Friedrich der Große führte nach französischem Vorbild für Preußen eine einheitliche Steuerordung ein (REGIE DES DROITS DU ROI).
Diese ist als Vorgänger der heutigen Mehrwertsteuer und der Finanzämter anzusehen.
Die Waren mussten als Kennzeichen für die entrichtete Steuer eine entsprechende Plombe tragen. Das sind keine Zollplomben, da innerhalb Preußens eine Zollunion bestand, also keine Binnenzölle erhoben wurden.
Erkennen kann man die Stücke recht gut an dem "Preußenadler" Die Datierung ist durch die unterschiedlichen Monogramme auch recht gut möglich.
Hier ein paar Beispiele von Friedrich dem Großen
Nr.1
Steuerplombe aus Magdeburg, DM = 27mm
Nr. 2
Steuerplombe aus Magdeburg, DM = 22mm (auf der Rückseite ist das Stadtwappen von Magdeburg zu erkennen)
Nr. 3
Steuerplombe aus Berlin, DM = 30mm (Umschrift Regie des droits du Roi Bureau de Berlin)
Und noch zwei Plomben von Friedrich Wilhelm
Nr. 4
Steuerplombe aus Brandenburg DM = 25mm (Monogramm FW)
Nr. 5
Steuerplombe aus Burg (bei Magdeburg) DM = 20mm
Hallo Ruebezahl!
Ich habe mal eine Plombe mit einem gekrönten Adler, der den Reichsapfel und das Zepter in den Fängen hält, gefunden.
Auf der Rückseite ist nichts zu erkennen.
Fällt dir dazu auch was ein?
GugF Michael
Hi Michael,
das ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Preußische Steuerplombe.
An der Größe oder der Darstellung des Adlers kann man leider keine Datierung festmachen. Das geht nur mit dem Monogramm auf der Rückseite. :heul: