nach RP`s Prachtbeil...
Die Nachbaräcker der Gaspipeline, dort wo die frühmesolithische Fundstelle lag... die großzügig ergraben und prospektiert wurde, sind gegrubbert. Ein wenig Regen träufelte sich letzthin in die Reststoppeln.
Heute also eine minimale Chance nebenan. Schwarze dicke Knochenreste- nicht verbrannt.... bronzezeitliche Keramikreste...
und dann dieses - wie ich vermute- spätmesolithische Extremspitzchen. Man kann die Feinheit der Bearbeitung dieser einen Lateralseite (die gegenüberliegende ist als messerscharfe Schneide ausgebildet) und an der konkaven Basis im Foto gar nicht nicht zeigen...
Auf dem ersten Foto ("prunkt" sie) rechts.....dann die beiden Retuschenseiten....an der Seite und an der Basis.
Ihr könnt mir glauben: nach einer Stunde Suchen im Grubbergewirr ist man reif für den Gehirnschwurbel.....gesund ist das wohl nicht.
Aber manchmal hat man das Glück solch einen Winzling zu heben
bis bald
Edi
..unglaublich wie Perspektive täuschen kann...auf dem ersten Foto sieht man keine konkave Basis und trotzdem zeigt das letzte Bild die Retuschierungen an dieser Stelle.
Und hier noch der feinste Stirnkratzer -von derselben Lokalität- den ich jemals finden durfte. Kratzerbreite ca. 8 mm.
Wiederum kann man sich von der Obersicht her kaum die Funktion als diesbezügliches Gerät vorstellen. Aber womit konnte man solch feine Zähnungen herstellen? Da kommt vermutlich nur eine feine Silexklinge in Betracht!?
Meine Begeisterung für das hiesige Mesolithikum steigt beständig an.
Und ich warte noch immer auf den versprochenen Grabungsbericht des Professors und Ausgräbers.
Morgen geht es weiter
Edi
nur noch dies von der Kratzerkante
Superfunde, Edi ! :super:
Besonders die Pfeilspitze ist formidabel schön.
Was sind eigentlich ihre Masse, von den Fotos her ist das ein bisschen schwierig zu beurteilen ?
:winke:
Die Pfeilspitze, agersoe, ist 1,8 cm lang ...
das Klingenkratzerchen 1,6 cm ...
Das musst Du Dir mal aufzeichnen ...sonst kann man es nicht glauben ...unglaublich aber wahr.
Gute Nacht,
Edi
Danke Edi ! :-)
Tjaaa, die Pfeilspitzen dieser Grösse gibt es ja bei uns in dieser Grösse aus dem Mesolithikum.
Sehr kleine Scheibenschaber gibt es auch aus dieser Periode.
Klingenkratzer dieser grösse sind hier eher unwahrscheinlich, die wären normalerweise 3 - 6 Mal grösser!! :platt:
(Vielleicht haben wir sie doch, sie sind aber nur alle unter grösseren Geräten oder Flintbrocken auf dem Acker versteckt :narr:)
Gute Nacht :winke:
Servus Freunde!
WOW, sowas habe ich ja noch nie gesehen! Das ist wahre Handwerkskunst, vielleicht vergleichbar mit der eines exzellenten Uhrmachers.
Die Naturburschen hatten ja wohl eine Sehschärfe wie ein Elektronenrastermiktoskop, und das hat sich ganz offenkundig bis ins 21. Jahrhundert weitervererbt, bis zu unserem Freund Edi!
Was hat man wohl mit dem Winzling gekratzt? Vielleicht Mäusefelle? Aus denen wurden dann mit noch kleineren Nadeln, die Edi sicher auch noch präsentieren wird, Pelzkutten genäht.
Gratulation und Dank fürs Herzeigen
Beste Grüße
RP
Schöööhn!
Weiter so Edi.
Gruß, Kalle