Hallo zusammen, mein neuster Fund. Vor 2 Stunden vom Acker geholt, im Münsterland unweit eines Flusses. Dieser Stein hat auf den ersten Blick für mich keine natürliche Form. Er ist sehr symmetrisch. Komisch auch, dass er auf der Ober— und Unterseite eine diagonale Kerbe hat. die Ränder sind sehr gleichmäßig abgerundet, dass drumherum ein gleichmäßig dicker ,,Streifen" verläuft. Da muss doch wer nachgeholfen haben.... (vielleicht auch nur ein Wunschdenken von mir). Was die Gesteinsart betrifft, bin ich mir nicht sicher mit meinen bisherigen Kenntnissen. Vielleicht Quarzit?
Länge 6,3 cm Breite 4,5 cm Dicke 2,5 cm Gewicht 147 Gramm
Hat jemand einen Tipp für mich, was es sein könnte? Oder doch nur ein Naturprodukt?
Viele Grüße und danke für eure Tipps
Catweazle
Toller Fund ! Ich denke nicht dass es sich um ein Naturprodukt handelt.
Aber was war es ? Wenn es sich um raueres, körnigeres Material handeln würde, würde ich auf einen Pfeilschaftglätter tippen. Aber bei Quarzit doch wohl eher nicht.
Ergänzung:
Was ich mir noch vorstellen könnte wäre dass es sich um einen Feuerschlagstein aus Quarzit handelt. So in der Art wie der hier:
https://www.museen-nord.de/Objekt/DE-MUS-150714/lido/423
oder hier auf dem Bild etwas weiter unten:
https://display-magazin.net/thema/strahlung/techniken-des-feuermachens-teil-i
Zeitstellung wäre dann 'Eisenzeit'.
Viele Grüße
Michael
Zitat von: Wiedehopf in 03. Juli 2024, 22:37:57Toller Fund ! Ich denke nicht dass es sich um ein Naturprodukt handelt.
Aber was war es ? Wenn es sich um raueres, körnigeres Material handeln würde, würde ich auf einen Pfeilschaftglätter tippen. Aber bei Quarzit doch wohl eher nicht.
Ergänzung:
Was ich mir noch vorstellen könnte wäre dass es sich um einen Feuerschlagstein aus Quarzit handelt. So in der Art wie der hier:
https://www.museen-nord.de/Objekt/DE-MUS-150714/lido/423
oder hier auf dem Bild etwas weiter unten:
https://display-magazin.net/thema/strahlung/techniken-des-feuermachens-teil-i
Zeitstellung wäre dann 'Eisenzeit'.
Viele Grüße
Michael
Ein interessanter Hinweis! Einen Feuerschlagten aus Quarz habe ich noch nicht gesehen. Der Zeitstellung nach dannim Gebrauchszusammenhang mit einem Feuerstahl. Das möchte ich gerne mal in der praktischen Umsetzung sehen und ich bin überrascht, das keine Aussplitterungen zu erkennen sind.
Vielen Dank fürs Zeigen!
lG Thomas
Wohl eher kein Naturprodukt - ich erkenne deutliche Facetten.
Viele Grüße
Sprotte
Hi.
Das mit dem Feuerschlagstein macht Sinn. Das würde auch die Roststellen erklären.
Evtl. dienten die Rillen in der Fläche zum besseren Halten beim Schlagen. Quasi als Führung für die Fingerkuppen.
Gruß CR
Moin,
ZitatEvtl. dienten die Rillen in der Fläche zum besseren Halten beim Schlagen. Quasi als Führung für die Fingerkuppen.
So wie ich diese Schlagsteine aus der Literatur kenne wurden sie an der umlaufenden Schmalseite von einem Band umfasst und dann am Gürtel getragen. Die beiden Rillen in den Flächen sind dann die Gebrauchsspuren vom Feuerstahl der dort durchgerissen oder geschlagen wurde.
Viele Grüße
Michael
Ah, ok. War mir nicht bekannt
Ich danke euch für eure Beiträge, vor allem Michael. Das ist ja interessant. Da wäre ich nicht drauf gekommen. Der Stein sieht dem aus deinem ersten Link sehr ähnlich. Dann scheint es wohl ein Feuerschlagstein aus der Eisenzeit zu sein. Im Vergleich zu den anderen Steinen (kleiner Abschlag, Restkern) ein Jüngling. Bin gespannt, was ich noch auf dem Acker alles finden kann.... :zwinker:
Viele Grüße
Christian