Hallo Leute,
ich habe gestern diese tolle Petschaft gefunden. :irre:
Könnt ihr mir was zum Alter und dem lateinischen Text sagen ?
(Bild ist bereits gespiegelt)
MfG Matze
Servus,
eine super Petschaft, weil es mich sehr interessiert hab ich Dein Bild etwas bearbeitet. Leider kann ich es nicht übersetzen :friede: Aus dem Bauch 15 Jh.
Grüße
Robert :winke:
Der Handhabe nach dürfte das Petschaft spätes Mittelalter bis ca. Mitte 16. Jh. sein.
Allerdings kenne ich kirchliche Siegelstempel aus dieser Zeit nur Spitzoval und nicht rund.
Gruß :winke:
Hier noch ein Bild.
Ich weiß allerdings die Quelle nicht mehr.
Super, ein sehr schönes Stück, Gratulation! :winke:
Nur noch mal der Hinweis hierauf
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,68070.0.html
Das ist eine schwer entzifferbare Majuskelschrift
Bisher lese ich SA - MARIA MITT -......
(warum SA oder ähnlich; meistens steht da nur S für sigillum ?)
Ich hab mal 3 Ausschnitte erstellt.
Gruß :winke:
Habe mich nochmal am Latein/Majuskelschrift versucht. :kopfkratz:
Umschrift = SA * Martmi *D Merenyah & DPD
( Martmi = Martin ? )
Hab im Netz ein Spitzovales Siegel von Arnoldi aus dem Kloster Dobberthin gefunden (s. Bild 5)
Das hat ein ähnliches Motiv.
Erläuterung zum Motiv = Jungfrau Maria (mit Lilienstengel in der Hand) mit dem Christkinde und kniender Probst
Habt ihr noch eine passende Übersetzung ?
Zitat von: Borussorum Rex in 14. März 2017, 23:05:42
Habe mich nochmal am Latein/Majuskelschrift versucht. :kopfkratz:
Umschrift = SA * Martmi *D Merenyah & DPD
( Martmi = Martin ? )
Habt ihr noch eine passende Übersetzung ?
sorry, aber das ergibt so kaum einen Sinn ... :nixweiss:
Vor der Marienfigur kniet ein Adorant. Das ist derjenige der das Siegel geführt hat. Das wird schon das Siegel eines Klerikers sein.
lG Thomas
Zitat von: ChristophNRW in 14. März 2017, 23:08:06
sorry, aber das ergibt so kaum einen Sinn ... :nixweiss:
Nun gut.
Man darf nicht vergessen, dass die Stempelschneider Namen und Worte allein
aus Platzgründen verkürzt haben und manchmal auch Buchstaben vertauscht,
wenn die Stempelschneider evtl. nicht lesen konnten.
Beispiel: aus "engelbrecht" wurde "enelbret".
Vielleicht steht DPD für Dobertin, das im Mittelalter vielleicht anders hieß.
Gruß :winke:
@ Stratocaster: ("Allerdings kenne ich kirchliche Siegelstempel aus dieser Zeit nur Spitzoval und nicht rund.")
Hier sind runde Siegel aus dem Mittelalter zu sehen:
http://www.alamy.com/stock-photo-jahrbuch-mzk-band-03-mittelalterliche-siegel-fig-05-benediktinerstift-142893832.html
http://www.alamy.com/stock-photo-jahrbuch-mzk-band-03-mittelalterliche-siegel-fig-26-cisterzienserstift-142894761.html
Das Spitzovale Siegel von Dobertin (Kloster Dobbertin) mit dem knienden Propst Arnold von 1302 scheint das gleiche Thema aufgenommen zu haben.
Auch von mir herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Fun!
Daniel
Ein sehr schöner Fund und sehr gut erhalten. Sogar mit einer Herstellerpunze. Da fallen mir sofort die Nürnberger Rotschmiede ein. Ev. gibt es ja auch noch neben den 3 Pfeilen jeweils rechts und links einen Buchstaben. Man kann es nicht wirklich erkennen auf dem Bild. In dem Buch "Die Merkzeichen der Nürnberger Rotschmiede" von Walter Seidel (https://de.scribd.com/document/348866711/Die-Merkzeichen-Der-Nurnberger-Rotschmiede-Walter-Stengel) Findet man unter der Nr. 142 mehrere Hersteller mit 3 Pfeilen.
Leider tue ich mich mit der Schrift auch sehr schwer.
Gruß
mc.leahcim