Heute haben "SIE" mir wieder eine Fundstelle wegplaniert (mehrere 1000 qm, für ein bahnbetriebswerk. Nachdem eine Grabungsfirma im Herbst keinerlei Befunde in den Suchplana feststellen konnte und in der Lokalpresse stand
"ein lokaler Hobbyarchäologe verursacht Millionenschäden durch Aufschub eines Großprojektes...muß das sein????..."
In der Zwischenzeit hab ich 10 Kilo Keramik aufgesammelt- von der Bronzezeit bis ins Frühmittelalter- und heute ließ mich die Baufirma mit Genehmigung des LfD hinter dem Humusabtragsbagger herdackeln....
Wenn jemand von Euch Datierungshilfen geben könnte wäre ich Euch dankbar...Besonders das erste Teil mit der großen Ausdellung ( von der Rückseite als Eindellung erkennbar) würde mich interessieren- dieses teil ist jedenfalls ohne Töpferscheibe erstellt worden...
Danke für die hoffentlich folgenden Einschätzungen
Edi
....
..am Schluss sammelte dann auch der Bauleiter mit---- "Äitz hoosd me ganz nasch gmachd mied Daina Soucharei... i siech bloos mäa Schäam (Scherben)"..
..
Hallo Edi :-D
Ich finde es immer ganz schwierig Keramikstücke so per Foto zu bestimmen. :heul:
Man muss sie eigentlich, wie auch oft bei Flintartefakte in der Hand haben.
Trotzdem werde ich einen Versuch machen:
Die Kantenscherben, die ja zum datieren gut sind, sind wie ich das sehe alle Spät Bronzezeit bis früh Eisenzeit.
Vielleicht abgesehen vom Bild rs.jpg, ich glaube die ist was anderes ???
Das grosse Stück oben sieht von der Struktur her sehr wie "vor-römische Eisenzeit" aus. So nennen wir es. Die Zeit um 500 v. Kristus- jahr 0.
Bei diesem Stück bin ich mir aber garnicht sicher. :winke:
Danke agersoe... anscheinend war die Verheerung der Globalisierung schon immer da...obwohl Du 1000 km nördlich von mir dein Wesen treibst bist Du imstande vorgeschichtliche Keramik so einzuordnen wie meine Altfunde dieser Stelle vom LfD eingeschätzt wurden. Die nämlich stellten den Hauptsiedlungshorizont in die Früheisenzeit. Meine hier vorgestellten Fragmente sind natürlich noch nicht eingeordnet- da heute erst aus dem Untergrund und Zusammenhang gerissen....
Keramik ist mir nach wie vor ein Rätsel.. aber es geht voran... Das erste Teil ist in meiner Fundlandschaft wirklich aussergewöhnlich- weil so groß- und weil man die schmalen Fingerlinien einer Töpferin erkennen kann die lange vor unserer Zeit einer Tradition folgte um das Überleben zu ermöglichen...
Ich kann SIE mir richtig vorstellen ....unter einem Schilfdach .... die Kinder spielen am Bach... die Männer berauscht........und keine UHR tickt.......