Moin!
Dieser kleine, ventral an einem Abschlag angelegte Bohrer ist leider nur von einer Seite abgebildet. Er stammt von einer Feldflur mit vielen Funden des späten Paläolithikums, sehr wenigen Artefakten des Mesolithikums, einigen Funden des Jungneolithikums und des späten Neolithikums.
Da der Fundbeleg typologisch keine absolute Zuweisung in eine dieser Zeitspannen ermöglicht, bleibt seine nähere Zeitstellung zunächst offen.
lG Thomas :winke:
Moin,
Sag mal ist das ein Quarzit?
Schöner Fund :super:
Viele Grüße
Hallo Thomas,
vom Habitus des interessanten Fundstückes bin ich doch auch irgendwo im Paläolithikum.
Tolles Fundstück.
Grüße Peter
Zitat von: Merle2 in 24. Februar 2025, 15:38:48Moin,
Sag mal ist das ein Quarzit?
Schöner Fund :super:
Viele Grüße
Das ist ein rauer rötlicher Feuerstein.
lG Thomas
Zitat von: Furchenhäschen in 24. Februar 2025, 16:33:21...
vom Habitus des interessanten Fundstückes bin ich doch auch irgendwo im Paläolithikum.
...
Kannst du das bitte präzisieren.
Was spricht deiner Meinung nach dafür?
mfg
Zitat von: thovalo in 24. Februar 2025, 17:24:05Das ist ein rauer rötlicher Feuerstein.
Demgemäß wohl kein nordischer Feuerstein (?).
Moin,
und Glückwunsch zu diesem interessanten Fund.
Gruß
Jürgen
Zitat von: hargo in 24. Februar 2025, 23:10:03Kannst du das bitte präzisieren.
Was spricht deiner Meinung nach dafür?
mfg
Hallo Hargo,
unter
Habitus verstehe ich in diesem Fall das allgemeine Erscheinungsbild des Artefakts,
welches m.E....
-das Endstadium eine Bohrers darstellt, abgearbeiteter Bohrerkopf, stark verrundet, nicht mehr weiter nutzbar.
-die Bearbeitung, Retuschen sind kennzeichnend für paläolithische Artefakte
-die Verrundung der erkennbaren Bearbeitungsspuren
-einen Funkenspender schließe ich aus
-das verwendete Gestein
Außerdem werde ich diesbezüglich noch meinen Müller-Beck "Die Altsteinzeit" bemühen, habe vage in Erinnerung das darin auch paläolithische Bohrer abgebildet sind.
Drehen wir doch einfach die Fragestellung um:
Was spricht gegen einen paläolithischen Bohrer?
Grüße Peter :winke:
Zitat von: Furchenhäschen in 25. Februar 2025, 18:26:38Drehen wir doch einfach die Fragestellung um:
Was spricht gegen einen paläolithischen Bohrer?
Grüße Peter :winke:
Ich weiß es nicht, aber stünde im Paleo nicht die Durchlochung von Leder im Vordergrund?
Da wäre die Verrundung ganz unpraktisch. Oder?
mfg
Zitat von: hargo in 25. Februar 2025, 23:36:07Ich weiß es nicht, aber stünde im Paleo nicht die Durchlochung von Leder im Vordergrund?
Da wäre die Ferrundung ganz unpraktisch. Oder?
mfg
Hallo,
die Verrundung ist doch ein Resultat langen Gebrauchs, genau wie Leder wurde auch Knochen bearbeitet und gebohrt. Was speziell mit diesem Artefakt gebohrt wurde werden wir nicht mehr feststellen können.
Grüße Peter
Zitat von: Furchenhäschen in 25. Februar 2025, 23:45:12Hallo,
die Verrundung ist doch ein Resultat langen Gebrauchs, genau wie Leder wurde auch Knochen bearbeitet und gebohrt. Was speziell mit diesem Artefakt gebohrt wurde werden wir nicht mehr feststellen können.
Grüße Peter
Genau so ist das! Das Stück befindet sich im Endzustand mit verrundeter Spitze. Die hätte man auch nochmal retuschierend wiederherstellen können. Doch irgendwann wird bei zunehmenden Materialverlust die Handhabung schwierig. Dann fertigte man sich lieber ein neues pragmatisches Stück an.
Weil am Platz so viele Stichel vorkommen ist die Bearbeitung von Knochen und Geweih durchaus nicht auszuschließen. Es liegt auch ein keines gelochtes Gesteinstück vor. Daran würde sich so ein Bohrer gleichfalls entsprechend abarbeiten.
lG Thomas :winke:
Zitat von: hargo in 25. Februar 2025, 23:36:07Ich weiß es nicht, aber stünde im Paleo nicht die Durchlochung von Leder im Vordergrund?
Da wäre die Verrundung ganz unpraktisch. Oder?
Moin hargo,
Du wirst die Redewendung kennen:
"Steter Tropfen höhlt den Stein".
Auch Leder wird die zuvor scharfen Kanten abarbeiten.
Gruß
Jürgen