Hallo Steinkundige,
aus Norddeutschland, unterhalb der Elbe, stammt dieser Kern samt der Beifunde. Mich würde sehr die Zeitstellung interessieren.
Bei dem runden, sehr glatten Stein (offensichtlich erhitzt) würde mich interessieren, ob es sich um einen Glättstein o.Ä. handeln könnte. Solche Steine habe ich schon im Museum als "Urnenzubehör" gesehen...
Könnte es sich bei dem "bohrerförmigen" um ein Gerät handeln, oder ist es eher eine Laune der Natur?
Hallo Milafix,
der gesamte Komplex hat was Mesolithisches an sich. Der Lamellen-/Klingenkern und der Boherer (ja, ist einer) sind schöne Stücke.
Der Bohrer wurde wohl so nicht hergestellt, die Spitze war da und wurde genutzt. Der Rest sind kleine Abschläge (Absplisse) und Lamellen.
Das Meiste sind Produkte der Artefaktherstellung (z.B. Retuschierabfälle, ...).
Schön und weiter so! :super:
Schöne Grüße,
Markus
Mark hat recht, der bipolare Kern (!) spricht Bände.
Gratuliere!
...dat sind Steine - wie schööööööööööööön !
Danke für Eure Einschätzungen ! Besonders auch an Ghoul, der scharfsinnig wie immer erkannt hat, daß es sich hier nicht um Metall handelt...
Hat auch jemand eine Idee zu dem runden weißen Stein?
Der Runde könnte eine verbrannte Silexknolle sein !
Schöne Funde :super:
Zitat von: Kelten111 in 04. Juni 2011, 11:35:54
Der Runde könnte eine verbrannte Silexknolle sein !Schöne Funde :super:
das dachte ich auch, ein Merkmal für verbrannten Hornstein ist doch meines Wissens die Eierschalenstruktur der Oberfläche bzw. das Aussehen von verbranntem Porzellan.
Grüße
Peter
Zitat von: Milafix in 04. Juni 2011, 11:33:12
Danke für Eure Einschätzungen ! Besonders auch an Ghoul, der scharfsinnig wie immer erkannt hat, daß es sich hier nicht um Metall handelt...
Hat auch jemand eine Idee zu dem runden weißen Stein?
Der runde weisse Stein ist kein Artefakt sondern ein verrolltes Silexstück das nicht verbrannt sondern weisslich patiniert ist.
Darunter rechts liegt ein besonders charakteristisch im Feuer kraquelliertes Silexfragment (das linke ist auch verbrannt aber nicht so anschaulich).
lG thomas :winke:
Zitat von: thovalo in 04. Juni 2011, 12:39:15
Der runde weisse Stein ist kein Artefakt sondern ein verrolltes Silexstück das nicht verbrannt sondern weisslich patiniert ist.
Darunter rechts liegt ein besonders charakteristisch im Feuer kraquelliertes Silexfragment (das linke ist auch verbrannt aber nicht so anschaulich).
lG thomas :winke:
Da muß ich Thomas recht geben.
Gruß Klaus
Dat stimmt, das Ei würde man im hohen Norden als Wallstein bezeichnen, beim Thovalo als Maasei!
:winke:, Markus
Moin Marcus,
Wallstein trifft es nicht ganz. Wallsteine haben einen Dm. von 30- 60 cm und sind aus Felsgestein. Sie werden zum Friesenwallbau genutzt. Diese Wälle wurden um die Häuser aufgesetzt und waren Einst als Schutz gegen die Flut bei Land unter gedacht. Die Durchgänge sind dann kurzfristig mit Sandsäcken verschlossen wordender.
Gruß Klaus
Zitat von: steinwanderer in 04. Juni 2011, 17:46:30
Moin Marcus,
Wallstein trifft es nicht ganz. Wallsteine haben einen Dm. von 30- 60 cm und sind aus Felsgestein. Sie werden zum Friesenwallbau genutzt. Diese Wälle wurden um die Häuser aufgesetzt und waren Einst als Schutz gegen die Flut bei Land unter gedacht. Die Durchgänge sind dann kurzfristig mit Sandsäcken verschlossen wordender.
Gruß Klaus
Kulturgeschichte aus erster Hand! :super:
@Klaus: http://de.wikipedia.org/wiki/Wallstein_%28Geschiebe%29 & les dir mal die Literatur durch zu!!
Moin Markus,
danke für die schöne Seite. Ich wußte nicht, daß auch diese Flintknollen eine solche Bezeichnung haben.
Gruß Klaus
@Klaus: Der Begriff "Maasei" ist sogar nur die regionale Namens-Variante von "Wallstein", obgleich wohl mehr Leute Maaseier als Wallsteine kennen.
siehe auch meine Homepage --> http://praehistorische-lithothek.de/page8.php#WALL
Schöne Grüße,
Markus
Hallo Milafix,
der schöne bipolare Kernstein hat in der Tat etwas Spätpaläolithisch-frühmesolithisches an sich.
Viele Grüße
Sprotte