Moin !
In Ergänzung zu meinem letzten Thema "Keilmesser aus Hälleflint" möchte ich hier einen neuen Fund aus diesem Material vorstellen. Er stammt aus einer nahe gelegenen Kiesgrube und ist als Kern anzusprechen. Er ist unbeschädigt, was auf das zähe Material zurückzuführen ist. Dagegen sind Flintartefakte aus den Überkornhalden fast immer beschädigt, da sie viel spröder im Bruchverhalten sind.
Ich zeige hier mal die aussagekräftigste Seite, auf der deutlich drei Neagtive zu sehen sind. Maße etwa 100 x 75 x 50 mm
LG Klaus
Ich zeige hier doch noch einmal die zweite Seite, wobei man unten rechts einen größeren steckengebliebenen Abschlag sieht und mehrere kleine weitere.
LG Klaus
Zitat von: palaeo1 in 17. Juni 2024, 18:06:43Moin !
In Ergänzung zu meinem letzten Thema "Keilmesser aus Hälleflint" möchte ich hier einen neuen Fund aus diesem Material vorstellen. Er stammt aus einer nahe gelegenen Kiesgrube und ist als Kern anzusprechen. Er ist unbeschädigt, was auf das zähe Material zurückzuführen ist. Dagegen sind Flintartefakte aus den Überkornhalden fast immer beschädigt, da sie viel spröder im Bruchverhalten sind.
Ich zeige hier mal die aussagekräftigste Seite, auf der deutlich drei Neagtive zu sehen sind. Maße etwa 100 x 75 x 50 mm
LG Klaus
Moin,
kein Zweifel, aber würdest du bitte nochmal die Schlagrichtung
der Drei mit Pfeilen markieren.
mfg
Hier das Stück noch einmal richtig ausgerichtet mit den Markierungen zur Schlagrichtung.
Ich muss hier noch einmal anmerken, dass die Ansprache als "Artefakt" bei diesem Rohmaterial nicht einfach ist, da die Schlagmerkmale häufig nur diffus ausgeprägt sind. Primärabschläge lassen sich bei Kiesgrubenfunden nicht verifizieren, da der archäologische Kontext nicht gegeben ist. So habe ich heute einen Primärabschlag (dorsal 100 % Kortex), der keine weiteren Modifikationen besaß, zwar mitgenommen, aber nicht als Artefakt bestätigen können. Es müssen immer mehrere Merkmale sein, die eine natürliche Entstehung durch den Kiesgrubenbetrisb ausschließen.
LG Klaus
die Basis des Kern zeigt noch einen Abschlag zur Schaffung einer neuen Schlagfläche