Hier ein Stein aus Nordniedersachsen, dessen Zweck sich mir nicht unbedingt erschließt.
Der Platz bietet kaum Geröll und das, was dort aufzufinden ist, ist idR genutzt wurden.
Das Stück wiegt knapp 2,5 kg und besitzt 6 flache/abgeflachte Seiten.
Alle 6 Flächen sind konvex -die eine mehr, die andere weniger, und haptisch im Gegensatz zum Rest des Steins sehr zart und abgeschliffen. 2 der Flächen haben eine regelrechre geschmeidige Mule. Daneben gibt es noch eine nicht im eigentlichen Sinne abgeflachte Stelle, die muldenartig ist. Zu sehen auf Bild 5.
Der Stein läßt sich so hinstellen, dass jede dieser Flächen stabil nutzbar ist.
Es gibt 2 Hauptflächen, die eine Dachform bilden, was hoffemntlich auf den Bildern 2,3 und 4 (im besonderen) ersichtlich wird.
:winke: Persephone
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Hallo Persephone,
eventuell ein Stein zum Aufbereiten, Zertrümmern von Erz. Schau mal hier durch, sowas hatten wir schon mal:
https://sucherforum.de/steinartefakte/grosse-von-schlagsteinen/msg537351/#msg537351
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael,
danke für deine Einschätzung. Ein mir gänzlich unbekanntes Verfahren.
Allerdings ist der gezeigte Stein sehr explizit mit endneolithischer
Besiedlung assoziiert. Detektorensuche brachte weder Raseneisenerz, noch
irgendetwas, was auf eine andere Zeitstellung als die Steinzeiten hindeutet zu Tage.
Von daher bin ich skeptisch, was deine Theorie angeht hab aber auch keine andere Idee,
außer eben Amboss. Gibt es etwas, was dagegen spricht?
:winke: Persephone
Ich kann nur ziemlich eindeutige Schlagnarben erkennen. Oft beginnen Klopfsteine ihr Leben als kantiges Geröll, was je nach Nutzungsdauer bis zur Kugel mutiert. Nach einem dieser Zwischenstände sieht das für mich aus, die Auflagemöglichkeit ist Zufall. LG
ZitatVon daher bin ich skeptisch, was deine Theorie angeht hab aber auch keine andere Idee, außer eben Amboss. Gibt es etwas, was dagegen spricht?
Hallo Persephone,
nein, da spricht nichts gegen. Ich hatte es nur geschrieben, weil die in der Eisenzeit genutzten Pochsteine oft gar nicht bekannt sind obwohl sie eigentlich auch recht häufig vorkommen müssten.
Viele Grüße
Michael
Hallo Persephone,
das ist schon ein ordentlicher Brocken, den du gefunden hast.
Wie Nano erkenne ich Schlagnarbenfelder an exponierten Stellen, die auf eine Nutzung als Schlag-/ Klopfstein hindeuten.
Zeigt das Stück auch Narbenfelder auf der Fläche? Kann ich nicht so eindeutig erkennen. :glotz: Das könnte nämlich auch ein Hinweis auf eine Nutzung als Ambossstein sein.
Vielleicht hilft dir bei der Beurteilung der Aufsatz von Birgit Gehlen weiter. https://www.academia.edu/2335135/Felsgesteinger%C3%A4te_des_Alt_und_Mittelneolithikums
LG
Holger
Moin Holger,
danke für deine Gedanken.
Nein, der Stein zeigt auf den flachen Seiten keinerlei Narbenfelder.
Für einen Schlgstein, obwohl Schlagnarbenfelder vorhanden sind, halte ich das Stück für zu unhandlich.
Mit einer Hand war es nicht zu "bedienen".
Und der Aufsatz von Birgit Gehlen findet sich ja im Floss und wie es der Zufall so will, habe ich ihn grade vor ein Paar Tagen gelesen. Der Artikel trägt zum Verständnis des Kontext, aber nicht zu dem für dieses spezifische Stück bei.
Ich wwerde den Stein beizeiten von begutachten lassen.
:winke: Persephone