Ein Klopfstein aus Milchquarz, nicht selten auf diesem Fundplatz in Westhessen, da diese Knollen hier natürlich vorkommen. Gruss..
EINDEUTIG
lG Thomas
Hallo,
ich will ja nicht klugscheißen, mache es trotzdem! :frech:
Das ist ein Schlagstein, als Klopfstein werden diese aus Feuerstein bezeichnet.
:winke: Sven
:-D :zwinker: :prost: ja, diese Diskussion ist schon oft geführt worden. Die Frage ist, was mit den unzähligen Dingern gemacht wurde. Mahlsteine aufgerauht, Steinbeile vorgepickt, Feuersteine bearbeitet, Nüsse geknackt? Milchquarz ist auch ne andere Nummer als Quarzit. Obwohl hier damit sicher das gleiche getan wurde. Feuersteine sind damit sicher hier nicht bearbeitet worden, dafür gibts im Verhältnis zu wenig Flintartefakte. Was ist mit Hornstein, da hatten wir hier ja zuletzt auch einen. Die Definition halte ich schon länger für Quark, also nenne ich die Teile wie ich mag. Klopfkugel, Schlagstein, Klopfer, manche sagen sogar Reibstein. Ja, in den eischlägigen Büchern wusste man es halt nicht besser. Gruss..
Hallo zusammen,
ich denke inzwischen auch, dass es bei der Unterscheidung zwischen Schlagstein oder Klopfer nicht auf das Material ankommt, sondern eher auf die unterschiedliche Verwendung.
https://www.academia.edu/10163864/Schlagger%C3%A4te_aus_Stein_In_Steinartefakte_vom_Altpal%C3%A4olithikum_bis_in_die_Neuzeit_T%C3%BCbingen_2012_141_146
https://steine-scherben.de/pages/was-man-so-findet/neolithikum/klopfsteine/klopfsteine-aus-felsgestein.php
LG
Holger
Zitat von: Nanoflitter in 26. Juli 2024, 19:18:47...Die Definition halte ich schon länger für Quark, also nenne ich die Teile wie ich mag. Klopfkugel, Schlagstein, Klopfer, manche sagen sogar Reibstein. Ja, in den eischlägigen Büchern wusste man es halt nicht besser. Gruss..
Im Zweifelsfalle immer an Jürgen Weiner orientieren.
Bei Vorhandensein von:
-Schlagnarben
-Schlagmarken
-narbigen Zerrüttungen
-oder Zerrüttungszonen
= KLOPFSTEINmfg
ZitatBei Vorhandensein von:
-Schlagnarben
-Schlagmarken
-narbigen Zerrüttungen
-oder Zerrüttungszonen
= KLOPFSTEIN
Ein wenig beneide ich euch Sucher ausserhalb der Geschiebezone. Denn hier auf der Feuersteinlinie hat gefühlt jeder dritte Stein vom Acker solche Zerüttungszonen. War es nun der Mensch oder der Gletscher ? Selbst wenn auf eindeutigen Fundplätzen aufgelesen bleiben immer Zweifel.
Viele Grüße
Michael
Moin!
Exemplarisch zwei Schlagsteine aus Milchquarz vom Fundareal am rechten Niederrhein. Die Härte des Gesteins nach liessen sie sich auch zur Aufrauung von Mahlsteinen verwenden.
lG Thomas :winke:
Zitat von: Wiedehopf in 27. Juli 2024, 00:17:12Ein wenig beneide ich euch Sucher ausserhalb der Geschiebezone. Denn hier auf der Feuersteinlinie hat gefühlt jeder dritte Stein vom Acker solche Zerüttungszonen. War es nun der Mensch oder der Gletscher ? Selbst wenn auf eindeutigen Fundplätzen aufgelesen bleiben immer Zweifel.
Viele Grüße
Michael
Das ist unzweifelhaft kein Schlagstein. Das zeigen die Lage der Negative in der Fläche und die Rostspuren an. Schlagsteine haben, wenn sie lang-schmal sind die abgeklopften Partien an einem oder beiden Schmalenden.
Rundlich-scheibenförmige können den Rand umlaufend abgearbeitet sein.
lG Thomas :winke:
Danke euch :super:
Dieses Material findet sich bei uns auch recht häufig, wobei die zumindest von der Donau rund 20km von uns kommen müssen, da alle näheren Gewässer bei uns ausschließlich Gerölle aus Kalk/Molasse/Flysch führen. Aber wie schon geschrieben ein Klassiker, schön!
Hallo,
dann zeige ich hier zum direkten Vergleich eine Klopfkugel aus Hornstein, die Oberfläche ist vollständig mit Schlagmarken überzogen, eine natürliche Oberfläche ist an einer winzigen Stelle noch sichtbar.
Der Durchmesser der nahezu gleichmäßig runden Kugel beträgt 55 mm.
Grüße Peter
Die voll bekloppten :-D sind manchmal schwieriger, weil die natürliche Referenz fehlt. :super: Gruss..
Hallo,
am Anfang der Nutzung als Klopfer bzw. Klopfstein waren die Stücke ja zumeist ziemlich würfelförmig wie es das Foto K1024_DSC02337.JPG belegt. Die Endform als Klopfkugeln war dann mehr oder weniger ein Resultat aus dem langem Gebrauch. (Dies jedenfalls bei der Materialauswahl Hornstein )
Grüße Peter
Würfelförmig als Basis kann ich für meine Gegend kaum bestätigen, hier finden eher schon rundliche bis eiförmige Flussgerölle oder halt Werkzeugreste Verwendung. Mit Ausnahmen. Gruss..
Hallo Peter,
sehr schöne Darstellung des Werdegangs eines Klopfers, vom Würfel (Quader) bis zur Kugel. :super:
Das habe hier auch noch nicht feststellen können, auch bei mir dominieren Flussgerölle, deren Form aber, so scheint es, vielleicht für verschiedene Einsatzzwecke, speziell ausgesucht wurde.
LG
Holger
Servus,
so eine Klopfkugel aus Hornstein, welche bis auf kleine Stellen mit Narben übersäht ist,
hab ich auch. Durchmesser ca. 70mm
Grüße
Robert