...hat mir gestern Freude bereitet. Fast 3 cm lang und an der dickste Stelle 3 mm lag es auf einer gelbsandigen Ausackerungsspur im Schneeregengepeitsch. Das Aufheben schon- in der Kälte- kündete mir schmerzhaft von stichhafter Verwendung als Grundzweck der Anfertigung (Was passiert eigentlich mit den Nerven der Fingerkuppen bei eisiger Kälte? Man kann kaum eine Zigarette befeuerzeugen ohne Schmerzen erdulden zu müssen).
Das Artefakt ist an der Spitze sehr fein und übertrifft alle Geräte die ich bisher aufheben durfte.
Als ich es zuhause unter der Lupe betrachtete konnte ich etliche Zurichtungsspuren eben dort erkennen
..von der Form her dachte ich an einen Feinbohrer der extremen Sorte. Allerdings ist eine Schneidenpartie rasiermesserscharf.
Und die "Dicke" des Teiles dürfte dieser Einschätzung vielleicht auch entgegensprechen.
Was mich immer wieder verwundert- die Erhaltung solcher Filigranteile in unseren sandigen Flussterrassen. Das Ding ist so neu wie damals
von der Oberfläche bis zu den Retuschen....Mich haut das um...die Fingerabdrücke in Rentierfett habe ich mit Spülmittel getilgt
Ich tippe auf Endpaläolithikum.....10- 12000 Jahre alt...weil es anscheinend ein Vorposten zu meiner diesbezüglichen Hauptfundstelle ist.
Welches Material? Welche Funktion?
Wenn Ihr was wisst . Danke
Wenn nicht. Auch
Gute Nacht
vom
Ed
Hallo Edi :-)
Super Teil !!!
So ein Gerät hattest du ja schon mal, Edi !
Das ist ein Pfriem ! :super: :winke:
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,19425.0.html
Danke !!! agersoe. Bei diesem Stück muss es sich wirklich um weiches Arbeitsgebiet gehandelt haben. Oder es kam vielleicht nie zum Einsatz.
Bei Menschen die Radierungen anfertigen hat sich -seit Anbeginn dieser Technik- ein Prüfverfahren zur Feinheit des Arbeitsgerätes entwickelt.
Wenn das Arbeitsende zu stumpf ist dann rutscht es unter Eigengewicht von der Testfläche (des kleinen Fingernagels) wenn man ihn neigt.
Dieses Gerät rutscht nicht...selbst bei 30 Grad.
Mörderpfriem, vermutlich
Alles Gute, Steinfreunde und sonst auch
vom
Edi
Hallo wieder !
Zum Löcherstechen in Häute ist so ein Gerät wirklich perfekt, da müssen (im Gesatz zum Bohrer) die Seiten der Spitze "skalpell-scharf" sein.
Du könntest es ja mal versuchen, wenn du ein Stück feines Leder hast, oder so. Im gegensatz zu den Bohrern muss hier nicht gedreht, sondern nur gestochen werden.
Ich wette das Stück macht heute noch ein perfekter kleiner Riss, wodurch man eine Nadel mit draht ziehen könnte.
Ich denke, sie sind ja im Spätpaläolithikum herumgewandert mit Zelten aus Häuten, die "zusammengenäht" werden mussten.
Da war sicherlich schon Arbeit genug für die Pfrieme.
:winke:
Hi :winke:
Interessanterweise kam bei uns heute auf einer mesolithischen Stelle ein ganz ähnliches Stück raus ... :staun:
Ich hielt es für einen schlichten Abschlag mit Ausbrüchen am dünneren Ende. Aber Denarius war sich sicher, dass es sich dabei um formgebende Retuschen handelt ...
Maße sind 3,0x2,8cm ...
:winke:
Gerd