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Sondenfunde => Schnallen => Thema gestartet von: stratocaster in 31. Juli 2006, 22:10:33

Titel: eine grosse und eine kleine
Beitrag von: stratocaster in 31. Juli 2006, 22:10:33
Bei der grossen Schnalle bin ich mir nicht sicher, ob es Silber, Arsenbronze oder
irgendeine Nickellegierung ist.
Ist ein sehr mächtiges Stück mit Steg aus Eisen.
Werde ich demnächst analysieren lassen.
Interessant ist noch die Gravur auf der Innenseite mit "VIIII" (Nummer 9 ?)
Gruß und  :gn
Titel: Re: eine grosse und eine kleine
Beitrag von: hunter in 31. Juli 2006, 22:24:17
Hallo Andreas,
die größere der beiden Schnallen datiert ins späte 18.- Mitte 19. Jh. (solche Stücke werden heute noch produziert, daher ist die Datierung bei solchen Stücken eher mit Vorsicht zu geniessen). Die kleinere dürfte ins späte 17. - frühe 18. JH. datieren.
Titel: Re: eine grosse und eine kleine
Beitrag von: stratocaster in 15. August 2006, 12:20:35
Mal zur Info:
Ich habe die linke größere mal per RFA (Röntgenfluoreszenz) analysieren lassen.
Cu: 65%
Sn: 18,3%
Zn: 11,5%
Pb: 4,7%
Rest: 0,5 %

Nickelhaltige Bronzen heißen ja auch "Neusilber"; das ist es also definitiv nicht.
Mit der RFA war kein Arsen nachweisbar, aber durch die knapp 5% Blei und die
weiße, silbrige Farbe sage ich jetzt mal einfach, dass die Schnalle aus
"Arsenbronze" ist; das mal zum Thema.  :irre: :irre: :irre:

Ich denke, mir dass durch solche Legierungen einfach Silberschnallen imitiert
werden sollten. Ist korrosionsbeständig (wie man sieht) und läßt sich auch gut reinigen.

Gruß  :hacker: :winke: