Schwarzes Gestein zur Bestimmung

Begonnen von Der Onkel, 20. Mai 2026, 18:06:05

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Der Onkel

Hallo,
könnt ihr mir bei der Bestimmung dieser Gesteinsart helfen?
In der Nähe befindet sich das einzige Obsidianvorkommen Deutschlands (Baden-Baden), allerding kenne ich dieses eher glänzend und an den Kanten durchscheinend.
Der Fundort liegt im Oberrheingraben und ist durch eine enorme Vielfalt an umterschiedlichem Gestein geprägt, außerdem handelt es sich um eine steinzeitliche Siedlungsstelle.

Liebe Grüße
Manuel

Nanoflitter

Kieselschiefer, würde ich sagen. LG

Der Onkel

Wenn ich die Bilder im Netz vergleiche, passt es nicht ganz. Nun habe ich einen großen Stein gefunden, auf dessen Unterseite (?) kleine Granitanhaftungen zu sehen waren. Neugierig ob des Bruchbildes habe ich ihm ein Stück abschlagen wollen, was nicht gelang. An den Stellen kam jedoch scheinbar Granit zum Vorschein.
Ist das ggf eine geologische Erscheinung oder durch Menschenhand entstanden - ggf durch Einwirkung von Feuer?

Spuernase

Hmmm, findest du die Steine im Straßen-Schotter oder beim Anstehenden in nem Steinbruch?
Sieht erstmal nach nem sehr dichten Gestein aus, in dem Granitstückchen eingeschmolzen sind. Dann würde da ein Gabbro hinpassen, der Granit mitgeschleift hat oder umgekehrt (wer war zuerst da?). Eine Intrusion /dike könnte ein Entstehungeort sein (also das eine hat das andere durchschlagen, aufgeschmolzen, mitgerissen). Ist das relativ schwer (ich vermute das)? Könnte aber am Ende auch ne Schlacke sein, aus irgendeinem Hochofenprozess, wenn das gar kein Granit ist! Magnetisch? Sonnenbrenner Basalt käme auch noch infrage.
LG
Situs vi late in, is et ab an et!

Der Onkel

Hallo Spürnase,
das Stück stammt von einer steinzeitlichen Siedlungsfläche im Rheingraben bei Baden-Baden. Hier sind verschiedenste Minerale durchmischt im Geröll.

Nanoflitter

Nix für ungut, sieht aus wie ein Stück aus einer abgetragenen Asphaltstrasse, das schwarze sieht aus wie Teer/Bitumen. So was liegt bei mir auch ab und zu auf dem Fundplatz. LG

StoneMan

Zitat von: Der Onkel in 11. Juni 2026, 12:03:06[...]
das Stück stammt von einer steinzeitlichen Siedlungsfläche im Rheingraben bei Baden-Baden. Hier sind verschiedenste Minerale durchmischt im Geröll.


Moin

ich möchte keinem Bauern zu nahe treten, aber was und wie alles auf die Felder gerät ist zum Haare raufen.

Zumindest muss man immer verschlepptes Material mit einbeziehen.

Dein erstes Stück halte ich für Kieselschiefer.

Gruß

Jürgen
Was könnte wichtiger sein als das Wissen? fragt der Verstand.
Das Gefühl und mit dem Herzen zu sehen, antwortet die Seele.
Antoine de Saint-Exupéry

JaH073

Hallo Manuel,
dieses Foto von dem Stein macht mich nachdenklich.
Die schwarze Kruste außen rum erinnert mich irgendwie an einen Meteoriten.
Wenn, dann könnte es vom Material vielleicht ein sog. Eukrit sein?
Es ist auch ein kleiner Bereich im oberen Drittel zu sehen, der aussieht als wäre er da an der Oberfläche so leicht warzig?
Könnte ggfls Reste von schaumiger Kruste sein.
Hier angehängt das Foto welches ich meine.
Viele Grüße
Hanno
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man noch ein schönes Muster errichten.      Konfuzius

thovalo

Zitat von: Der Onkel in 20. Mai 2026, 18:06:05Hallo,
könnt ihr mir bei der Bestimmung dieser Gesteinsart helfen?
In der Nähe befindet sich das einzige Obsidianvorkommen Deutschlands (Baden-Baden), allerding kenne ich dieses eher glänzend und an den Kanten durchscheinend.
Der Fundort liegt im Oberrheingraben und ist durch eine enorme Vielfalt an umterschiedlichem Gestein geprägt, außerdem handelt es sich um eine steinzeitliche Siedlungsstelle.

Liebe Grüße
Manuel


Ja, die allgemeine Bezeichnung nach diesen Bildern ist "Kieselschiefer". Wenn man sich damit näher befasst, gibt es allerdings Varietäten in Aussehen und der Struktur.


lG Thomas
Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.

Nanoflitter

Zitat von: JaH073 in 11. Juni 2026, 19:42:36Hallo Manuel,
dieses Foto von dem Stein macht mich nachdenklich.
Die schwarze Kruste außen rum erinnert mich irgendwie an einen Meteoriten.
Wenn, dann könnte es vom Material vielleicht ein sog. Eukrit sein?
Es ist auch ein kleiner Bereich im oberen Drittel zu sehen, der aussieht als wäre er da an der Oberfläche so leicht warzig?
Könnte ggfls Reste von schaumiger Kruste sein.
Hier angehängt das Foto welches ich meine.
Viele Grüße
Hanno


Versuch doch mal, ob an dieser Kruste ein Sturmfeuerzeug oder eine heiße Nadel irgendwas bewirkt. Meteor scheidet völlig aus. LG