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Lesefunde => Steinartefakte => Thema gestartet von: Schabersucher in 06. Mai 2026, 21:10:41

Titel: ziemlich kleines Beil ?
Beitrag von: Schabersucher in 06. Mai 2026, 21:10:41
Hallo,

bei diesem Stück, das ich wieder in S-H gefunden habe, wollte ich euch wieder um Eure Meinung fragen: von der Form her passt es ganz gut zu einem "Scheibenbeil", mit nur 5 cm Länge ist es aber ziemlich klein. Die Maße sind: max( l x b x h) ~ 5 cm x 2.8 cm x 1 cm, m ~ 17 g. Es scheint sich jedenfalls um einen bearbeiteten Abschlag oder ein Trümmerstück zu handeln, bei dem die längliche Form durch steile seitliche Bearbeitung an beiden Lateralen herausgebildet ist und bei dem eine Schneide durch einen Schneidenschlag zustande gekommen ist. Durch Gebrauch oder zur weiteren Nachschärfung sind im zentralen Bereich der Schneide über die halbe Länge der Schneide einseitige Absplitterungen vorhanden.

Wo ist denn bei Steinen dieser Form die Untergrenze, ab der man nicht mehr von "Beilen" spricht? Oder lässt sich diese Bezeichnung vielleicht sowieso aus anderen Gründen ausschliessen? Im Vergleich zu diesem kleinen
Zitat von: Neos in 23. Juni 2023, 22:03:58Scheibenbeil
lassen sich aber jedenfalls Ähnlichkeiten finden.

Viele Grüße
Titel: Aw: ziemlich kleines Beil ?
Beitrag von: Wiedehopf in 06. Mai 2026, 23:23:25
ZitatWo ist denn bei Steinen dieser Form die Untergrenze, ab der man nicht mehr von "Beilen" spricht?

Hallo Sven,

sowohl bei Scheiben- als auch bei Kernbeilen gibt es Miniaturformen. Petersen gibt in seinem Buch als Untergrenze für Scheibenbeile 3,5 cm an (Nr. 136 Fladhugget skiveökse Ertebölletype).

Mein kleinstes, aus der Normandie stammendes Scheibenbeil ist 4,0 cm lang.

Aus anderen Gegenden sind noch deutlich kleinere geschliffene Beilchen bekannt.

Viele Grüße
Michael 
Titel: Aw: ziemlich kleines Beil ?
Beitrag von: Sprotte in 07. Mai 2026, 17:43:04
Hallo, für mich ist das auch ein kleines Scheibenbeil.

Viele Grüße
Sprotte
Titel: Aw: ziemlich kleines Beil ?
Beitrag von: steinwanderer in 07. Mai 2026, 18:27:44
Hallo, für mich auch.
Ich denke es stammt aus der Ertebölle Kultur.
Gruß Klaus