Sucherforum

Lesefunde => Steinartefakte => Thema gestartet von: Silex in 21. März 2007, 22:14:06

Titel: über 4 Zentimeter Ewigkeit...zum Zweiten
Beitrag von: Silex in 21. März 2007, 22:14:06
Ich habs zwar schon mal gepostet...aber hier die einzige endneolithische Pfeilspitze mit Schaftdorn , dieser Größe und Qualität  meiner Fundgegend, samt der kürzlichst  erhaltenen  zeichnerischen Darstellung des LfD.
Frühbronzezeit könnte auch noch sein , meinte die Archäologin.
Servus Freunde
bis bald
Edi
Titel: Re: über 4 Zentimeter Ewigkeit...zum Zweiten
Beitrag von: mc.leahcim in 22. März 2007, 07:50:01
Wow :staun:

"Gänsehaut an"
Ich hoffe dem Jäger ist dieses wohlgelungene Pfeilspitzchen nicht zu früh verloren gegangen, sodaß sich die Sippe oft über die reichliche Beute freuen konnte die diese "Überlebens"- Werkzeug ermöglicht hat. Es war bestimmt ein guter, geschickter Mann, der damit jagen ging.
"Gänsehaut aus"

Gruß
Michael

P.S. es war auch ein guter Mann der das Spitzchen der Menscheit gerettet hat  :super:  :smoke:
Titel: Re: über 4 Zentimeter Ewigkeit...zum Zweiten
Beitrag von: Khamsin in 22. März 2007, 17:45:31
Salaam!

@Edi: sieht mir schwer nach Arnhofener Plattenhornstein aus. Nicht nur wegen der Farbe des puren Materials, sondern auch wegen der anretuschierten zentralen Rindenpartie. Was meinst Du?

Klar, ein wunderschönes Teil! Leider hat der Zeichner - nach meinem Verständnis von Artefaktzeichnungen als technischen Zeichnungen (SIC!) - vergessen, diesen Aspekt, d.h. die Darstellung des Rindenrestes zu berücksichtigen.

Ist übrigens nicht schwer, aus einer relativ dünnen Platte dieses Hornsteines eine solche Spitze herzustellen, in reiner Drucktechnik, natürlich.

Beste Grüsse KIS
Titel: Re: über 4 Zentimeter Ewigkeit...zum Zweiten
Beitrag von: Silex in 22. März 2007, 21:27:11
Danke für das Interesse,
sowas findet man bei uns , trotz ausgiebiger Suche, vielleicht einmal im Leben. Mein Kreisarchäologe hat 30 Jahre Sucherpraxis mehr auf dem Buckel, aber nicht dieses spezielle Glück auf seiner Seite, aber durchaus anderes Spektakuläreres aufgetan. Er ist eben in unserer äußerst kleinräumigen Fundlandschaft , einige Kilometer flußaufwärts,  tätig.
Und das "Material" , Khamsin, ist , laut Fundbericht, "Jurahornstein", was ich, obgleich eine Schichtenfolge im Stein nicht erkennbar ist und sich ein dunkler Fossilieneinschluß im Zentrum befindet,  auch kaum glauben mag.
Gute Nacht,

Edi