Guten Tag,
bei den fünf intakten Münzen aus dem Dreißigjährigen Krieg handelt es sich um ähnliche Münzen wie diese hier http://www.sucherforum.de/index.php/topic,63778.0.html
also Gemeinschaftsprägungen Frankfurt, Mainz und andere. Zusammen mit diesem Ensemble fand sich aber noch ein Fragment, das ich der Bildsprache und des reineren Silbers halber für etwas älter halte. Kann jemand bei der Identifizierung helfen ? Fundort Hessen.
Gruß
St. Subrie
Hallo St.Subrie,
Dein Fragment ist sicher ein mittelalterlicher Pfennig. Das Motiv Herrscher von vorn und Tor/Mauer/Torturm ist sehr häufig, gerade auch im westdeutschen Raum (kommt so zwischen 1070 und 1250 vor). Ich habe zwar ein bißchen gesucht, aber noch nichts passendes gefunden. Ich sehe einen Herrscher mit Krummstab, darüber einen Stern; der Herrscher hat aber keine Mitra - es könnte die Prägung einer Abtei sein.
Gruß ischbierra
Vielen Dank Ischbierra, das hilft schon sehr weiter ! Das Münzfragment hat offensichtlich mit dem kleinen Ensemble aus dem 17. Jhdt. nichts zu tun. Ich habe die Archäologin, in deren Auftrag ich die Prospektion mit der Sonde auf und rund um eine Grabungsstelle durchführe, vorab bereits informiert.
Natürlich recherchiere auch ich zu diesem Stück so gut ich kann, leider bisher ohne Resultat. Falls doch noch jemand helfen kann, das wäre prächtig ! Seitdem in unserem Land der Landesnumismatiker abgeschafft worden ist, sind Münzbestimmungen viel schwieriger geworden und kosten öfters auch Geld, und das ist bei der kleinen Dienststelle, mit der ich zu tun habe, ausgesprochene Mangelware.
Gruß
St. subrie
Vielleicht kann zu einer Einzelheit jemand helfen : Habe bisher nicht herausfinden können, was das "Z" in der Mitte der fünf Münzen zu bedeuten hat. Steht doch wohl nicht für "zusammen" der Gemeinschaftsprägung von FRANC MEINTZ HAS und NAS ?
Gruß
St. Subrie
Das Z ist eine 2 und bedeutet: 2 Kreuzer
Danke ! Ich hätte es ahnen sollen, vgl. die "2" in der Jahreszahl.
https://www.muenzauktion.com/siee/item.php5?id=121215011&lang=de&curr=EUR
Schöner Fund, Glückwunsch u. Gruß
QB
Heute mit der Nachsuche angefangen, einen kleinen Bereich mühsam von jedwedem Schrott gesäubert, dann mit speziellem Programm auf schwache Nichteisensignale geachtet. Lohn der Mühe : Eine weitere Münze wie oben gezeigt.
Die Nachsuche wird sich bis zum Frühjahr hinziehen, der direkt benachbarte Acker ist zur Zeit nicht begehbar (Winterraps, Weidefutter für Schafe im zeitigen Frühjahr).
Gruß
St. Subrie
Schön, :glotz:
hast Du noch andere zeitlich passende Funde von der Stelle?
Liebe Grüße, :winke:
Micha
Du wirst es nicht glauben, die Münzen sind eher Beiwerk aus späteren Epohen. Es handelt sich um eine frühmittelalterliche Befestigungsanlage ohne obertägige Spuren. Aus der Entstehungszeit konnte ich nur zwei Scheibenfibeln 9./10. Jahrhundert zum Grabungsergebnis beisteuern, aber bekanntlich sind frühmittelalterliche Metallfunde rar.
Sei herzlich gegrüßt
St. Subrie