ca 12mm. Ein Abschlag vielleicht? Wenn Quarz, wie ich annehme, dann weiträumig Fremdmaterial.
Drei ältere Funde von der Stelle (Radiolarit) wurden provisorisch ins Mesolithikum eingeteilt, wobei ich dies nicht einmal als Verdacht gewagt hätte. Na ja, vielleicht heute, mit etwas mehr Ahnung (Verbesserung von 0,5 auf 2 von 10 Punkten).
In etwa 10km gibt es eine alte mesolithische Fundstelle, die statistisch relevante Daten liefert: Der Anteil an Bergkristall unter den Funden liegt dort bei 3,3%.
Viele Grüsse
Ulrich
Zitat von: Schuhnagel 2 in 07. Februar 2024, 13:55:06Wenn Quarz, wie ich annehme, dann weiträumig Fremdmaterial.
:kopfkratz:
Moin,
Zitat:
QuarzQuarz ist das im gesamten Alpenraum häufigst vorkommende Mineral. (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologisches%20Portrait/Alpen/Mineralien%20der%20Alpen#Quarz)Gruß
Jürgen
Hallo Ulrich,
du meinst mit Quarz hier sicherlich Bergkristall als transparenteste Form des Quarzes?
Bei Quarz sind die Merkmale eines Abschlags nicht so ausgeprägt wie bei den Gesteinen, bei den die Kristallbildung nicht augenscheinlich ist.
Kannst du uns die andere Seite des Stücks zeigen? Gibt es einen SFR?
LG
Holger
Quarz-Kristall, glasig-klar. Was meinst Du mit SFR?
Fototechnisch war ich hier am Anschlag. Mit einiger Mühe hier eine 100%- Ansicht des Bergkristalls, den ich heute bereits verpackt und abgeschickt habe.
Schwein gehabt, ich habe die Fotos noch gefunden. Das Stück in der Mitte ist wohl Quarzit?
Was ich auf den alten Fotos auch noch gesehen habe: Das verwendete Sieb war viel zu grobmaschig.
Gruss
Ulrich
Zitat von: Schuhnagel 2 in 07. Februar 2024, 15:23:24Quarz-Kristall, glasig-klar. Was meinst Du mit SFR?
Fototechnisch war ich hier am Anschlag. Mit einiger Mühe hier eine 100%- Ansicht des Bergkristalls, den ich heute bereits verpackt und abgeschickt habe.
Schwein gehabt, ich habe die Fotos noch gefunden. Das Stück in der Mitte ist wohl Quarzit?
SFR = Schlagflächenrest, ein Merkmal eines Abschlags
Wo ist die 100 % - Ansicht des Bergkristalls? :glotz:
Das erste und vierte Foto dürfte Feuerstein oder Hornstein sein, bei Foto zwei und drei gehe ich bei Quarzit mit.
LG
Holger
>>Wo ist die 100 % - Ansicht des Bergkristalls?<<
Das ist sie. Leider. Kleiner Ausschnitt, alle noch vorhandenen Pixel ----> 100%. Nehme gern Tipps entgegen für eine Kompaktkamera mit grösserem Abbildungsmassstab
Zitat von: Schuhnagel 2 in 07. Februar 2024, 13:55:06ca 12mm. Ein Abschlag vielleicht? Wenn Quarz, wie ich annehme, dann weiträumig Fremdmaterial.
Drei ältere Funde von der Stelle (Radiolarit) wurden provisorisch ins Mesolithikum eingeteilt, wobei ich dies nicht einmal als Verdacht gewagt hätte. Na ja, vielleicht heute, mit etwas mehr Ahnung (Verbesserung von 0,5 auf 2 von 10 Punkten).
In etwa 10km gibt es eine alte mesolithische Fundstelle, die statistisch relevante Daten liefert: Der Anteil an Bergkristall unter den Funden liegt dort bei 3,3%.
Viele Grüsse
Ulrich
Servus Ulrich,
anhand nur eines einzigen Fotos traue ich mir bei einem derart schwer zu lesbaren Stück wie Bergkristall oder transparenten Quarz aus der Ferne keine verbindliche Aussage zu, solche Stücke muss man immer selbst in Händen halten können.
Hier im Forum gibt es aber eine Sammler der schon einige zweifelsfreie Stücke aus Bergkristall finden durfte. Vielleicht schreibst Du Ihm mal eine Kurznachricht, Kelten 111.
Grüße Peter
Inzwischen habe ich mich mit dem Archäologen ausgetauscht, der sich in benachbarten Tälern und Bergen bestens auskennt und gezielt nach mesolithischen Rastplätzen sucht.
Sein Verdikt nach Anschauen der Fotos: eindeutig mesolithische Artefakte.
Peter, danke für den Hinweis auf Kelten 111!
Viele Grüsse
Ulrich
Zitat von: Schuhnagel 2 in 07. Februar 2024, 17:37:44>>Wo ist die 100 % - Ansicht des Bergkristalls?<<
Das ist sie. Leider. Kleiner Ausschnitt, alle noch vorhandenen Pixel ----> 100%. Nehme gern Tipps entgegen für eine Kompaktkamera mit grösserem Abbildungsmassstab
Hallo Ulrich,
das erste Foto ist ja gut, ich hatte "100 % Ansicht" nur so verstanden, dass du uns das Stück mit den üblichen 4 Ansichten dorsal, ventral und 2x lateral und ggf. SFR zeigst. :friede:
LG
Holger
Holger, kleines Missverständnis. Ich war zu sehr mit Fototechnischen Problemen beschäftigt.
Bergkristall ist hart und eher spröde, so dass die üblichen Merkmale (wenn überhaupt vorhanden) wohl schwerer zu erkennen sind, wie ich vermute. Von blossem Auge geht da überhaupt nichts.
Das hier habe ich noch aus dem Papierkorb gefischt: Schärfeebene zu knapp. Nächstes Mal wird alles besser
Gruss
Ulrich
Servus,
nachdem es sich bei diesem Beitrag um Bergkristall handelt wäre meine Frage.
Ist dieses kleine Schneidwerkzeug mit schöner Retusche auch Bergkristall,
aber leider nicht so transparent ???
50x36x12mm
Grüße
Robert
Hallo,
vielen Dank an Ulrich, der diesen 'Stein' losgetreten hat.
Und Danke an Robert, der einen sauber gearbeiteten Kratzer aus diesem
wunderschönen Material hier präsentierte.
Besonders die ersten beiden Fotos zeigen das transluzide Material.
LG
Jan
Hallo,
ich wäre ja sehr vorsichtig, bei der Ansprache von Bergkristallartefakten. Bergkristall springt an den Kristallkanten. Eindeutige Bearbeitungsmerkmale an Hand von Fotos zu sehen, halte ich für nahezu ausgeschlossen.
Hier mal ein Bild von einem Bergkristall mit eingeschlossenen Nadeln. Er stammt vom Schneckenstein https://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenstein_(Fels) , wo in großem Stile Gestein gebrochen wurde. Insofern ist das hier auch ein Artefakt, nur eben nicht zielgerichtet zugerichtet. Auch wenn man das vom Bild her denken könnte. Er lag im Abraum. (Gefunden neben kleinen Topaskristallen, als das Gebiet noch nicht abgesperrt war.)
:winke: Sven
Zitat von: Steinkopf in 08. Februar 2024, 16:29:01Hallo,
vielen Dank an Ulrich, der diesen 'Stein' losgetreten hat.
Und Danke an Robert, der einen sauber gearbeiteten Kratzer aus diesem
wunderschönen Material hier präsentierte.
Besonders die ersten beiden Fotos zeigen das transluzide Material.
LG
Jan
Servus Jan,
dieses Teil hat beidseitige Retusche und ist messerscharf, ich denke an ein Schneidwerkzeug
und nicht an einen Kratzer !
Grüße
Robert
Also Roberts Artefakt wäre für mich Milchquarz, kein Bergkristall, und tatsächlich ein Artefakt, Kratzer oder was schneidendes. Schuhnagels Teil kann auf den Fotos nicht ernsthaft angesprochen werden, wie so vieles von ihm. Was nicht bedeutet, daß das nix ist. Gruss..
Zitat von: Robert in 08. Februar 2024, 08:14:37Servus,
nachdem es sich bei diesem Beitrag um Bergkristall handelt wäre meine Frage.
Ist dieses kleine Schneidwerkzeug mit schöner Retusche auch Bergkristall,
aber leider nicht so transparent ???
50x36x12mm
Grüße
Robert
Hallo Robert,
ich bin da wie Nano ebenfalls bei Milchquarz.
Ein schönes Fragment eines Werkzeugs mit schneidender Funktion.
Interessantes Fundstück!
Grüße Peter
danke für eure Zuschriften, jetzt weiß ich auch aus welchem Material das schöne Teil ist.
Grüße
Robert
Zitat von: Herlitz in 08. Februar 2024, 17:21:10Hallo,
ich wäre ja sehr vorsichtig, bei der Ansprache von Bergkristallartefakten. Bergkristall springt an den Kristallkanten. Eindeutige Bearbeitungsmerkmale an Hand von Fotos zu sehen, halte ich für nahezu ausgeschlossen.
Hier mal ein Bild von einem Bergkristall mit eingeschlossenen Nadeln. Er stammt vom Schneckenstein https://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenstein_(Fels) , wo in großem Stile Gestein gebrochen wurde. Insofern ist das hier auch ein Artefakt, nur eben nicht zielgerichtet zugerichtet. Auch wenn man das vom Bild her denken könnte. Er lag im Abraum. (Gefunden neben kleinen Topaskristallen, als das Gebiet noch nicht abgesperrt war.)
:winke: Sven
Hallo Sven,
Bergkristallartefakte sind im Alpenvorland Bayerns und im angrenzenden Österreich öfter anzutreffen. In Tirol wurde erst kürzlich eine leider fragmentierte Beilklinge aus Bergkristall von Mineraliensammlern aufgelesen.
Der Fredi alias Kelten111 hat mit Sicherheit schon an die 20 Bergkristallartefakte aufgelesen.
Diese Werkzeuge sind wegen ihrer Transparents extrem schwierig zu lesen.
Aber es gibt sie Sven.
Viele Grüße Peter
Find`s toll, dass sich der Thread zum Erfahrungsaustausch über Quarze und Kristalle entwickelt :winke:
Auf der Suche nach möglichen Rohstoffen im Jaunpassgebiet habe ich an einer Felswand diese Stelle entdeckt, zusammen mit Konkretionen und vermuteten Fossilien.
Könnte das Milchquarz sein? Ich habe leider gewisse Hemmungen, Hammer und Meissel anzusetzen. Das würde der Stelle die Authentizität nehmen. Das Vorkommen ist klein und eng begrenzt.
Viele Grüsse
Ulrich
Moin,
das sieht nach dem typischen Kalkstein dieser Region (https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&sca_esv=884448dcb0ad80d4&q=alpen+kalkstein&tbm=isch&source=lnms&sa=X&ved=2ahUKEwji6d6Hl56EAxWC9gIHHclTACMQ0pQJegQIChAB&biw=1472&bih=781&dpr=1.3) aus.
Milchquarz (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?lang=de&mineral=Milchquarz) :glotz:
Gruß
Jürgen
OK, Jürgen. Was hier weiterhelfen wird, ist Salzsäure. Die muss ich noch beschaffen.
Viele Grüsse
Ulrich
Moin,
das geht sicher auch schon mittels der Mohs´schen Härtskala (https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Mohs%C2%B4schen+H%C3%A4rtskala).
Kalksteine haben in der Regel eine Mohshärte von 3 bis 4, Milchquarz 6 bis 7, das sollte man sicher unterscheiden können.
Gruß
Jürgen
genau - Quarz ritzt Glas - Kalk bröselt und kann das Glas nicht ritzen.
LG Jan
OK, ich werde an dem Fels kratzen und werde mich dann melden. Im Moment kratzt`s mich im Hals und ich koche bei 38,9.
Gute Gesundheit wünscht
Ulrich
Zitat von: Schuhnagel 2 in 09. Februar 2024, 21:50:05OK, ich werde an dem Fels kratzen und werde mich dann melden. Im Moment kratzt`s mich im Hals und ich koche bei 38,9.
Gute Gesundheit wünscht
Ulrich
Servus Ulrich,
Wünsche Dir gute Besserung
Grüße Peter
Hallo Freunde :winke:
Leider war ich schon lange nicht mehr hier im Forum.
Ich werde zum Thema Mal einiges hier rein stellen.
Älterste Fund aus Bergkristalle ist ein Schaber (Mittelpaläolithikum)
Anbei ein Link zu einem Stück von mir zum Anfang .
Mfg Fredi :winke: :winke:
https://sucherforum.de/steinartefakte/bergkristallartefakt/msg340692/#msg340692