Hallo zusammen,
es sollte im Urlaub zu den oberitalienischen Seen gehen und an Archäologie habe ich dabei nicht gedacht. Auf dem Weg besuchte ich jedoch bereits das Leubinger Fürstengrab über das ich schon berichtet habe:
https://sucherforum.de/ausstellungen-museen-historische-veranstaltungen/leubinger-furstengrab-ein-bisschen-archaologie-tanken/
Und am Lago d' Iseo wurde mir bewusst, dass im nördlich davon gelegenen Valcamonica die Menschen bereits vor mehr als 10.000 Jahren Felsritzungen hinterlassen haben und so mussten einige in Augenschein genommen werden...
Angeblich 300 000 'Zeichnungen', wohl die größte Ansammlung steinzeitlicher Kunst in Europa, haben dazu geführt, dass das Tal als erste italienische Stätte in das Weltkulturerbe der Menschheit der UNESCO aufgenommen wurde. Das Dorf Capo di Ponte bietet sich für einen Besuch an. Die auf dem Fotos sichtbaren Ritzungen oder aus meiner Sicht eher 'Pickungen' sind wohl deutlich jünger...
Viele Grüße
Jondalar
Hallo Jondalar,
vielen Dank für die Eindrücke aus den Alpen! Im April war ich in ganz in der Nähe, in Brescia, leider nicht mit genug Zeit für einen Abstecher zu den Felszeichnungen... aber ich habe einen Werbeprospekt mitgenommen, der noch ein paar Informationen zu den verschiedenen Fundstellen verschiedener Zeiten im Tal gibt, wovon ich hier ein paar Fotos teilen möchte, sowie ein (leider einziges) Foto von in Brescia gefundenen Werkzeugen aus dem dortigen Museum (wo hauptsächlich aber Funde aus römischer Zeit ausgestellt sind).
Viele Grüße, Sven
Moin und Danke für die Vorstellung(en)!
Norditalien ist extrem reich an bedeutenden steinzeitlichen Denkmälern. In Garda de Riva wurden z.B. beim Bau eines Krankenhauses antropomorph ausgearbeitete neolithische Stelen entdeckt, die nun im dortigen Museum untergracht worden sind. Und etwas oberhalb des Ortes finden sich ebenfalls Felsgravuren.
lG Thomas