hallo, heute mit hundini schönen spaziergang im dichtem nebel gemacht.. und komm natürlich nicht dran vorbei am ackerrand bischen zu gucken :-D
na, ja.. dachte ich, ein paar ziegel, sehen ziemlich neu aus.. da wird nix sein..
guck so weiter und seh was schwarzes ( nachdem ich eifrige leserin hier geworden bin und in etwa nun weiß auf was ich achten sollte :kopfkratz:)
heb ich das dings auf. schwarz, rund , loch!! :staun:
erst mal war ich platt ( da ich ja sonst niee was gefunden hab), mein erster gedanke: spinnwirtel!
weiter geguckt :glotz:, aber leider konnte ich rein gar nix mehr finden, außer diese ziegelreste :(
so, etz wüßte ich gern ob ich richtig lieg mit meiner spinnwirtel :kopfkratz:
fundort: mittelfranken, zwischen gunzenhausen und treuchtlingen, acker am waldrand.. waren mal viel römer hier - weißenburg
schönen, sonnigen tag noch, meros :winke:
Jau, dürfte Spinnwirtel oder Webgewicht sein und sieht auch noch nett alt aus :super:
"Nett alt" sieht aber unter Umständen ziemlich neolitisch aus, oder irre ich mich? :kopfkratz: Meine zumindest solche schonmal in neolitischem Zusammenhang gesehen zu haben
oh, super! tatsächlich! :year: :year:
hmm, der acker ist eingesät, darf nicht mehr drauf, das hab ich direkt am ackerrand gefunden, jubel :-D `tschuldigung, freu mich so!
hab leider keine scherben gefunden, nur diese lehmziegel, anhand von diesen kann man warscheinlich nix sagen..?
und weil es so schwarz ist und der quarz, könnte das dann älter als mittelalter sein...?
:winke:
neolitisch!! schluck! :irre:
Muss mal kramen, irendwo waren die abgebildet... Jetzt noch ganz im Sinne des HB Männchens: Aber aber, wer wird denn gleich an die Decke gehen :engel: Herzlichen Glückwunsch :super:
Sollte irgendwo heißen.
bin ganz aufgeregt! der acker ist nicht sehr steinig, nur bischen weiße jurasteine..
der platz ist auf einer ebene, mit leicht abfallenden hang und sehr guter sicht über viele kilometer und nicht weit die altmühl.
Nur mal so eingeworfen: Spinnwirtel/Webgewichte sind häufig ein erster Hinweis auf Siedlungen...
:d2:
Guckst du:
http://www.hermann-historica.de/auktion/hhm61.pl?f=NR_LOT&c=1910&t=temartic_A_D&db=kat61_a.txt
http://www.museum-neukoelln.de/ausstellungen-99-neukoelln-spinnwirtel.php
also...
der acker liegt zwischen 2 dörfern, heuer haben sie im zug von baumaßnahmen, eine paar " dunkle löcher" gefunden ( so wurde es mir erzählt) archäologen waren auch vor ort.. mehr weiß ich leider nicht :(
im anderen dorf wurde mal vor ungefähr 10-15 jahren ein, ich glaub jungsteinzeitlicher friedhof untersucht.
wenn ich mich recht entsinne, stand darüber auch in einem buch " deutschland in der steinzeit" (?) etwas drinn. soweit ich mich erinnern kann, war das eine grabstätte der ries-gruppe ( kupferzeit?)
ist schon ewig her das ich mir dieses buch ausgeliehen hab..
bei uns haben leider solche funde nicht wirklich bedeutung.. man ist hier eher römerfixiert..
vg , die gückliche meros :-D
Hört sich ja schonmal vielversprechend an.... Ich würde die Stelle im Auge behalten :super:
danke, hanspeter :-) meins sieht im gegensatz zu deinen links recht grob aus..
tja, ich muß wohl warten bis der acker wieder frei ist.. :(
Hab ich schon gesehen gehabt. War auch nur auf die Schnelle mal was Vergleichbares, Belegendes rausgesucht. Und nochmal: :hb3:
:-D so, hab mich wieder etwas beruhigt, kann ja eh nix mehr machen, einstweilen... seufz
:winke:
Moin,
kannst Dich ruhig weiter freuen, ist doch schön so´n Wirtel.
Ich habe so etwas noch nicht gefunden.
Gruß
Jürgen
:danke:
Hm..
die Magerung schaut so aus, als ob es sich um gebrannten Kalk (Muschel-Kalk) handelt.
Wenn dem so sein sollte, dann tippe ich eher nicht auf Neolithikum.
Sonder auf Mittelalter, so 8. - 10. Jahrhundert.
Und der Töpferort, wo diese Magerung angewendet wurde, fällt mir sicherlich auch noch ein.
Vergleichbares im Museum Haithabu, Bilder muss ich erst noch suchen.
auch gut, freu mich trotzdem :-)
ja, wenn ich die wirtel so genau anschau, glänzt die magerung ( nennt man das wohl..) nicht, sondern ist reinweis und stumpf..
wenn ich so meine andere keramik anschau, da kann man richtig klitzekleine glänzende steinchen sehn..
warum hat man dann im ma mit muschelkalk gemagert? heißt muschelkalk, tatsächlich mit zerriebenen muscheln? oder kalkhaltige steine?
vielleicht find ich ja irgentwann ein bischen keramik :)
vg meros :winke:
Meines Wissens nach, gibt es nur einen Töpferort im MA, der mit Kalk ( zerriebenen Muscheln) gemagert hat.
Leider fällt mir der Name gerade nicht ein.
Normalerweise besteht die Magerung aus Quarz. Jedoch sind auch andere Magerungsbestandteile bekannt, wie z.B Glimmer.
Wenn der Thomas mal wieder ne gute Internetleitung hat, dann wird er sicherlich den Töpferort benennen, der mir nicht einfällt. :zwinker:
echt?! nur einen ort! dann war das eigentlich gar nicht üblich?!
interessant..
dann werd ich mal suchen gehn, vielleicht find ich einen beitrag.. :kopfkratz:
hab versucht ein paar bessere bilder zu machen :/
aaaber.. muscheln gibt es ja überall.. ich kenn einen acker da sind lauter miesmuschelschalen.. :kopfkratz:
Sehe es so wie Levante, das wäre auch so die Zeitstellung die ich mit "nett alt" umschrieb ;)!
An Heithabu habe ich auch gedacht, da habe ich die auch so vor mir gesehen sind aber auch in anderen teilen deutschlands so verbreitet!
Mit dem neolithikum kenne ich mich weniger aus, aber rein gefühlsmäßig mag ich da auch nicht so recht dran glauben (was aber nichts heißen muss)
Hast du ein Bundesland für uns (oder habe ich das überlesen???)
Am besten dem Archäologe vorlegen, der kennt die Region und kann dir genaueres sagen :super:
Moin moin,
so habs gefunden.
Das Zeug heist "Muschelgruskeramik" und stammt aus dem 9. Jahrhundert.
:winke:
dann werd ich mich mal über muschelgrus informieren, ist schon interessant, aber recht kompliziert, die keramikgeschichte.
danke einstweilen :-)