Hallo, handelt es sich bei diesen beiden um Bryozoenflint. :-D
Ich habe nur diesen Beitrag dazu gefunden, http://www.sucherforum.de/index.php/topic,38247.msg228855/topicseen.html#msg228855
deshalb denke ich mir das Artefakte nur selten aus Bryozoenflint hergestellt wurden. :kopfkratz:
Aber ihr wisst sicher mehr und könnt mich aufklären.
LG Moonk :prost:
Hi :-)
Ja, sieht so aus :-)
Hallo, hier habe ich noch einen gefunden, ich denke das könnte auch Bryozoenflint sein. :-D
Gerne würde ich ihn als Artefakt bezeichnen, aber leider finde ich keine Bearbeitungspuren wo ich sicher ausschließen könnte das sie nicht auch von von Mutter Natur oder dem Pflug stammen. :kopfkratz:
LG Moonk :prost: :prost: :prost:
Müsste auch Bryozoenflint sein......sehr schön auf Rolfpeters homepage gezeigt und erklärt (kennst Du bestimmt schon).
Michi
Hallo Forum,
ich bin im Moment ein wenig am rätseln, ob es hier um eine besondere Feuerstein-Art geht. Den Begriff "Bryozoenflint" kenne ich in der Beziehung nicht. :kopfkratz:
Bryozoen gehören zu den Tieren, die im Deutschen mit "Moostierchen" bezeichnet werden. Sie leben im Wasser und sind mikroskopisch klein. Meist sind mit bloßem Auge nur Kolonien auszumachen. So wohl auch, wenn sie in Feuerstein eingeschlossen wurden. Da sie sicher nicht nur lokal begrenzt vorkommen, sondern wohl überall in Feuerstein eingeschlossen wurden, mal massiv, mal gegen garnicht, kann man sie bestimmt nicht namengebend für eine bestimmte lokale Feuersteinvariante hernehmen.
Aber ich lerne ja gerne dazu :-)
Gruß, der Steinsucher.
Hallo, Bryozoenflint gehört zu den baltischen Feuersteinen. :-D
LG Moonk :prost: :prost: :prost:
Zitat: Peter Vang Petersen: "Flint fra Danmarks oldtid"
Bryozoflint. Flint med mange små koralagtige stængler af bryozoer (mosdyr) kan findes i hele landet, men i visse egne, især på Fyn, har flinttypen været meget anvendt ved redskabsfremstilling. En større primær forekomst af bryozoflint findes i kalklag fra øvre danien ved Klintholm på Fyns østkyst. Her varierer knoldene meget i størrelse og form, og nogle indeholder flint, der bortset fra bryozoerne er blank og gennemsigtig som senonflint, andre indeholder ru og ugennemsigtig flint af mere vanlig danienkarakter. Til økser har bryozoflinten været meget benyttet, men også flækker og fladehuggede redskaber kunne fremstilles af denne flintsort.
:winke:
Kurz auf Deutsch:
- Kann in ganz DK gefunden werden
- Flint mit vielen kleinen koralartigen stängeln aus Bryozoen (Moestierchen)
- Besonders auf der Insel Fyn (Fünen) ist er für Geräteherstellung verwendet worden
- Hauptquelle Klintholm, Ostfünen
Und ein paar Bilder von einem Fund von mir:
(http://img130.imageshack.us/img130/3264/billede082.jpg)
(http://img130.imageshack.us/img130/3279/billede084.jpg)
Wenn ich jetzt meine Fachliteratur richtig gelesen habe, sind die Bryozoen-Moostierchen einer der Hauptlieferanten für den Kalk, aus dem sich chemisch auch der Flint gebildet hat. Je nach den Gegebenheiten sind die Moostierchen auch im Flint mehr oder weniger sichbar erhalten geblieben.
Gruß Ronny
Ja, so dürfte es sein, Ronny.. :super:
.. jedenfals für die, die in Kalk entstanden sind. Viele Typen sind ja auch in Kreide entstanden.
Ich denke, um von Bryozoenflint sprechen zu können müssen die kleinen "Kolonien" wirklich deutlich und im ganzen Stück (auch innen) sein. :winke:
Hallo Mädels und Jungs,
also fasse ich noch mal für mich zusammen: :idee:
Bei der Bezeichnung "Bryozoenflint" geht es um einen nordischen Flint, vorwiegend aus Fünen, aber in ganz Dänemark vorkommend, der besonders durch große Konzentrationen stabförmiger Kolonien dieser "Bryozoen" gekennzeichnet ist - oder?
Gruß, Fritz.
Hallo, also hier in Niedersachsen (Weser - Ems Gebiet) findet man ihm auch, denn ich habe hier noch ein Stück herumliegen. :-)
Die beiden letzten Fotos zeigen die auffällige Rinde des Bryozoenflint. :glotz:
Nur leider weiss ich immer noch nicht, wie das mit den Artefakten aus Bryozoenflint aussieht, gibt es die nur vereinzelt, was mich aber auch nicht wundern würde. :kopfkratz:
LG Moonk :prost:
Hallo Moonk,
nach Wikingers Fotos zeigen deine mir jetzt auch, um was es geht. Ich denke, ich werde es mal verinnerlichen. Laut Wikinger handelt es sich ja um einen älteren Flint, der in den Kalken abgelagert ist oder war (Jura?). Ich kenne jetzt deinen Standort nicht, aber Weser/Ems war ja immerhin noch ein Gebiet, in dem die Gletscher der Eiszeiten so einige abgehobelte Berge aus dem nördlichen Bereich gedroppt haben. Von daher wohl leicht zu erklären. Bis zu uns hier ist das Material in der Art wohl nicht durchgedrungen.
Ein interessanter Stoff (und saubere Fotos).
Gruß aus Heinsberg,
Fritz.
Zitat von: steinsucher in 11. Januar 2010, 22:58:30
Hallo Mädels und Jungs,
also fasse ich noch mal für mich zusammen: :idee:
Bei der Bezeichnung "Bryozoenflint" geht es um einen nordischen Flint, vorwiegend aus Fünen, aber in ganz Dänemark vorkommend, der besonders durch große Konzentrationen stabförmiger Kolonien dieser "Bryozoen" gekennzeichnet ist - oder?
Gruß, Fritz.
Hallo Fritz :-)
Laut mir ist das nun nicht, sondern laut Peter Vang Petersen ! :belehr:
Ich übersetze mal direkt:
Flint med mange små koralagtige stængler af bryozoer (mosdyr) kan findes i hele landetFlint mit vielen kleinen koralartigen stengeln (stäbern) aus Bryozoen (Moestieren) kann im ganzen Land gefunden werden.
Zitat von: Der Wikinger in 11. Januar 2010, 23:25:37
Hallo Fritz :-)
Laut mir ist das nun nicht, sondern laut Peter Vang Petersen ! :belehr:
Hallo Steen, klar, der hat auch meine besondere Hochachtung. Er lebt ja für diese Sache, für mich ist es ja eigentlich nur ein Hobby.
Aber noch mal zurück zu dem Stoff. Ich frage mal ganz dumm: Gibt es noch intakte Lagen in Skandinavien mit den Feuersteinlagen aus dem Kalk? Ist das Jura?
Gruß, Fritz.
Moment mal ... :kopfkratz: :narr:
ZitatIch frage mal ganz dumm: Gibt es noch intakte Lagen in Skandinavien mit den Feuersteinlagen aus dem Kalk? Ist das Jura?
Ich weiß, war ein blöder Satz.
Die Frage war eigentlich, gibt es noch intakte (nicht durch Eiszeiten zerstörte) Lagen, die Feuersteinschichten im Kalk führen?
Fritz.
So ... :zwinker:
Wenn ich nicht alles misverstanden habe, sind die Flinttypen in DK (und Nord D) aus der Kreidezeit und der frühen Tertiärzeit.
Die Typen aus der (Schreibe-) Kreide sind z.B. Senonflint (oberen Kreidezeitschichten / Maastrichtsekvenz) und Falsterflint.
Die Typen aus dem Kalkstein (Tertiärzeit) sind z.B. Matte Danienflint (obere Kalkschichten, Stevns und Nordjütland) und Bryozoenflint (Fünen).
:winke:
Zu deiner anderen Frage:
Ja, die Schichten/Lagen gibt es noch sehr konkret und impossant, besonders bei den Steilküsten aus Kreide und Kalk auf Seeland und Mön.
Die Stellen heissen: Stevns Klint und Møns Klint.
:winke:
Ja danke Steen,
und ich habe jetzt wohl auch verstanden, das Kalk nicht immer Jura bedeutet. Dann wäre der Feuerstein ja auch Hornstein, wie der Süddeutsche sagt. Also sind diese Schichten tatsächlich jünger als die Kreide.
@ Alle: War ein interessanter und lehrreicher Abend. Von denen wünsche ich mir mehr.
Gute Nacht.
Aus Heinsberg/Rheinland,
Fritz.
Hallo und Danke für eure Hilfe. :ildf:
Aber eine Frage lässt mich nicht los, ich finde hier nur diesen Beitrag zu Bryozoenflint, http://www.sucherforum.de/index.php/topic,21249.0.html
läßt das darauf schließen das Artefakte aus Bryozoenflint selten sind, oder es wird einfach übersehen das ein Artefakte aus Bryozoenflint ist, was ich mir bei der auffälligen Struktur des Bryo. auch nicht vorstellen kann. :kopfkratz:
LG Moonk :prost:
Artefakte aus Bryozoenflint sind schon deshalb selten, weil der Bryozoenflint selten ist :irre:
Ronny
Tja, also wie gesagt in DK nun nicht SO selten !
Es hängt wohl auch damit zusammen, dass der Fachausdruck auf dieser nordischen Flintart anscheinend begrenzt ist.
Zur Ergänzung nennt sich der Kalk, in dem er gebildet wurde eben Bryozokalk.
Hier mal den Hinweis auf 6 Fotos von Stevns Klint, wo man die Schichten deutlich sieht (besonders Bild 3 ist gut)
Unten die ganz weisse Kreide mit schwarzem Flint der Kreidezeit.
Darüber der frühtertiäre Schicht.
Dazwischen die nur Zentimeter dicke dunkle Schicht aus Fiskeler (Fischlehm?), die die Grenze zwischen Kreidezeit und Tertiärzeit markiert. Diese Lehmschicht ist irridiumhaltig, und wird deshalb als überreste "des grossen Meteoriten" vor 65 Mio. Jahren gesehen. Irridium ist sonst selten auf der Erde. Das ist eine der einzigen Stelle auf der Erde, wo man diese "berühmte" Schicht so gut sehen kann.
http://www.dr.dk/Undervisning/verdensarv/Kandidaterne/artikler/Stevns_klint.htm
Hier mehr:
http://www.naturcenter.stevns.dk/page1762.aspx
Jedenfals ein Besuch wert ! :winke: