Hallo zusammen :winke:
Zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Annette . Ich wohne an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern und interessiere mich schon seit langem für die Ur-und Frühgeschichte unseres Landes. So sammle ich seit Kurzem Fundstücke aus verschiedenen Epochen. Da ich allerdings "blutige Anfängerin " auf diesem Gebiet bin, freue ich mich über eure Tipps und Hinweise bezüglich der Datierung. Hier nun also mein letzter Fund: Ich vermute , dass es ein steinzeitlicher Bohrer ist, der zudem sehr schön anzusehen ist, da er aus gebändertem Feuerstein besteht. Von der Spitze bis zum breiten Ende misst er 7cm. Gefunden habe ich ihn nach einem Regenguss auf lehmigem Ackerboden.
Entlang der spitzen Kante scheint er etwas wie einen Fingerschutz zu haben. Zudem ist er ergonomisch so geformt, dass mein Mittelfinger, wenn ich ihn in die Hand nehme guten Halt an der Kante findet. Ich hoffe ihr seht es mir nach, dass ich mich so laienhaft ausdrücke.
Viele liebe Grüsse,
Annette
Hallo Annette, herzlich willkommen im Forum.
Dein Stück halte ich nicht für einen Bohrer, sondern für ein Geofakt.
Ich sehe keine Bearbeitungsspuren.
Trotzdem ein schöner Stein. :super:
Servus Annette,
ich komm aus dem bayerischen Süden, der Oberpfalz. Bei uns gibts nicht solche Silexmassen wie bei Euch.
Da Material siegt auch wirklich schön aus. Aber Artefakteigenschaften kann ich auf den Fotos leider nicht erkennen.
Es müssten für einen Bohrer 2 Arten der Bearbeitung ( bzw. des Gebrauchs) zu erkennen sein (mindestens aber eine und zwar )
formgebende Retuschen , welche die bei dem Arbeitsgang nötigen Tiefen- und Breitenwirkung der Bohrspitze im Material umsetzen...
und eventuelle Gebrauchsspuren die bei einem benutzten Gerät zwangsläufig zu Absplitterungen an den besonders beanspruchten Partien führen.
Wenn solche Spuren vorhanden sind dann könnte es sich um ein Gerät handeln.
Wenn nicht.... und wenn schon... einfach in jedem Falle weitersuchen....denn das macht Spaß und mit der Zeit bleibt kein Gebiet fundleer....
versprochen!
Und wühl Dich mal durch unser Forum...da gibt es viel zu lernen....über Steingeräte und sonst auch
Bis bald
Edi
Danke Edi , ich werde demnächst meine Augen etwas mehr schärfen und mehr auf die Retuschierungen achten. Ich sehe zwar kleine Absplitterungen an der Rückseite und der lateralen Seite ( habe ich leider nicht fotografiert, die vorigen Bilder nur mit der Handy-cam gemacht), diese sind aber eher unregelmässig und demzufolge wohl durch die eiszeitlichen Geschiebe entstanden. Und so schnell gebe ich nicht auf. Ich habe auch noch andere Fundstücke, bei denen ich auf Steinwerkzeuge tippe. Diese werde ich mal mit der Digitalen Kamera ablichten . Ausserdem bin ich auch begeisterte Keramikscherbensammlerin. Also fündig werde ich da schon. :zwinker:
Seid lieb gegrüsst,
Annette :winke:
Hallo Annette :-)
Erstmal herzlich Willkommen im Forum. :super:
Als dein nordlicher Nachbar aus Dänemark (Insel Ærø in der westlichen Ostsee) kenne ich diesen Flinttyp sehr gut.
Es wird bei uns Falster-Flint genannt, nach der Insel nur unweit nördlich von dir.
Ich kann nur zustimmen was meine Freunde schon geschrieben haben, also wahrscheinlich kein Artefakt, aber ein schöner Stein.
Wenn dus noch nicht gesehen hast gibt es hier eine kleine Einführung zum Thema Retuschen usw. :
http://www.sucherforum.de/index.php?topic=21331.0
:winke:
Hallo agersoe,
danke für deine herzlichen Willkommensgrüsse. Nun weiss ich also woher dieser schöne Flint seinen Namen hat. Seltsamerweise finde ich direkt am Strand meistens nur den typischen schwarz-weißen Flint. Auf den Äckern der Umgebung herrscht eher die gelblich-bräunliche Variante vor. Der Falster-Flint kommt eher selten vor bei uns. Daher sprang er mir auch gleich ins Auge. :-) Die besagte Einführung werde ich mir noch mal in Ruhe zu Gemüte führen, wenn die Akkus in meinem Hirn wieder aufgeladen sind. :-D
Und wir sind quasi "fast" Nachbarn? Da trennt uns ja nur die baltische See.
Einen schönen Abend noch!
Danke Annette :-)
Ja, bei mir ist auch der schwarz - grau - weisse Flint am gewöhnlichsten. Oft hat man aber bei mir für Geräte den besonders schönen Falster-Flint extra ausgewählt.
Die von dir sogenannte "gelblich-bräunliche Variante" ist eigentlich keine Variante, sondern genau der gleiche Typ, nur patiniert. Die gelben und braunen Töne auf dem Flint kommen dadurch, dass der Flint in der Erde durch jahrtausende in Eisenhaltiger Umgebung gelegen hat. Wenn du mal ein neulich gebrochenes Stück findest, wirst du sehen, dass es nur die äussersten mikrometerschen die patiniert sind, innen ist der Flint immernoch schwarz - grau - weiss. :super:
Schönen Abend auch von mir ! :winke:
Hallo Annette, herzlich willkommen von Deinem westlichen Ostseenachbarn aus Lübeck. :winke:
Schöner Flint! Ich hebe solche Stücke immer auf, in der Hoffnung, jemand hat ihn schon früher aufgehoben/abgeschlagen, dann bearbeitet und wieder verloren.
Schöne Grüße vom Insurgenten
Hallo insurgent,
ich werde ihn auf jeden Fall aufbewahren, allein schon weil die Bänderung besonders schön zur Geltung kommt.
Du wohnst in einer schönen Stadt mit Flair....meine Schwester pendelt oft zwischen Lübeck und Heimat . Und wie es ausschaut wird sie in deiner Stadt sesshaft werden. :zwinker:
Viele Grüsse von Jumnea
hallo annette ,
halte es auch für ein geofakt .
wünsche dir viel spass hier , und viele grüsse aus flensburg .
petersen