Bevor "gemeckert" wird, ich weiss dass die Fotos nicht das Optimum sind, aber ich wollte das Stück (Max. Länge 2, 5cm , max breite 2, 0 cm) gleich einstellen.
Ich hoffe doch sehr, dass es ein Artefakt ist
trotzdem schwer zu sagen, Hunter, ich tippe auf einen Kern wenn sich da an der "Spitze" nichts Spektakuläres mehr abspielt.
Aber selbst der "Kern" ist unter Vorbehalt.
Servus
Edi
Von dem Fundort stellt Silex ein absolut fremdes Gestein dar; es muss also irgendwas sein (Datierung des Fundplatzes = LBK)
Hallo Leute :-)
Kaum zu sehen, ob das ein Artefakt ist.
Edi, in meiner Terminologie kann eine Stück mit einer, über die ganze Breite gehenden, ganz flachen Seite kein Kern sein, sondern nur irgend ein Abschlag. :belehr:
Da hast Du natürlich Recht @agersoe, dies gilt auch bei uns. Es handelt sich um einen Abschlag mit Klingen- oder Abschlagsnegativen - oder formgebenden Abschlägen... Ein Kern der geteilt ...oder von dem ein großer Abschlag abgetrennt worden ist wäre vielleicht auch noch denkbar.
Das Material erinnert mich an RP´s Materialbasis....
Und wenn mit dem Gerät gearbeitet wurde , Hunter, dann müsste sich davon etwas am Gerät zeigen.... und dies müsste sich an der "Spitze" erkennen lassen....
Gute Nacht
Edi
Ganz richtig, mein Freund Edi !!
Also bei mir wäre das Stück, so unmittelbar, ein Restprodukt. :belehr:
Ende eines nicht benutzten Abschlags, oder wie der Edi andeutet ein Korrektur-Abschlag eines Kerns.
Sollte da (versteckt) ein Gerät sein, müssten wesentlich bessere Fotos der Kanten her, um Retuschen erkennbar zu machen !!!
Hi allerseits
Könnte es sich hier nicht um das abgebrochene Ende einer (unretuschierten?) Klinge handeln?
Zum Vergleich mal dieses Stück:
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,23119.0.html
:winke:
Gerd
Hier noch mal bessere Bilder
Vielleicht fällt euch ja bei den neuen Bildern noch was ein, ich würde mich jedenfalls freuen :winke:
Servus Hunter,
Da hat schon jemand rumgepaukt und versucht Abschläge rauszuholen....aber die einzige mögliche Arbeitskante eines veritablen Geräts wäre vorne an der Spitze und da sieht man keine markanten Aussplitterungen eines Arbeitseinsatzes , wie sie z.B. bei einem meisselähnlichen Einsatz (und dies würde der gedrungen-massiven Form am ehesten nahekommen) entstehen würden. Ob das Teil abgebrochen ist oder absichtlich geköpft wurde müsste man an dem Rand der konkaven Bruchfläche feststellen können. Und eine konkave , intentionelle Bruchstelle würde wieder eher auf eine irgendwie geartete Kernfunktion hindeuten, wie agersoe auch schon angedeutet hat. Aber "nix gwies woas ma ned" (Genaueres entzieht sich , bisher, unserer Erkenntnis)
Bis bald
Edi
Hallo Edi, Herzlichen Dank für deine detailierte Beschreibung!! :super :winke:
Schliesse mich die Analyse von Edi an !!! :super:
Hallo AGersoe, auch dir herzlichen Dank für Deine Bemühungen!! :prost: Ich werde versuchen, besser bestimmbares Material aufzusammeln :zwinker:
Servus nochmal , Hunter,
wir bewegen uns hier in Zeit- und Kulturdimensionen, die einfach unbegreiflich sind und es ist müßig hier von leichter oder schwieriger zu bestimmenden Kategorien zu sprechen . Ein Steinzeitdolch "dänischer Qualität" ist zwar ein Superfund und ein ästhetischer Genuss aber eben auch nur ein Artefakt...eine Spur die es aufzunehmen gilt und eine Facette des Lebens damals. Genauso verhält es sich eben auch mit den Stücken des alltäglichen Überlebenskampfes....das Eine gibt es nicht ohne das Andere. Und manchmal gibt ein , auf den ersten Blick, unscheinbares Relikt mehr Einblick und Verständnis als ein Prunkdolch.....
Steinartefakte sind für Kundige ideale Chiffren zur Analyse von Arbeitsplanungen und Zielorientierungen.
Davon bin ich weit entfernt aber manchmal funkts ...dies aber nur bei weniger diffizilen Geräten.
Darum ist es wichtig auch solche Teile wie Deines vorzustellen.....und nur die Jahre werden es bringen....was diese Stelle zu einem Platz...einem Ort machte.
Servus
Edi