Kerbrest 2.jpg
Hallo,
im Süden Sachsen-Anhalts, auf einer Terrasse oberhalb der Elster, fand ich dieses winzige Fitzelchen (11 mm). Mein erster Gedanke war schon: das könnte ein Kerbrest sein. Da das Thema aber doch recht speziell ist, frage ich mal in dieser Runde der Steinkundigen des Mesolithikums, ob das wirklich einer sein kann.
Kerbreste sind ja Klingenfragmente, welche Abfälle von der Herstellung von Spitzen, Trapezen und anderer Mikrolithen übrigblieben. Hier ist rechts eine Retusche der Kerbe zu erahnen, links eine der Bruchflächen, welche früher wohl auch als Mikrostichel fehlgedeutet wurden.
:glotz: Sven
Schwer zu sagen, ob Bruch oder Stichelbahn, der Kleinkram hat es in sich. Gruss..
Das war nicht die Frage, Nano.
M. E. kein Kerbrest.
Aber, wie immer :nixweiss:
mfg
Das war schon richtig, es ging um Kerbbruch oder Stichelbahn.. :glotz: Gruss..
Es handelt sich um einen Bruch und keinen Stichelschlag. :winke:
Ich kann nicht zwischen Bruch und Stichelschlag auf den Bildern unterscheiden. Vermutlich auch nicht am original. Deswegen meint ja auch Herlitz, man bezeichnete dies früher fälschlich als Microstichel, weils halt kompliziert ist. Gruss..
Zitat von: Nanoflitter in 30. September 2024, 12:42:16Ich kann nicht zwischen Bruch und Stichelschlag auf den Bildern unterscheiden. Vermutlich auch nicht am original. Deswegen meint ja auch Herlitz, man bezeichnete dies früher fälschlich als Microstichel, weils halt kompliziert ist. Gruss..
Genau so ist das!
An dem eingestellten Stück erkenne ich zwar ein kleines Stück Retusche, aber eine einkerbende Fundtion erkenne ich nicht, sondern eher die einer Lateralretusche. Ein Kerbrest entsteht durch einlaufende/eingebogene Retuschierung und dann folgte der Bruch der Klinge. Das man solche Stücke "Microstichel" genannte hatte, stammt aus einer Zeit als man Stichel noch nicht klar unterschied. Es sah "so aus WIE" und wurde deshalb manchmal so fälschlich bezeichnet. Aber das hat Herlitz ja auch so geschrieben.
lG Thomas
Hallo,
der Kerbrest ist mir heute von einem kompetenten Steinkundigen, auch des Mesolithikums, bestätigt worden.
:winke: Sven