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Sondengehen => Rund ums Sondengehen und Feldbegehung => Thema gestartet von: stratocaster in 04. Februar 2019, 11:50:14

Titel: Viele Augen sehen mehr
Beitrag von: stratocaster in 04. Februar 2019, 11:50:14
Ich habe eine Weile überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll
und man möge mir das bitte nicht als "Klugscheißerei" auslegen.

Unser User Signalturm hatte kürzlich bei den Beschlägen einen Beitrag gepostet
und in diesem Beitrag ist ein Link zu Fundberichten aus Baden-Württemberg
(Aufpassen: Ist eine .pdf-Datei, die sofort geladen wird)
https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/fbbw/article/viewFile/44552/38018

Ich finde diese Fundberichte sehr interessant, aber was mir doch aufgefallen ist,
ist die Tatsache, dass einige der Ansprachen unvollständig oder sogar falsch sind.
Alles nur Menschen und niemand ist allwissend; aber mir wird dadurch bewußt,
welcher Erfahrungsschatz hier im Sucherforum über die Jahre zusammengekommen ist.
"Viele Augen sehen mehr"  :glotz:

Nur 3 Beispiele:
Eine flache Scheibe mit 2 rechteckigen Aussparungen ist eine Schlitzrose vom Pferdegeschirr.
Der flache Knopf mit der 148 und der ganz typischen Öse kommt nicht etwa
aus Westpreussen sondern von einem napoleonischen Regiment.
Die "mögliche Buchschließe" ist zu 99,9% Teil eines Gliedergürtels

Wie gesagt: Versteht mich nicht falsch, aber mir wird mal wieder bewußt,
welcher Erfahrungsschatz im Sucherforum vorliegt. Danke an alle User.  :super:
:ildf:

Gruß  :winke:
Titel: Re:Viele Augen sehen mehr
Beitrag von: Ölfinger in 04. Februar 2019, 13:08:49
Ähnliches ist mir auch schon mehrmals aufgefallen. Sogar der Klassiker mit dem umwickelten Kupferdraht von der Telegrafenleitung war dabei. Ich habe auch schon direkt angeboten, Funde, die nicht sicher anzusprechen sind, hier zu besprechen. Begründet habe ich das damit, daß in diesem Forum diverse Experten mit Spezialisierung auf bestimmte Fachgebiete dabei sind und auch der Blickwinkel von Leuten mit einem anderen regionalen Bezug oft genug erhellend war. Und wenn es manchmal auch nur der Hinweis ist, in welche Richtung man weiter ermittelt kann das auch schon viel bringen.
Mir ist natürlich klar, daß sowas nicht angenommen wird. Überlegt mal, was dadurch alles in Frage gestellt werden könnte. :dumdidum:
Aber schade ist es allemal.
Titel: Re:Viele Augen sehen mehr
Beitrag von: mike 81 in 04. Februar 2019, 16:21:09
Servus,   :winke:

der Bisamapfel auf Seite 85 ist für mich ein Pfeifendeckel.  :nixweiss:

:ildf:

Gruß Mike
Titel: Re:Viele Augen sehen mehr
Beitrag von: stratocaster in 04. Februar 2019, 17:26:25
Zitat von: mike 81 in 04. Februar 2019, 16:21:09

der Bisamapfel auf Seite 85 ist für mich ein Pfeifendeckel.  :nixweiss:


Sehe ich auch so.
Ich wollte nur nicht zu viel bemeckern.

Gruß  :winke:
Titel: Re:Viele Augen sehen mehr
Beitrag von: mike 81 in 04. Februar 2019, 17:57:38
Zitat von: stratocaster in 04. Februar 2019, 17:26:25
Sehe ich auch so.
Ich wollte nur nicht zu viel bemeckern.

Gruß  :winke:

Deshalb "bemeckeren" wir gemeinsam  :narr:

Gruß Mike
Titel: Re:Viele Augen sehen mehr
Beitrag von: Gratian in 28. Februar 2019, 00:01:40
Mein Respekt vor den Kenntnissen der Archäologen wurde erstmals erschüttert als ich vor Jahren im Buch "Trier - Kaiserresidenz und Bischofssitz" Herausgegeben vom Rheinischen Landesmuseum Trier ein Bild entdeckte das mit dem Text Schuppen von Panzerhemden (Lorica squamata)  4. Jahrhundert nach Chr.  beschrieben war wo von sechs dargestellten Schuppen vier eindeutig von der Schuppenkette preussischer Pickelhauben stammte ( s. 160 Abbildung 60a) ... der angegebene Fundort (Kurfürstliche Palais, Palastgarten, Ostallee) liegt zwar im Bereich des römischen Kaiserpalastes, war aber auch Jahrzehnte lang Exerzierplatz der preußischen Truppen in Trier...das muss ein Archäologe doch wissen, erkennen und unterscheiden können.... :irre:

Na ja aber sind halt auch nur Menschen und verfügen eben nicht über das Schwarmwissen eines Sucherforums....