Von einem LBK Platz in Westhessen. Die Spitze ist einseitig flächenretuschiert, die Gegenseite fast gar nicht. Halb LBK, halb BZ? :kopfkratz: :-) Gruss..
Hallo,
ich würde vermuten, dass die Spitze noch nicht fertiggestellt ist. Die andere Seite sollte sicher auch noch ordentlich flächenretuschiert werden.
:winke: Sven
Normalerweise bearbeitet man so etwas wechselseitig, jedenfalls hab ich das immer so verfolgt, bei einschlägigen Knappern. Aber einseitig geht offenbar auch. :-) Wenn man jetzt die zweite Seite beginnt, wär die echt winzig geworden. Ja, vielleicht ist dem Künstler in der Mittagspause das Teil beim Schläfchen aus der Hand ins Gras gefallen... Gruss..
In diesem Fall nicht so viel nachdenken.
Ist eine!
mfg
Zitat von: hargo in 20. August 2024, 23:43:42In diesem Fall nicht so viel nachdenken.
Ist eine!
mfg
Tatsächlich sehe ich das auch so! :glotz:
Warum bei flächenretuschierten Pfeilspitzen gleich an Bronzezeit denken?
Die gab es mit eingezogener Basis bei uns bereits im Mittelneolithikum.
https://www.academia.edu/2348494/Neolithische_Pfeilk%C3%B6pfe
LG
Holger
Ja, dank euch. Ja, Rössen hatte auch flächig retuschierte, eingezogene Basis hab ich auch von LBK gefunden. Sehen halt, bis auf Ausnahmen, oft über lange Perioden gleich aus. Gruss..
Hier ist noch ein älterer Fund, mit abgebrochener Basis, das gleiche Problem. :nixweiss:
Zitat von: Nanoflitter in 21. August 2024, 13:43:14Ja, dank euch. Ja, Rössen hatte auch flächig retuschierte, eingezogene Basis hab ich auch von LBK gefunden. Sehen halt, bis auf Ausnahmen, oft über lange Perioden gleich aus. Gruss..
Moin!
Die Rössener Stücke mit flächiger Retuschierung werden in der Umrissbezeichnung als "herzförmig" beschrieben. In dieses Profil passt dieses Projektil überhaupt nicht hinein. Schon in der LBK gibt es einseitig, aber nur flach seitlich tiefer in die Fläche retuschierte Projektile, die allerdings einen deutlich dünneren Querschnitt haben, weil sie aus flachen Klingen hergestellt worden sind ........
Der gezeigte neue Fundbeleg steht in allen Merkmalen denen spät datierender Pfeilköpfe näher, als denen der LBK und nachfolgenden Kulturen. Dabei ist es unwesentlich ob es ein bereits fertig gestelltes Stück ist oder ein misslunges.
Die Versuche das Stück dorsal flächig zu retuschieren und damit auch flächig auszudünnen, ist nach meinem Eindruck recht ungünstig verlaufen, da sich immer wieder flache hinge fractures ausgebildet und gestaffelt hatten. Da die Seitenlinien zu steil angelegt waren, konnte nicht seitlich dagegen gearbeitet werden. Entweder gab man das Stück dann auf, oder man beließ es so wie es war.
Ob die ventralen Negative intentionell angelegt wurden, oder es zumindest linksseitig auch Beschädigungen sind, lässt sich nach den Bildern nicht klar festtellen.
Als Oberflächenfund ist das Stück nur als Einzelstück zu betrachten und in der Art der dorsalen Retuschierung einer späterne Zeitstellung deutlich näher als der des sonstigen Oberflächenfundzusammenhangs.
lG Thomas
Zitat von: thovalo in 22. August 2024, 09:16:18Die Rössener Stücke mit flächiger Retuschierung werden in der Umrissbezeichnung als "herzförmig" beschrieben. In dieses Profil passt dieses Projektil überhaupt nicht hinein.
Na ja, das mag sicher für einige der Rössener Projektile zustimmen, aber nicht für alle. Der Umriss der Spitze Nr. 19 in der Ausarbeitung von Werner Schön, nach L. Fiedler der Rössener Kultur zuzuschreiben, ist, wie auch die Projektile Nr. 16-18, nicht herzförmig und entspricht durchaus dem Umriss des von Nano gefundenen Stücks.
LG
Holger :winke: