Moin,
mein (fast) Flintdolch ließ mir einfach keine Ruhe. :dumdidum:
< Flintdolch (http://www.sucherforum.de/index.php/topic,78979.0.html) >
Da das Feld mit der Winterfurche so liegen bleibt, habe ich beschlossen, am Fundort des Dolches und der kleinen Feuerstelle eine Grabung zu machen.
(Habe ja die Ausrüstung dazu und schon lange nicht mehr benutzt)
Will einfach wissen, was da drunter ist. :glotz:
Die Frage bei einem gepflügtem Feld ist, wo anfangen. :kopfkratz:
Es ist ja nicht genau darunter.
Also habe ich rechts und links neben der angepflügten Feuerstelle einen kleinen Schacht bis auf den anstehenden Boden gemacht.
Da dort nichts zu erkennen war, bin ich weiter an den Dolch ran.
Hier zeichnete sich was ab. Den Schacht erweitert um eine Richtung festzustellen, wo es weiter geht.
40cm tief, 1,20 lang war der erste Teil.
Nebel (gut), Regen (schlecht)
Jetzt taste ich mich langsam ran.
Es sieht (vorläufig) nach einer Siedlungs-/Abfallgrube aus.
Einiges ist schon an typisch Bronzezeitlicher Keramik rausgekommen. :-D
Das sind bis jetzt die größten Stücke.
Ein paar kleine Abschläge waren ebenfalls vorhanden .
Morgen geht es weiter, denn ich habe noch viel, viel zu schaufeln, bis ich komplett erfassen und dokumentieren kann.
Gruß
Gabi
Moin,
jau, datt kannst Du gut :super:
Dann ergänze ich an dieser Stelle - zur Ermutigung Deines Vorhaben - was zu Deinem Dolch (http://www.sucherforum.de/index.php/topic,78979.0.html) passen könnte.
"Gedächtnisprotokoll" Gespräch/E-Mail mit einem Archäologen.
Es handelt sich bei den meisten vollständigen (ausgepflügten) Dolchfunden um Grabfunde.
Könnte ich mir bei Deinem (StoneMans) (http://www.sucherforum.de/index.php/topic,64560.0.html) kleinen Stücke auch vorstellen.
Oft wurden sie ungeschäftet anstelle des ehemaligen größeren Dolches des Besitzers mit ins Grab gelegt.
Wir kennen ja Situationen, wo sich in der als Schatten abgebildeten Scheide ein sehr kleiner Dolch befand, der ansonsten
überhaupt nicht zur reichen Grabausstattung passt.
Und ob die Spielzeugdolche der Kinder immer am Griffende geschäftet waren, wage ich nicht zu sagen.
Gedächtnisprotokoll Ende.
Also mach weiter Gabi und viel Erfolg.
Gruß
Jürgen
Wow Gabi, :super:
Das hast du echt drauf. Respekt.
Gruß Mike
Servus Gabi!
Coole Sache! :super: :staun:
Gruß, Chris
Moin,
wenn ich Pech oder auch Glück? habe, können diese Gruben sehr sehr groß sein.
Halte euch auf dem Laufenden, wie es voran geht.
Gruß
Gabi
:popcorn:
Moin,
heute habe ich den Befund erweitert.
Jetzt hat die Grube etwa die Größe von ca. 2,5m x 2.5m und noch ist kein Ende zu sehen.
Die Form deutet sich langsam an, denn den umgebenden hellen Boden kann ich in diesem Bereich schon sehen.
Hier wurden die Reste von Feuerstellen, kaputten Töpfen entsorgt.
Mal schauen was noch so kommt.
Evtl. ist ein Schleif-Wetzstein Fragment darunter, denn es lag im Befund. Den stelle ich aber separat vor.
Jede Menge Keramik und auch schöne Randscherben mit Fingertupfen Zier und gerauhter Wandfläche.
Gruß
Gabi
Sieht nach Blut und Schweiss aus, Respekt! Ich lass sowas, wenns geht, andere machen... :dumdidum: :super: Gruss..
🥶
Das nenn ich Ausdauer. Klasse und die Belohnung stimmt auch.
Außerdem schöner Bericht und Bilder. Macht Spaß so im Warmen und Trockenen "dabei" zu sein.
Jetzt noch weitere schöne Funde...
Viele Grüße
Fabulas
Moin Fabulas,
bei so einer Grabung wird es einem auch warm. :zwinker:
Gegen Mittag flog die Jacke auf den Boden. :-)
Gruß
Gabi
Moin Nano,
das ist das was ich am liebsten mache und schon lange vermisst habe.
Ob ich es auch noch schaffe, ein Profil anzulegen, weiß ich allerdings nicht.
Gruß
Gabi
:dumdidum:
Das würde ich an deiner Stelle mal mit den Behörden abklären. Was du hier machst ist Imho ne definitiv nicht legale Grabung. Nur ein gut gemeinter Tip. Also bevor du dir Ärger einhandelst.
Nix für ungut :friede:
Servusle,
bei uns in Bayern dürfte man das nicht. Vielleicht mal an einer Verdachtsstelle auf Anweisung ein wenig herumkratzen. Aber bis auf den Befund dürfen nur die Ausgebildeten.
Bissel im Dreck wühlen tue ich bei einem Scherbennest aber auch. Da bekommt man in der oberen Bodenschicht noch die Scherben für Anpassungen. Dann kann man sich auch einigermaßen sicher sein, dass da unten drunter was ist.
Andere Länder, andere Sitten
Liebe Grüße Daniel
Moin,
a) das ist abgesprochen
b) es ist nicht meine erste Grabung als
Ehrenamtlicher.
Gruß
Gabi
:friede:
Moin,
bis auf eine kleine Ecke, die ich morgen mache, ist der Siedlungsgrubenbefund erfasst.
Der Durchmesser ist ca. 2x2m und nicht wie befürchtet, weitaus größer.
Wenn die letzte Ecke raus ist, kommt der "Feinputz" dran.
Anschließend mache ich Fotos (mit meiner alten Nikon) und dann wird das Planum gezeichnet.
Hoffentlich frieren die Hände nicht ab, denn es dauert bei mir länger. :dumdidum:
Nächste Woche wird dann abgeklärt, ob ich noch ein Profil anlege oder wieder alles zuschaufele.
Neben ein paar Keramikscherben war heute ein grober Bohrer mit 7,5cm Länge dabei.
Gruß
Gabi
Moin,
der Bohrer ist sehr cool!
Leider kann ICH ihn zeitlich nicht einordnen.
mfg
Hi Gabi,
da bin ich hin und weg - genau wie Du wahrscheinlich, vor allem beim Graben.
Die Feuerstelle lässt mich an ein Buch denken, das ich kürzlich gelesen habe (immer so vorm Einschlafen muss es leichte, luftige Lektüre sein).
Es heißt "Die Neandertalerin" und handelt von zwei Frauen: Die eine lebte vor 40.000 Jahren, die andere, Archäologin, in unserer Zeit.
Hier eine kleine Beschreibung, wenn Du es nicht kennst und Lust auf Lesen hast:
https://buchweiser.com/2020/10/12/rezension-neandertal-von-claire-cameron/
Erst nach dem Lesen des Buches habe ich einen Bericht über die Ausgrabungen in der Bruniquel-Höhle in Frankreich gesehen. Ich denke, das Buch hat dem Film viel entnommen.
Falls Du den Film nicht kennst, hier der Link:
https://www.arte.tv/de/videos/078144-000-A/auf-den-spuren-der-neandertaler/
...damit Dir Erholung und Aufwärmung leichter fallen :-)
Viele liebe Grüße
Fabulas
Moin Fabulas,
Wow, den Beitrag kannte ich nicht. :staun:
Das ist das, was mich an der Archäologie so fasziniert!
Das drumherum, sich vorzustellen wie es dort ausgesehen haben könnte, was sich hinter unseren Oberflächen-Funden verbirgt.
Deshalb diese Anstrengungen, auch wenn nach dem vielen Kratzen meine Hand schon wieder taub wird und scheißendreck drauf,
auf Rücken, Verspannungen oder sonst was. Das ist halt meine Leidenschaft.
Gestern das Planum abgeschlossen und gezeichnet.
Hatte sogar Besuch von einem dort Wohnenden, der mir Kaffee brachte und einiges von früher erzählte. Sogar zwei Jäger waren sehr interessiert und staunten nicht schlecht was ich dort machte.
Das sind freudige Momente um Jemanden zu erklären warum man über die Felder geht um Artefakte und Siedlungen zu finden. Auf diesem Acker werde ich in den nächsten Wochen auch noch mit dem Detektor gehen um zu sehen ob es außer Steinen noch was anderes gibt.
Heute muss ich arbeiten und dann sehen wir weiter.
Gruß
Gabi
:winke:
:narr: :narr: :narr:
Hab' so gelacht, Gabi ..."Scheißendreck drauf".... Genau!!!
Deine Begegnungen sind genau an die Richtige geraten.
Eine gute Woche!
Fabulas
Moin,
so, meine Grabung ist abgeschlossen. :-D
Das Profil ist gemacht (trotz Lehmboden bin ich zufrieden), Bilder sind fertig und die Zeichnung auch.
Abstriche in der B-Note, weil die Grube nicht schön rechteckig und der Grubenboden nicht eben ist. :zwinker:
Jetzt geht alles per mail vorab zum Amt. Nach kurzem Telefonat, bleibt die andere Hälfte drin.
Eine Lehmentnahme-Grube, die anschließend mit Müll der Siedlung verfüllt wurde.
Wie nun der Dolchgriff da hin kommt. :kopfkratz: :nixweiss:
An Keramik ist unwahrscheinlich viel drin. Unten ein paar Bilder von den schönsten Stücken.
Vom Typ her fast alle gleich. Bauchiges, gerauhtes Vorratsgefäß mit glattem Rand und Fingertupfen.
Ein kleiner Kernstein, (nicht mal besonders schön) war auch noch als Abschluss mit drin.
Wer Interesse oder ganz viel Langeweile hat, kann ja mal ausrechnen, was an Erde bewegt wurde. :dumdidum:
2,70m x 2,30 Kantenlänge der Grube. Tiefe zwischen 45-50cm, plus zusätzliche 55cm tiefe der Profilseite, mit ca. 50-60cm Breite.
Und das Ganze wieder in die Grube zurück. :engel:
Würde mich freuen, wenn euch dieser Ausflug gefallen hat.
Gruß
Gabi
Hab alles interessiert verfolgt, saubere Arbeit, danke fürs posten. :super: Gruss..
Hi Gabi :winke:
super interessant und verantwortungsvoller Umgang. Dass es Lehmboden ist, hat die Sache ja nicht gerade einfacher gemacht.
Da kann das Amt froh sein, wenn es Leute gibt, die so arbeiten. Wäre auch mein Ziel - aber bis dahin vergeht wohl noch einige Zeit. Und ob ich dann auch ,,scheißendreck" auf alle Wehwehchen geben kann :nixweiss:
Wir sind doch hier im Neolithikum, oder? Was ich mir gar nicht vorstellen kann ist, dass zu dieser Zeit tatsächlich so etwas wie eine Müll-Verfüllung gemacht wurde. Also, überhaupt Müll auf einen ,,Haufen" gegeben wurde. Gerade Tonprodukte. Waren die Siedlungen so groß, dass sie tatsächlich einen Ort für Müll gebildet haben? Oder ist das in der Nachära passiert? Entschuldige bitte, wenn ich mich so banal ausdrücke. Wenn ich Dich richtig verstehe, war es eine Lehmgrube, aus der Töpfer Lehm entnommen haben. Diese wurde dann mit kaputten Teilen aufgefüllt. Dazwischen war auch der Dolchgriff und der Kernstein... Evtl. auch Müll? Oder musste die Siedlung schnell aufgegeben werden und man hat möglichen Feinden nichts überlassen wollen?
Fabulier, Fabulas...
Auf jeden Fall war das ein interessanter Ausflug. Dankeschön!
Viele Grüße
Fabulas
Dankeschön Gabi fürs mitnehmen. :Danke2:
Gerne mal wieder.
Gruß Mike
Moin Fabulas,
wir sind hier in der nordischen Bronzezeit.
Der Lehm wurde auch für die Häuser gebraucht und die Bronzezeitler haben wahrscheinlich deshalb gerne auf diesen Böden gesiedelt.
Es gab meistens mehrere Gruben dieser Art, je nachdem wie groß die Siedlung war.
Da die Keramik sehr grob und schlecht gebrannt war, wird sie auch schnell kaputt gegangen sein.
Beim waschen der Keramik merke ich es selber.
Der Dolchgriff gehört in die Zeit davor.
Gruß
Gabi
Danke Gabi :Danke2:
Super
Grüße
Fabulas
Respekt!
Wie findest du neben deinem Beruf nur ausreichend Zeit dazu?
mfg
Moin hargo,
ich habe ja, wenn man so will, nur einen Minijob und jetzt im Winter noch mehr Zeit.
Nur die Kraft, habe ich leider nicht mehr um sowas öfter zu machen. :heul: :nono:
Es sind noch drei weitere angepflügte Stellen drumherum und es juckt mir gewaltig in den Fingern aber ich lass es mal schön bleiben!
Wenn da keine Baumaßnahme stattfindet, wird dort nie wieder was passieren und wenn ich es nicht gemacht hätte,
wüsste man auch nicht, dass dort die BZ ist.
Gruß
Gabi
Servus Gabi! :winke:
Wenn ich einen Hut hätte, würde ich ihn vor dir ziehen. :zwinker: :super:
So etwas verdient größten Respekt. :Danke2:
Und wenn du so etwas nochmal machst, lass uns dabei sein.
Gruß, Chris
Servusle,
ich finde es gut, dass man so etwas seinen Ehrenamtlichen zutraut und das anscheinend relativ unbürokratisch lösen und auf den Weg bringen kann. Zweifelsohne hat Gabi das sehr professionell dokumentiert. Das ist ja das allerwichtigste :super:
Hier muss man ein riesiges Fass aufmachen, damit man nur eine kleine Bohrung oder eine Rammsondierungen für eine Bodenprobe machen darf, wenn man überhaupt die Erlaubnis bekommt :nixweiss: Hier hat auch jeder Angst vor einer roten Fläche auf seinem Grund, mit allem was dazu gehört, wegen dem Verursacherprinzip.
liebe Grüße und danke für´s Mitnehmen.
Daniel
Kann Chris Beitrag nur wiederholen!
:winke:
Fabulas
Moin,
vielen lieben Dank für eure Antworten. :Danke2:
@Chris, sollte ich sowas nochmal in eigener Regie machen können, werde ich euch teilhaben lassen.
@Daniel, ganz so einfach ist das auch bei uns nicht. Nicht jeder Ehrenamtliche darf und kann das machen.
Ich hatte nur das Glück (weil ich viel Zeit und Leidenschaft dafür investiert hatte) das es jemanden gab, der mir alles beigebracht
und auch viel an Ausrüstung geschenkt hat. Das andere habe ich mir selber gekauft und ergänzt oder "abgestaubt". :zwinker:
Gruß
Gabi
Zitat von: Wiesenläufer in 03. Dezember 2020, 13:01:04
...
Nicht jeder Ehrenamtliche darf und kann das machen.
Ich hatte nur das Glück (weil ich viel Zeit und Leidenschaft dafür investiert hatte) das es jemanden gab, der mir alles beigebracht
und auch viel an Ausrüstung geschenkt hat. Das andere habe ich mir selber gekauft und ergänzt oder "abgestaubt". :zwinker:
...
Moin Gabi,
...was brauchst Du noch? :-D
Ist ernst gemeint und soll meine Hochachtung zum Ausdruck bringen :Danke2:
Gruß
Jürgen
Zitat von: RockandRole in 03. Dezember 2020, 09:15:08
ich finde es gut, dass man so etwas seinen Ehrenamtlichen zutraut
und das anscheinend relativ unbürokratisch lösen und auf den Weg bringen kann.
Ist ja wirklich ein toller Beitrag von Gabi :super:
Und was das Zutrauen betrifft, hängt das sicherlich von den Personen ab,
und zwar auf beiden Seiten.
Ich erinnere mich noch an eine Unterhaltung mit meiner Archäologin,
nachdem ich ihr von Strukturmerkmalen im Wald erzählt hatte, Fotos gezeigt,
und ihr erläutert, dass ich vermute, dass die Strukturen was mit römischem
Sandsteinabbau zu tun haben könnten.
Sie: "Gehen Sie doch mal mit der Sonde hin"
Ich: "wirklich ? Im Wald ?"
Sie: "Na klar"
Das fand ich wirklich bemerkenswert.
(Hat aber nichts gebracht; kein einziges Signal)
Gruß :winke:
Interessant, interessant....
Meint Ihr, auch wenn wir den Prospektionslehrgang in BaWü noch nicht absolviert haben (ich hoffe, es klappt 2021), dass man bei einem Verdacht auf was mit dem Amt sprechen kann?
Und wohin muss man sich wenden? Land oder Kreisstelle? Eine vertrauensvolle Arbeit wünschen wir uns auch.
@Gabi, vielleicht kommen wir alle beim nächsten Mal und helfen graben? :-) Das wäre ja mal eine Aktion!
Herzliche Grüße!
Fabulas
Klasse Beitreg Gabi. :super: In Hannover würden Sie einem beide Ohren abschneiden wenn man nur fragen würde. :irre: Selbst wenn man das sehr gut kann. :nono:
Gruß
Thomas
Zitat von: Fabulas in 03. Dezember 2020, 18:49:50
Meint Ihr, auch wenn wir den Prospektionslehrgang in BaWü noch nicht absolviert haben (ich hoffe, es klappt 2021), dass man bei einem Verdacht auf was mit dem Amt sprechen kann?
Und wohin muss man sich wenden? Land oder Kreisstelle? Eine vertrauensvolle Arbeit wünschen wir uns auch.
Was BW betrifft ...
Mit dem Amt sprechen, kannst Du bei einem Verdacht immer!
Aber eigenmächtig so eine Grabungsaktion ist nicht drin.
Da gab es sogar für Ehrenamtliche Beauftragte mächtig Ärger. :staun:
Kannst Dich aber einmal an das Amt für Landesdenkmalpflege wenden und dich als "Ehrenamtlich Beauftragte" bewerben.
https://www.denkmalpflege-bw.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/Flyer_Ehrenamtlich-Beauftragte_Auflage2.pdf
Da hast Du immerhin die Chance, bei Grabungen vom Amt mitzumachen oder ganz offiziell Verdachtsflächen zu begehen und Funde zu bergen.
Übrigens ...
Ein absolvierter "Sondelkurs" ist nicht gleich bedeutend mit "Ehrenamtlich Beauftragter".
Gruß Daniel
@Daniel
Danke für Deine Nachricht. Wenn ich das richtig verstehe, kann man sich auch ohne vorher bereits den Lehrgang des Denkmalamtes im RP mitgemacht zu haben, schon als Ehrenamtlicher in BW bewerben. Das habe ich nicht gewusst, da werde ich nochmal nachhaken. Den Flyer kannte ich auch nicht.
Ein sehr guter Hinweis!
Liebe Grüße
Fabulas
Zitat von: Fabulas in 05. Dezember 2020, 14:36:39
Wenn ich das richtig verstehe, kann man sich auch ohne vorher bereits den Lehrgang des Denkmalamtes im RP mitgemacht zu haben, schon als Ehrenamtlicher in BW bewerben. Das habe ich nicht gewusst, da werde ich nochmal nachhaken.
Natürlich.
Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
Mit einem Sondelkurs wird man nicht automatisch auch "Ehrenamtlicher".
Gruß Daniel
Moin,
das ist bei uns auch so.
Ein Sondel-Lehrgang ist nur der Einstieg bzw. eine von mehreren Stufen zur Ernennung zum Ehrenamtlichen Boden Denkmalpfleger.
Gruß
Gabi
Zitat von: Wiesenläufer in 05. Dezember 2020, 20:24:48
Ein Sondel-Lehrgang ist nur der Einstieg bzw. eine von mehreren Stufen zur Ernennung zum Ehrenamtlichen Boden Denkmalpfleger.
Mal ehrlich:
Warum braucht man eigentlich immer Schubladen, um die Menschen dann in
entsprechende Schubladen stecken zu müssen?
Bleibt da nicht die Sache auf der Strecke?
Es gab ein Buch von Günter Wallraff: "Wir da oben - Ihr da unten"
Ist der Boden-Denkmalpfleger etwas besseres als der zertifizierte Sondengänger?
Nun gut: Das ist ein Kommentar vom späten Abend :zwinker:
Zitat von: stratocaster in 05. Dezember 2020, 22:27:07
Ist der Boden-Denkmalpfleger etwas besseres als der zertifizierte Sondengänger?
Ob er "besser" ist?
Keine Ahnung, was macht einen Menschen "besser"?
Ein "Sondengängerlehrgang" hat ja nicht wirklich etwas mit der eigentlichen Tätigkeit eines "Ehrenamtlichen" zu tun.
Aber er ist gesetzlich etwas "besser" gestellt, da er z. B. beim ausüben der Tätigkeit übers Land versichert ist.
Dann gibt es da noch ein paar Kleinigkeiten.
Findet man z.B. in §10 und §20. :staun:
Zumindest, was BW betrifft.
(Wobei mir persönlich auch kein Fall bekannt ist, wo ein Ehrenamtlicher tatsächlich §10.2 in Anspruch genommen hat.)
Könnte man jetzt natürlich noch ewig weiterspinnen aber ich denke, Fabulas Frage ist soweit geklärt. :zwinker:
Da hat Gabi mit ihrer Grabung auch eine Diskussion angeregt, die wohl nicht ganz einfach aber auch interessant ist.
Für mich waren auf jeden Fall einige neue Erkenntnisse dabei. Dafür danke ich Euch allen. Ich will mich alsbald darum kümmern, aber ob das dieses Jahr noch klappt...?
Hänge immer noch mit der Fotografiererei meiner Keramik hinterher - die Küche liegt noch immer voller Scherben und der Plätzchenduft wird mit gravierender Verspätung durch die Wohnung wabern.
Auch gut, dann esse ich vor Weihnachten nicht so viel davon. :-D
Ich wünsche Euch allen eine gute Woche! Und hoffentlich leidet keiner unter dieser Dauerdunkelheit wie ich... :heul: Und wenn ja, Du bist nicht allein! :-)
Fabulas
Zitat von: Fabulas in 06. Dezember 2020, 21:06:50
...Und hoffentlich leidet keiner unter dieser Dauerdunkelheit wie ich... :heul: Und wenn ja, Du bist nicht allein! :-)
...
Was wäre der Sommer mit seinen langen Abenden, ohne die Dunkelheit des Winters?
Ich liebe den Wechsel der Jahreszeiten.
mfg