Hallo,
habe ich auf einem Acker gefunden wo auch Flintabschläge lagen.
Das Stück ist definitiv verteinert und ich würde gerne wissen wo ich es zuordnen kann.
Gruß
mäckes
Fragment eines Molars, evtl. vom Pferd ??
Gruß
Sehe das genauso, mit Sicherheit ein Zahnfragment eines Pflanzenfressers. Aber warum "definitiv versteinert"?
Fossilisation, meist bei Knochen/Zähnen durch Aufnahme von Fluorit-führt zur Erhärtung- Fossilisation ist mit bloßem Augenschein ist sicher kaum möglich zu erkennen, oder? Welcher chemischen Analyse wurde das Zahnfragment unterzogen? S.
Zitat von: Saxaloquuntur in 04. Oktober 2011, 12:52:19
Fossilisation, meist bei Knochen/Zähnen durch Aufnahme von Fluorit-führt zur Erhärtung
Das ist so nicht ganz richtig.
Bei Fossilisationsprozessen von Knochen und Zähnen wird ein Calciumhydroxylphosphat in eine andere Phosphatvariante umgewandelt. Bei Knochensubstanz i.d.R. schneller als beim Zahnschmelz. Fluor spielt dabei selten eine Rolle, Fluorit (sprich das Mineral Calciumfluorit) sogut wie nie.
Und das damit eine prinzipielle "Erhärtung" vonstatten geht ist Nonsens. Wenn die Hohlräume innerhalb des Knochens mit (durchaus verschiedenen Mineralien) aufgefüllt werden nimmt der Knochen maximal die Härte des härtesten Minerals an, was jedoch nicht heißt dass Härte dann gleichzusetzen ist mit Stabilität.
Hallo, vielen Dank für eure fundierten Beschreibungen.
Keine Analyse!
Wenn ich das Fragment mit schon gefundenen Wildschweinzähnen vergleiche oder Knochenmaterial ist der Unterschied erheblich:
anderer Klang, schwerer, viel härter, nicht so porös wie Knochen.
Ich habe das Teil mal gegen Porzelan und Flint geklopft und es hört sich ganz anders an als das Vergleichsmaterial und es fühlt sich auch anders an.
Die von euch beschriebenen Prozesse spielen sich in welchen Zeiträumen ab, also wo kann ich das Fragment zeitlich einordnen?
Gruß
mäckes
Na super,Tapir. schreib doch bitte Wiki um!Sax.
Hi maeckes,
Dr. Tapir ....schoen erklaert :super:
Bei solchen Einzel-Zahnfunden ist es oft schwer ein Alter einzustufen, aber man kann meisstens auf abgerundete Bruchkannten, Farbe und vorallem "Verwitterungsglanz" schon deuten ob das Stueck 100 oder 10000 Jahre alt ist.
Versteinert ist dieser Zahn aber m.M. nicht.
Um das Alter in Etwa zu bestimmen, muss man das Stueck in der Hand halten. So wie Du es beschreibst koennte ich mir ein Alter um die 6000 Jaehrchen vorstellen...aber ohne jegliche Garantie. Am besten beim naechsten Mineralien/Fossilien- Verein anfragen und dort zeigen :zwinker:
Gruesse :winke:
Sash
Hier einer meiner Zanderl
Gruß Rambo
Zitat von: mäckes in 04. Oktober 2011, 16:33:43
Die von euch beschriebenen Prozesse spielen sich in welchen Zeiträumen ab, also wo kann ich das Fragment zeitlich einordnen?
Gruß
mäckes
Mineralisationen können Knochen schon nach einem Jahr eine solche Haptik verleihen, und es gibt Knochen die sind 3 Millionen Jahre alt und sehen aus wie "neu". Selbst Flint kann nach wenigen Wochen eine beginnende Patinierung zeigen. Daraus eine Jahreszahl zu zaubern ist ein Tanz auf sehr dünnem Eis. Schreib Quartär dazu und Du bist auf der sicheren Seite....
@ sash: kein "Dr."
@ Saxaloquuntur: Da in Wikipedia, stark überspitzt, jeder ahnungslose Depp Blödsinn schreiben kann und der da stehen bleibt solange es keiner merkt bzw. jemand mit zuviel Zeit andauernd rückrückeditiert, ist mir meine Zeit dafür zu schade (eine Enzyklopädie hat nichts mit der Durchschnittsmeinung zu einem Thema zu tun, und leider geht es da allzuoft so zu).
Und zum Thema postmortale Knochenveränderungen und Taphonomie inkl. dem mineralogischen Background gibt es genügend Artikel in forensischen, archäologischen und geochemischen gepeerreviewten Journalen*, als dass man ernsthaft auf Wikipedia zurückgreifen muß wenn man sich für die Thematik interessiert. (Und wenn man nur den Mist aus Wikipedia runterleiert sollte man das wenigstens mit angeben wenn man nicht wie ein Verteidigungsminister aussehen will. :winke:)
*Andrews & Cook (1985), Aslan & Behrensmeyer (1996), Behrensmeyer (1978, 1982), Bell et al (1996), Cutler et al (1999) Fisher (1995), Hill (1976), Janaway et al (2009), Janjua & Rogers (2008), Littleton (2000) Lotan (2000), Lyman & Fox (1988), Tappen & Peske (1970), White & Hannus (1983),... Um nur einige zu nennen....
Vielen Dank
mäckes
:winke:alle warten auf die fleisch gewordenen "gelben Seiten." Ich erkenne doch wahres Fachwissen an und verneige mich davor. Wenn ich zur Aufhellung und Erhellung mit meinem Wikimist beitragen konnte ist das doch sehr konstruktiv. Man könnte das vielleicht freundlicher bzw. nachsichtiger machen, aber an diesen groben Umgang muss man sich hier halt gewöhnen. Gerne wieder, ich halt schon was aus. :Danke2:
Zitat von: Saxaloquuntur in 05. Oktober 2011, 11:47:24
Man könnte das vielleicht freundlicher bzw. nachsichtiger machen, aber an diesen groben Umgang muss man sich hier halt gewöhnen. Gerne wieder, ich halt schon was aus. :Danke2:
Ich werd mir Mühe geben. :friede:
Schon o.k werd mich auch in diesem Bereich künftig zurück halten. I make the fly...S. :friede: