Ein Bericht aus den "Denkmalpflege Informationen" Nr. 146 Juli 2010
Herausgeber: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege.
Hallo zusammen,
ich hab nun schon einige Zeit Erfahrung mit dem BLfD. Einerseits werden grundsätzlich keine Genehmigungen für Sondengänger erteilt, was rein argumentativ und vom Denkmalschutzgedanken richtig sein mag.
Andererseits kenne ich aber genügend Beispiele, wo mit Erlaubnis des BLfD auf Burgen (teilweise mit Baggern) völlig unnötige Grabungen durchgeführt werden (erinnert mich irgendwie an Piraten die im königlichen Auftrag handeln). Dabei kommt nicht selten völlig unqualifiziertes und an der Sache desinteressiertes Personal zum Einsatz (z.B. 1€ Jobber). Die archäologische Seite sieht dann so aus, dass alle paar Wochen einmal jemand vom Amt vorbei kommt und die Sache ,,betreut".
Meiner Meinung nach ist so ein Verhalten nicht gerade beispielhaft! Die Archäologen vom Amt sollen die Sondengänger nicht als "böse Buben" darstellen! Wenn das BLfD klug wäre, dann würden Sondengänger mit integriert und geschult. Die jetzige Situation ist jedenfalls für die Sondengänger, den BLfD und letztendlich die Denkmäler wenig hilfreich.
Quentin