Guten Tag allerseits! :winke:
Kann jemand etwas zu diesem Beil sagen?
Geschliffenes Felsgestein(?), gefunden bei Hannover, Beifunde keine
Vielen Dank und liebe Grüße,
HansPeter
(http://i1261.photobucket.com/albums/ii588/HansPeter3/DSC01684-1.jpg)
(http://i1261.photobucket.com/albums/ii588/HansPeter3/DSC01683-1.jpg)
(http://i1261.photobucket.com/albums/ii588/HansPeter3/DSC01686.jpg)
(http://i1261.photobucket.com/albums/ii588/HansPeter3/DSC01685.jpg)
Kann man da nichts zu sagen? Denke mal so ab 3000 v.Chr. aufwärts, oder?
Liebe Grüße,
HansPeter
Abwärts ....... :zwinker: ....... 3.000 bis deutlich jünger.
Die Beilklinge alleine lässt sich ohne Befundzusammenhang nicht absolut sicher datieren.
Spätneolithikum (Einzelgrabkultur) und durchaus auch noch bis in die frühe Bronzezeit!
Der rechteckige Querschnitt und das Format deuten an, dass diese Beilklinge in einer Fassung aus Hirschgeweih im Holm
geschäftet gewesen sein könnte. Ein Merkmal das ab der Zeit um 3.000 v. Chr. zunehmend häufiger auftritt.
glG thomas :winke:
Ist die Farbe des Gesteins nicht eher tief dunkel grünlich!?
Entschuldigung, habe mich missverständlich ausgedrückt. Meine mit aufwärts uns entgegen, also jünger. :-D
Hast übrigens recht, so ein leichter Grünstich ist nicht von der Hand zu weisen... ist mir noch nie aufgefallen :-)
Vielen Dank und liebe Grüße,
HansPeter
P.S. Wenn Bronzezeit auch möglich ist, (was ich gefühlsmäßig irgendwie auch dachte) kann man dann bei der Datierung etwa eine Grenze setzen? Also 3000-xxx v.Chr. ?
Zitat von: HansPeter in 09. August 2012, 20:09:33
Hast übrigens recht, so ein leichter Grünstich ist nicht von der Hand zu weisen... ist mir noch nie aufgefallen :-)
Vielen Dank und liebe Grüße,
HansPeter
P.S. Wenn Bronzezeit auch möglich ist, (was ich gefühlsmäßig irgendwie auch dachte) kann man dann bei der Datierung etwa eine Grenze setzen? Also 3000-xxx v.Chr. ?
Hier im Rheinland/Niederrhein wärst Du mit "bis ca. 1.800 v. Chr." gut dabei!
Das Gestein nur über die Bildern näher zu bestimmen ist nicht möglich, aber ich habe den Eindruck einer unter hohem Druck und Temperatur entstandene Gesteinvarietät. Das bedeutet ein recht zähes und schlagfestes Material.
So etwa in Richtung Diabas ....... mit eingeregelten Feldspat (helle Einschlüsse)
glG thomas
Naja, was vlt. noch helfen könnte: Das Material sieht in natura irgendwie seifig/ölig aus (fühlt sich aber nicht so an).
Liebe Grüße,
HansPeter
Wie müsste man die "Rheinländer 1800" denn für die Umgebung Hannover verändern? Muss man das überhaupt?
Hallo,
da das Stück bei Hannover gefunden wurden, ist Diabas (d.h. Dolerit, z.B. "Öje-Diabas") durchaus sehr wahrscheinlich, da derartige Gesteine (auch als Geschiebe) im Norden gern zur Herstellung von Äxten und Beilen genutzt wurden, eben auch aufgrund ihrer hohen Zähigkeit. Bei den grünen Flecken könnte es sich (wie bereits gesagt wurde) um Feldspateinsprenglinge oder -xenokristalle (wohl alterierter (= vergrünter) Plagioklas) handeln. Um sicher zu gehen, sollte man sich jedoch unbedingt die mikroskopische Struktur ansehen: Dolerite zeigen oft eine gesteinsabhängig mehr oder weniger feine, so genannte ophitische Struktur, bei der leistenförmige Plagioklas-Kristalle kreuz und quer angeordnet sind.
Viele Grüße
Sprotte
Hallo sprotte,
vielen Dank für deinen lehrreichen Beitrag! (Was man nicht alles aus "unseren" Steinen lesen kann...)
Werde mir das ganze mal bei Gelegenheit durch ein gutes Mikroskop angucken.
Liebe Grüße,
HansPeter