habe die 50 Seiten jetzt erst einmal quer gelesen und muss sie mir in einer stillen Stunde erst noch genüsslich zu Gemüte führen bevor ich abschließend etwas dazu äußern kann. Was ich aber jetzt schon deutlich heraus gelesen habe ist die Tatsache das sich in der jetzigen Situation tatsächlich entscheidend mehr auf Seiten der Archäologen tun muss. Das schlechte Bild das sich die Archäologen von den "Sondlern" machen ist FALSCH.
Ob die nun durch 45 jährige falsche Lehre entstanden ist oder durch den Glauben einfach nur im Recht zu sein muss unter den Archäologen selbst geklärt werden. Das sich durch Gesetze nichts ändert hat sich aus meiner Sicht recht deutlich gezeigt.
Es geht schlicht und einfach darum die Menschen die erkannt haben das Kulturgut schützenswert ist mit in das Boot zu holen ohne sie nur als Hilfsarbeiter zu betrachten die man an der "kurzen Leine" führen muss.
Ich glaube das mehr "Sondler" die Hand in Richtung Archäologen ausgestreckt haben wie gedacht aber weniger Archäologen sie ergreifen wollen.
Nach dem Urteil, eigentlich zum Teil auch schon vorher, gab es aber auch positive Ansätze in einigen Bundesländern, die aber zum Glück zugenommen haben. Noch sind diese zaghaften Bemühungen aber immer noch mit einem, ja, "Kolonialbewusstsein" behaftet.
"Wir Archäologen lassen euch teilhaben aber nur nach unseren Regeln und seit euch jederzeit bewusst das wir unsere Regeln gesetzlich untermauert haben."
Das ist absolut nicht zeitgemäß. Aus allen Bereichen der Politik wird das Ehrenamt gefordert aber zum Teil leider zu wenig unterstützt. Hier in diesem, unserem, Bereich wird es zusätzlich übermäßig reglementiert.
Ich kann nur hoffen das deine Umfrageergebnisse ein deutliches Umdenken bewirken. Ich hoffe das es überhaupt von vielen zur Kenntnis genommen wird. Das Ergebnis dieser Umfrage sollte eigentlich an alle Denkmalämter verschickt werden und dort zur Pflichtlektüre werden.
Man kann nicht alle überzeugen, weder auf der einen noch auf der anderen Seite aber man darf nicht aufhören es zu versuchen.
:Danke2: dir Raimund Karl
Gruß
mc.leahcim
Zitat von: mc.leahcim in 03. April 2015, 00:11:30Ich glaube das mehr "Sondler" die Hand in Richtung Archäologen ausgestreckt haben wie gedacht aber weniger Archäologen sie ergreifen wollen.
Falsch! "Die Archäologen" streckten ihre Hände ebenfalls aus aber werden dann von der politischen Seite zurückgezogen!
Wenn die "Archäologen" dafür keine Gelder erhalten oder sogar die Gelder gekürzt werden (von einigen Sondengänger wird das ja auch noch begrüsst???!!!), dann bleibt außer ein feuchter Händedruck für die Sondengänger nichts mehr übrig.
Zitat von: mc.leahcim in 03. April 2015, 00:11:30Ich kann nur hoffen das deine Umfrageergebnisse ein deutliches Umdenken bewirken. Ich hoffe das es überhaupt von vielen zur Kenntnis genommen wird. Das Ergebnis dieser Umfrage sollte eigentlich an alle Denkmalämter verschickt werden und dort zur Pflichtlektüre werden.
Falsch! Diese Umfrageergebnis mit Kürzungen (zuviel blabla und daher für Politiker ungeeignet) sollte für die politisch Verantwortlichen zur Pflichtlektüre werden! Alle Ehrenamtler sind von den ständigen Kürzungen in der Denkmalpflege betroffen! Meine Fahrkosten bekomme ich auch nicht mehr erstattet und von einer Steuerrückzahlung von Ausgaben fange ich überhaupt nicht mehr an! Mittlerweile bringe sogar ich Werkzeuge und Arbeitskleidung mit!
Man, langsam reicht mir das mit diesem Schwachsinn, das es ständig immer nur die bösen Archäologen sind, die Euch Sondengänger nicht dabei haben wollen. Das Umdenken hat doch schon lange begonnen und es arbeiten doch schon sehr viele Sondengänger als Ehrenamtler in der Denkmalpflege. Wenn ihr etwas erreichen wollt, dann erhebt endlich mal eure Ärsche und geht auf die Geldgeber zu!!! Lasst solche schwachsinnige Petitionen wie dieses hier
Petition Nr. 13 - Denkmalschutzgesetz; Verwendung von Metalldetektoren (https://www.landtag.ltsh.de/oepetition/petitionsdetails?execution=e4s1), worüber die politisch Verantwortlichen nur mit den Köpfen wackeln sein. Macht den Leuten in den Landtagen klar, wie wichtig ihr für den Denkmalschutz sein könntet, wenn die mehr Gelder freigeben würden, um euch auszubilden. Mehr Gelder für aktive Detektorengruppen und von mir aus, auch mehr Gelder für "Fundfinderlöhne". Solange die Archäologie dafür nicht mehr Geld erhält, oder überhaupt Geld, was sollen die dann machen? Ich kenne Archäologen, die in ihrer Freizeit mit Sondengänger zusammenarbeiten, sie ausbilden. UND DAS IN IHRER FREIZEIT!!! ALSO OHNE BEZAHLUNG!!!
Wichtige PCs werden nicht gekauft, weil dafür die Gelder gestrichen worden sind. Ich habe nun auf Geld verzichtet und ein PC gespendet.
Ich gebe im Jahr mehr Geld für ehrenamtliche Tätigkeit aus, als ich jemals in irgendeiner Art wieder zurückerhalten würde.
England wird ja immer wieder gerne als "das" Vorbild für eine Zusammenarbeit genannt. Aber hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, was dort mit den Funden überhaupt passiert? Werden die wirklich alle ausgewertet? Stellt England dafür mehr Gelder zur Verfügung? Und was passiert, wenn England die Geld ausgehen um die Funde aufzukaufen? Wie werden sich dann dort die Sondengänger verhalten?
Also kotzt euch hier nicht ständig darüber aus, das die Welt zu euch Hobbysondler nicht nett ist, sondern werdet endlich mal aktiv.
Und damit meine ich nicht ständig die Archäologie zu verteufeln, sondern werdet politisch aktiv!
Grüße,
Jøran-Njål, der sogar die Fundtüten selber kauft
Zitat von: Jøran-Njål in 04. April 2015, 14:57:16
Falsch! "Die Archäologen" streckten ihre Hände ebenfalls aus aber werden dann von der politischen Seite zurückgezogen!
Wenn die "Archäologen" dafür keine Gelder erhalten oder sogar die Gelder gekürzt werden (von einigen Sondengänger wird das ja auch noch begrüsst???!!!), dann bleibt außer ein feuchter Händedruck für die Sondengänger nichts mehr übrig.
Falsch! Diese Umfrageergebnis mit Kürzungen (zuviel blabla und daher für Politiker ungeeignet) sollte für die politisch Verantwortlichen zur Pflichtlektüre werden! Alle Ehrenamtler sind von den ständigen Kürzungen in der Denkmalpflege betroffen! Meine Fahrkosten bekomme ich auch nicht mehr erstattet und von einer Steuerrückzahlung von Ausgaben fange ich überhaupt nicht mehr an! Mittlerweile bringe sogar ich Werkzeuge und Arbeitskleidung mit!
Man, langsam reicht mir das mit diesem Schwachsinn, das es ständig immer nur die bösen Archäologen sind, die Euch Sondengänger nicht dabei haben wollen. Das Umdenken hat doch schon lange begonnen und es arbeiten doch schon sehr viele Sondengänger als Ehrenamtler in der Denkmalpflege. Wenn ihr etwas erreichen wollt, dann erhebt endlich mal eure Ärsche und geht auf die Geldgeber zu!!! Lasst solche schwachsinnige Petitionen wie dieses hier
Petition Nr. 13 - Denkmalschutzgesetz; Verwendung von Metalldetektoren (https://www.landtag.ltsh.de/oepetition/petitionsdetails?execution=e4s1), worüber die politisch Verantwortlichen nur mit den Köpfen wackeln sein. Macht den Leuten in den Landtagen klar, wie wichtig ihr für den Denkmalschutz sein könntet, wenn die mehr Gelder freigeben würden, um euch auszubilden. Mehr Gelder für aktive Detektorengruppen und von mir aus, auch mehr Gelder für "Fundfinderlöhne". Solange die Archäologie dafür nicht mehr Geld erhält, oder überhaupt Geld, was sollen die dann machen? Ich kenne Archäologen, die in ihrer Freizeit mit Sondengänger zusammenarbeiten, sie ausbilden. UND DAS IN IHRER FREIZEIT!!! ALSO OHNE BEZAHLUNG!!!
Wichtige PCs werden nicht gekauft, weil dafür die Gelder gestrichen worden sind. Ich habe nun auf Geld verzichtet und ein PC gespendet.
Ich gebe im Jahr mehr Geld für ehrenamtliche Tätigkeit aus, als ich jemals in irgendeiner Art wieder zurückerhalten würde.
England wird ja immer wieder gerne als "das" Vorbild für eine Zusammenarbeit genannt. Aber hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, was dort mit den Funden überhaupt passiert? Werden die wirklich alle ausgewertet? Stellt England dafür mehr Gelder zur Verfügung? Und was passiert, wenn England die Geld ausgehen um die Funde aufzukaufen? Wie werden sich dann dort die Sondengänger verhalten?
Also kotzt euch hier nicht ständig darüber aus, das die Welt zu euch Hobbysondler nicht nett ist, sondern werdet endlich mal aktiv.
Und damit meine ich nicht ständig die Archäologie zu verteufeln, sondern werdet politisch aktiv!
Grüße,
Jøran-Njål, der sogar die Fundtüten selber kauft
Hallo Jøran-Njål
das Sucherforum ist mit Sicherheit kein Forum, wo sich ausgekotzt wird. Im Gegenteil, das SF ist im sauberen Fahrwasser.
Soviel Forenkentnisse habe ich.
Zum Rest Deines Beitrages stehe ich hinter Dir. :super:
Gruss Caddy
Edit: von mc.leahcim. Keine Klarnamen. Ich dachte das wäre geklärt?
Auch eine Meinung zu dem Urteil.
https://www.youtube.com/watch?v=91uN5xwdcPE
Ne,aber sowas kann ich auch nicht ernstnehmen. :narr:
Zitat von: Daniel in 04. April 2015, 15:45:38
Auch eine Meinung zu dem Urteil.
https://www.youtube.com/watch?v=91uN5xwdcPE
Ne,aber sowas kann ich auch nicht ernstnehmen. :narr:
Nach 3 Minuten habe ich abgeschalten, da bin ich zu intelligenzschwach, kann da nicht folgen.
Hi,
Zitat von: Jøran-Njål in 04. April 2015, 14:57:16Macht den Leuten in den Landtagen klar, wie wichtig ihr für den Denkmalschutz sein könntet, wenn die mehr Gelder freigeben würden, um euch auszubilden. Mehr Gelder für aktive Detektorengruppen und von mir aus, auch mehr Gelder für "Fundfinderlöhne". Solange die Archäologie dafür nicht mehr Geld erhält, oder überhaupt Geld, was sollen die dann machen?
Grundsätzlich sehr richtig, ich stimme da völlig zu: ohne Geld ist es immer schwer. Je mehr Metallsucher daher eine finanzielle Stärkung der archäologischen Denkmalpflege fordern, desto besser sind die Aussichten, dass sich die Beziehung zwischen dieser und den Metallsuchern verbessert. (Wobei man schon auch sagen muss: man kann auch inneramtlich Prioritäten anders setzen und damit budgetäre Umschichtungen bewirken - aber dann felht das Geld dass man für Sache A ausgibt natürlich für Sache B, oder halt umgekehrt...).
Liebe GRüße,
Ray
Hallo Jøran-Njål,
Ich stimme dir in vielem zu, aber für mich beginnt der "Brunnenfall des Kindes früher."
Wenn du schreibst die Politik ist Schuld dann gebe ich dir recht. Aber nehmen wir mal als Beispiel die Änderung des DschG in NRW.
Du kannst hier mal schauen (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-3468.pdf) wer denn so alles bei der Änderung des Gesetzes ein Stellungnahme abgegeben hat. Wer also beteiligt war. Es können nicht viele Hände gewesen sein die dort in Richtung Sondler, Feldbegeher, Ehrenamtliche... ausgestreckt wurden obwohl viele Denkmalämter und denen nahestehenden ihre Stellungnahme abgegeben haben.
Es wurde wohl nicht erkannt das eine Gesetzesänderungs-Verschärfung nichts bringt sonder das es sogar nur schlechter wird.
Genau das hat R. Karl durch seine Umfrage, die wie er selber schreibt nicht repräsentiv sein kann aber Trends aufzeigt, erläutert.
Es sind zwar 66 Seiten aber es lohnt diese genau zu lesen.
Jetzt stellt sich die Frage was tun. Gesetze worden geändert und erlassen. Der Amtsschimmel hat somit etwas in der Hand an das er sich halten kann / muss. Dem Recht ist offiziell genüge getan.
Diese Gesetze zu ändern ist nach Erlass schwierig. Die von dir verlinkte Petition ist stümperhaft und war von vornherein schon eine Totgeburt.
Was glaubst du sagt mein Abgeordneter wenn ich ihn um Geld für den Denkmalschutz bitte? Er krempelt seine Hosentaschen um und sagt dass man einem nackten Mann nicht in die Tasche greifen kann. Als nächstes sagt er dass mit bestehenden Gesetzen Denkmäler geschützt werden. Dann sagt er mir das er nicht alles wissen kann und daher auf "Lobbyisten" (Fachgremien, Ausschüsse, Wissenschaftler...Stellungnehmer) angewiesen ist die aus ihrer Sicht berichten.
Was bleibt also?
Bestehende Gesetze sollen, müssen, können umgesetzt werden. Es steht nirgendwo das z.B. eine NFG nicht erteilt werden darf. Also muss das Amt überlegen unter welchen Umständen eine erteilt werden soll, muss, kann. Hier entsteht Mehrarbeit und Mehrkosten für Archäologen.
Ich weiß jetzt nicht wie das bei Archäologen abläuft aber bei uns in der Uniklinik gibt es jedes Jahr Budgetverhandlungen mit den einzelnen Kliniken und Instituten und wenn unser Chef mehr Personal und oder mehr Geld braucht muss er das begründen.
Zahlen, Fakten, Statistiken und Hochrechnungen ( Personal und Personalkosten, geleistete Stunden und Überstunden, Sachkosten und Kosten für zukünftige Ausbau und Innovationen) müssen auf den Tisch. Unsere Geldgeber sind hauptsächlich Krankenkassen (Privat und Pflichtversicherer) Die sind mit am Tisch oder kommen in zweiter Runde dazu. Hier gilt es zu verhandeln. In diesen Runden bin ich nicht dabei aber ich liefere meinem Chef die Zahlen, Fakten.....aus meinem Bereich.
Zurück zu den Archäologen. Wenn sich nun aber nach gründlicher Überlegung zeigt das Gesetze nicht reichen sondern andere Maßnahmen ergriffen werden müssen um Kultur zu schützen kann und muss das in Verhandlungen eingebracht werden und hier komme ich nach einem langen Bogen zurück auf die Ausarbeitung von R. Karl. Diese zeigt doch, auch wenn sie nicht repräsentativ ist, trotzdem, das was schief läuft.
Daher dieses Papier erst in die Hände der Archäologen zur Diskussionsgrundlage, aber auch und da gebe ich dir Recht genauso in die Hände der entsprechenden Politiker.
Das sich viele schon einsetzen weiß ich, aber auch dass einige absolut quer stehen.
Das du Privatmittel aufwendest ist dir hoch anzurechnen. Das Archäologen ihre Freizeit opfern rechne ich ihnen genauso hoch an.
Es hilft der Sache aber nicht wirklich, denn dann können andere sagen, weil sie es nicht wissen oder ignorieren (wollen). Es läuft doch!! Die Problematik muss nach oben und nicht unter den Tisch.
Gruß
mc.leahcim
Hallo Daniel
Zitat von: Daniel in 04. April 2015, 15:45:38
Auch eine Meinung zu dem Urteil.
Ne,aber sowas kann ich auch nicht ernstnehmen. :narr:
Diese Meinungsäußerung hat das Ziel einen Detektor Garrett ACE 150 zu gewinnen.
denn SPB will unter den 10 besten Meinungsäußerungen, egal ob positiv oder negativ, einen Detektor verlosen.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
Gruß
mc.leahcim
@mc.leahcim
Ich denke, wir haben es nicht nötig für den Shop Werbung zu machen. :nono:
Gruß Daniel
Zitat von: Daniel in 04. April 2015, 15:45:38
Auch eine Meinung zu dem Urteil.
https://www.youtube.com/watch?v=91uN5xwdcPE
Ne,aber sowas kann ich auch nicht ernstnehmen. :narr:
Erinnert mich irgendwie an die Katastrophe mit dem "blauen Brief". :-D
:irre:
Grüße,
Jøran-Njål
Ich halte mich mal besser zurück, sonst stehe ich bald wieder vor verschlossener Tür.
Nur soviel: Er (SPB) scheint sich weiterhin in die Kacke reinreiten zu wollen.
Soll er es tun, ich werde mich als Sucher und Sondengänger trotzdem nicht wegen solchen Leuten schämen.
Zum Thema: Paar weitere Meinungen zur Umfrage würden mich eher interessieren.
Hi,
Zitat von: mc.leahcim in 04. April 2015, 17:30:17Wenn du schreibst die Politik ist Schuld dann gebe ich dir recht. Aber nehmen wir mal als Beispiel die Änderung des DschG in NRW.
Du kannst hier mal schauen (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-3468.pdf) wer denn so alles bei der Änderung des Gesetzes ein Stellungnahme abgegeben hat. Wer also beteiligt war. Es können nicht viele Hände gewesen sein die dort in Richtung Sondler, Feldbegeher, Ehrenamtliche... ausgestreckt wurden obwohl viele Denkmalämter und denen nahestehenden ihre Stellungnahme abgegeben haben.
Es wurde wohl nicht erkannt das eine Gesetzesänderungs-Verschärfung nichts bringt sonder das es sogar nur schlechter wird.
...
Zurück zu den Archäologen. Wenn sich nun aber nach gründlicher Überlegung zeigt das Gesetze nicht reichen sondern andere Maßnahmen ergriffen werden müssen um Kultur zu schützen kann und muss das in Verhandlungen eingebracht werden und hier komme ich nach einem langen Bogen zurück auf die Ausarbeitung von R. Karl. Diese zeigt doch, auch wenn sie nicht repräsentativ ist, trotzdem, das was schief läuft.
Daher dieses Papier erst in die Hände der Archäologen zur Diskussionsgrundlage, aber auch und da gebe ich dir Recht genauso in die Hände der entsprechenden Politiker.
...
Es hilft der Sache aber nicht wirklich, denn dann können andere sagen, weil sie es nicht wissen oder ignorieren (wollen). Es läuft doch!! Die Problematik muss nach oben und nicht unter den Tisch.
naja, auch wenn ich Euch im Prinzip bis zu einem gewissen Grad zustimme ist es immer sehr einfach, "der Politik" die Schuld in die Schuhe zu schieben, und es stimmt auch, wie mc.leahcim impliziert, nur bedingt.
Die Vorstellung, dass die Politiker an 'falschen' Gesetzen und ebenso 'falschen' Geldzuteilungen "Schuld" wären, ist zwar (vor allem derzeit) recht populär, aber wenigstens grob vereinfacht, wenn nicht sogar völlig falsch. Was die 'falschen' Gesetze und ihre Auslegung betrifft habe ich gerade am konkreten Fallbeispiel Österreich gezeigt, dass die 'archäologischen' Probleme die es gibt allesamt von uns ArchäologInnen selbst 'hausgemacht' sind - siehe dazu meinen noch unveröffentlichten Artikel "Obrigkeit und Untertan im denkmalpflegerischen Diskurs" auf https://www.academia.edu/10728851/Obrigkeit_und_Untertan_im_denkmalpflegerischen_Diskurs._Autokratische_B%C3%BCrokratie_und_die_Zivilgesellschaft. Wenigstens das österreichische Denkmalschutzgesetz ist von "uns ArchäologInnen" selbst gemacht und wie es angewandt wird entscheiden auch so gut wie zur Gänze wir selbst; und das noch dazu oft genug nicht dem Buchstaben des Gesetes entsprechend, sondern dem "Sinn" des Gesetzes entsprechend, dem wir diesem Gesetz unterstellen bzw. in dieses Gesetz "hineinlesen", so wie es uns im jeweiligen Einzelfall gerade passt.
Ganz ähnliches ließe sich auch im Bereich auf die Ressourcenverteilung zeigen, wo ich einen dem soeben Zitierten sehr vergleichbaren Artikel über das Fallbeispiel Österreich schreiben könnte; wo bis vor wenigen Jahren das Bundesdenkmalamt sich (und damit seine Ressourcen) hauptsächlich auf die Finanzierung "amtseigener" Grabungen konzentriert hat und darüber andere Aufgaben wie die Unterschutzstellung archäologischer Denkmale (wenigstens weitgehend) vernachlässigt hat; dann aber vor ein paar Jahren (ungefähr 2010) mehr oder minder (von außen) gezwungener Maßen seine amtsinterne Prioritätensetzung geändert hat und sich seitdem vermehrt auf andere seiner Aufgaben wie eben die Unterschutzstellung von Denkmalen und die Verfassung von Denkmalschutzgutachten vor "verursacherfinanzierten" archäologischen Ausgrabungen, die nicht durch das Amt selbst sondern durch private ("kommerzielle") Grabungsfirmen durchgeführt werden, konzentriert (was übrigens dazu geführt hat, dass in den letzten ca. 7 Jahren in Österreich die Anzahl der ArchäologInnenposten um etwa 40% angestiegen ist, aber dafür das Durchschnittsgehalt das ArchäologInnen bezahlt bekommen deutlich gesunken ist). Jetzt hat das BDA auch damit begonnen, sich zu überlegen, wie verstärkte archäologische Bürgerbeteiligung ermöglicht werden kann und beginnt damit z.B. den neu gegründeten Verein ArchaeoPublica (siehe https://www.facebook.com/archaeopublica) zu fördern, damit - bei gleichbleibender Finanzierung des Amtes - ebenfalls andere Prioritäten gesetzt werden können als zuvor. Klar muss das Amt gewisse Aufgaben erfüllen, die ihm gesetzlich vorgeschrieben sind, aber wie es diese Aufgaben erfüllt und wie es dazu seine Finanzmittel einsetzt steht ihm (innerhalb gewisser Rahmenbedingungen) weitgehend frei. Und das bedeutet, das es immer auch "anders" geht, als es bisher gemacht wurde, wenn das Amt das nur will.
Nur kurz als Beispiel: archäologische Landesaufnahme (= die Lokalisierung, Bestimmung und Überwachung der Erhaltung von [neuen] archäologischen Fundstellen) ist zum Beispiel eine Aufgabe, die das BDA erfüllen muss. Aber diese Aufgabe kann vom BDA auf wenigstens drei Arten erfüllt werden: 1) kann es die Arbeit selbst machen, was sehr teuer und sehr schwer ist, weil es behördliche Personalressourcen kostet und es nur sehr beschränkte "Personalmittel" gibt; 2) es kann externe ArchäologInnen ("kommerzielle archäologische Dienstleister") damit beauftragen, das zu tun, was auch recht teuer aber leichter ist, weil externe Dienstleister aus "Sachmitteln" bezahlt werden können und daher nicht das Personalbudget des Amtes belasten; oder 3) es kann interessierte Laien ("Ehrenamtliche", Metallsucher, "Korrespondenten") diese Aufgabe durchführen lassen, was eher billiger ist, aber - weil diese "Ehrenamtlichen" ja dann irgendwie betreut werden müssen - ebenfalls den Einsatz von Personal- und/oder Sachmitteln erfordert, also auch nicht gratis. Welche "Methode" das Amt nun wählt, um seine Aufgabe archäologische Landesaufnahme zu betreiben zu erfüllen, das schreiben ihm nicht Politiker vor, das ist eine weitgehend bis rein amtsinterne Entscheidung, wo das Amt abwägen muss, was die größten Vor- und die wenigstens Nachteile bringt und der effektivste Einsatz seiner Finanzmittel ist.
So gesehen: mehr Geld und bessere Gesetze wäre natürlich gut. Aber: mehr Geld ist nicht unbedingt notwendig; und bessere Gesetze können wir uns weitgehend selbst machen. Natürlich nicht von heute auf morgen, aber sehr wohl von heute auf in 5 Jahren. Berät man die Politik entsprechend, dann wird die Politik auch entsprechend handeln und Gesetze ändern, weil Politiker kennen sich ja nicht mit Archäologie aus und vertrauen daher auf die Fachleute, die sie dafür anstellen. Diese Fachleute müssen sich auskennen, und müssen auch ordentlich darüber nachdenken, was sie wollen, wie sie ihre Ziele am besten erreichen können, und wie sie den Nutzen aus dem Geld das sie zur Verfügung gestellt bekommen maximieren können...
Liebe Grüße,
Ray