Drei Beispiele für die Dimensionen die Gerätetypen der Michelsberger Kultur, im Vergleich zu Kleinformen gleichen Typs, auf dem bislang unbekannten Platz im Westen Deutschlands, rechts des Niederrheins, erreichen konnten.
Der Fundplatz liegt etwa 130 Klometer real zu bewältigender Strecke von den Feuersteinvorkommen in der Region um Rijckholt in den Niederlanden entfernt. Luftlinie sind das in etwa 87 - 90 Kilometer. Neolithiker konnten vermutlich weder fliegen, noch asphaltierte optimierte Strassen benutzen, noch Ortsschildern folgen. Damit rechnen viele professionelle Archäologen nicht und geben daher Distanzen zwischen Siedlungen und Lagerstätten gerne in Luftlinie "ab". Modern und Mathematisch durchdacht und fern von der Realität in der die Menschen lebten, deren Kultur und Hinterlassenschaften sie erforschen.
Auch an anderen Fundplätzen des Jungneolithikums kommen vergleichbare Großformen, in Ausreißern gelegentlich noch größere vor, jedoch nicht so zahlreich wie in dem hier geborgenen Fundinventar.
Klinge 15 cm
Bohrer 8.5 cm
Kratzer 7.6 cm
lG Thomas :winke:
Die unbearbeitete Großklinge ist rezent in mindestens drei Teilstück zerbrochen von denen zwei im Abstand von Jahren aufgefunden und wieder angepasst werden konnten. Vielleicht gibt es zumindest noch die glückliche Forstsetzung oder sogar den vollständigen Abschluss!
:glotz:
Der gestern gefundene großformatige jungneolithische Bohrer gegenüber einem Bohrer der wohl der zeitlich unmittelbar voran gegangenen "Bischheimer Kultur zugehört.
:glotz:
Der größte bislang auf dem Platz gefundene jungneolithische Kratzer, gegenüber einem Beleg der hier in bald zweihundert Fundbelegen mit vorkommenden Mikrokratzer.
:glotz:
Hallo Thomas,
Ihre wunderbaren Fotos zeigen die größten Artefakten der Michelsberger Kultur und auch viel kleineren. Aber alle Größen dazwischen treten doch auch auf, richtig?
Das sind also die extreme an den Enden einer kontinuierliches Spektrum?
Alles Gute,
S.
Genau so ist es! :winke: