Den hab ich gestern zurückbekommen, samt Zeichnung,...
War es die Spezialaufgabe?- der Mangel an Rohstoff?- die außergewöhnliche Grazilität der Handwerkerin?
Hier dürften alle diese Faktoren wohl eine Rolle spielen....
und hier noch mit Zeichnung und Retusche
Bis bald
Edi
Will ja nicht unnötig unken, aber die Zeichnung ist mangelhaft. Dir selbst ist das sicher schon öfter aufgefallen.
Hallo Edi !! :-)
Also wenn ich das nicht gerade auf den Fotos sehen würde, würde ich das einfach nicht glauben !!! :platt: :staun:
Das ist phantastisch, so klein !!
Ich finde das eigentlich genauso erstaunlich, wie du manchmal die grösse der Kratzer hier im Norden erstaunlich findest !!
Einen so kleinen Kratzer bewusst herzustellen, das ist ja nicht nur Handwerk, sondern auch gewissermassen Kunst !! :super:
Danke fürs Zeigen !! :winke:
Vermutlich war es eine lange Expedition- die Rohstoffquellen weitab und der Nachschub ließ auf sich warten......Aber dies müsste dann an vielen Stellen bei uns auch so gewesen sein, denn diese Minikratzer traten hier im Mesolithikum häufiger auf. Auch wenn der Rohstoffmangel von vielen Experten als vernachlässigbar für diese Miniaturisierungstendenz erklärt wird..... freiwillig kann man solche Gegenstände nicht bis an die Grenzen der Handhabbarkeit verkleinert haben. Dabei scheint es jedoch unverständlich dass ein paar Tausende Jahre früher im Endpaläolithikum an benachbarten Fundstellen vergleichsweise große Werkzeuge gab, der Nachschub also funktionierte (wenngleich ich zugeben muss , dass deren Kratzerchen bisweilen auch schon recht minutiös geartet waren- zumindest fanden sich aber auch bedeutend größere im Ensemble).
Tatsächlich kann ich das Mesolithikum (und in mancherlei Hinsicht auch das Neolithikum) in nördlichen Breiten...von der Artefaktbasis her kaum verstehen da sich lediglich die Mikrolithik ähnelt,( @agersoe)
und...
@notker, es ist in der Tat ein neuer Zeichner am Werk. Ein profunder Rohstoffkenner mit Drang zur Verdeutlichung und Emphase.... bei vielen Stücken wird da etwas nachretuschiert....der Querschnitt ist manchmal irgendwie eher phanthasiebeseelt.... in den nächsten Beiträgen wird es vielleicht deutlich.....
und irgendwie glaub ich nicht mehr alles was die vom LfD sagen...Endpaläo- Meso- Neolithikum.... das ist alles vermutlich viel komplizierter
na denn
bis morgen
gute Nacht vom
Edi
Ein wirkich schöner Winzling!
Hier sind die mesolithischen Mikrolithen zwar auch winzig klein, die Kratzer von der gleichen Fundstelle aber regelmäßig wesentlich größer als Dein Fund. Es könnte ja tatsächlich ein Ressourcenproblem sein. Auch überwiegt bei uns eine Form, hergestellt aus einem langschmalen Abschlag, Breite zu Länge etwa 1:2. Die runden Abschlagratzer sind , zumindest an meiner Sammelstelle, seltener. Hier zeige ich mal ein Beispiel eines langschmalen mesolithischen Kratzers:
(http://img102.imageshack.us/img102/6070/mes1qb8.jpg) (http://imageshack.us)
(http://img102.imageshack.us/img102/6387/mes2sk9.jpg) (http://imageshack.us)
Schöner Fund, besten Dank, Grüße
RP
So einen Ähnlichen , RP, werd ich auch hier mal in Bälde reinstellen...schön dass man ab und zu , trotz vieler Kilometer, doch kongruente Entwicklungs- und Gerätelinien erkennen kann
Danke vom
Edi