Hallo,
Dieses Thema:
https://sucherforum.de/steinartefakte/klinge-mit-pflugretuschen-a/
bringt mich dazu, hier eine ähnliche Kernfußklinge zu zeigen. Sie stammt von einer Begehung einer Fläche im südlichen Sachsen-Anhalt, wo ein Schlagplatz des späten Paläolithikums ausgegraben wurde nach Abschluss der Grabung und erneuter Erdbewegugung durch Baumaßnahmen.
Auch diese Klinge weist partiell laterale Retuschen auf. Diese sollten aber alt sein.
:glotz: Sven Kernfußklinge 700.jpg
Hier noch die retuschierte Kante.
Und noch ein Klingenkratzer von da:
Und die Kratzerstirn.
Sehr schöne Exemplare! Für sinn oder planvoll halte ich die Retuschen nicht, für zeitgenössisch schon. Ja wenn da so ein Haufen Schlagabfall vorm Zelt liegt und die ganze Horde drübertrampelt :-D kann so was schon mal vorkommen. LG
Von Klingen dieser Dimension kann ich auf dem von mir begangenen LBK-Acker nur träumen :heul:
LG Holger
Nanoflitter schreibt:
"Für sinn oder planvoll halte ich die Retuschen nicht, für zeitgenössisch schon.
Ja wenn da so ein Haufen Schlagabfall vorm Zelt liegt und die ganze Horde drübertrampelt
kann so was schon mal vorkommen"
Diese Einschätzung halte ich für sehr wahrscheinlich!
Die Flintknapper, die ich beobachten konnte, waren oft von Beutegreifern umlagert,
nach Brauchbarem suchten und dabei waren Kollateralschädenan der Tagesordnung.
LG
Jan
Der Klingenkratzer hat übrigens auch eine Retusche an einer Kante. Der wäre beim Drauftreten sicher zerbrochen.
Im Vorfeld der Grabung konnte ich unter anderem schon einen spitzen Abschlag und einen weiteren Abschlag von der gleichen Knolle. Eine genaue Anpassung ist aber nicht möglich.
Zitat von: Herlitz in 18. März 2026, 13:16:21Der Klingenkratzer hat übrigens auch eine Retusche an einer Kante. Der wäre beim Drauftreten sicher zerbrochen.
Diese Retusche ist formgebend und sauber ausgeführt. Da bin ich dabei. Schöne Stücke allesamt, danke fürs zeigen. LG