:-)
Vom vergangenen Wochenende stammen diese Gefäßbelege von spätantiken Wölbwandtöpfen und Kleeblattkannen, die in der Töpferregion Mayen in der Eifel gefertigt worden und mit Sandmagerung mit Basaltgrus versetzt worden sind. Die glänzenden schwarzen Magerungspartikel aus Basalt sind in allen Bruchstücke gut zu erkennen.
Diese Keramik findet sich insbesondere in spätantiken Kastellen wie Alzey und GELDVBA und wurde noch durch die spätantike römische Militärverwaltung per Schiff über den Rheinlauf bis in die Niederlande und nach Großbritannien verbreitet.
LG thomas
:-)
Erschreckend ist die Feststellung, dass sehr viel der Keramikbelege frische Bruchkanten aufweisen und von jüngst zerbrochenen größeren Gefäßpartien stammen!
Very interesting! Have you found any late roman samian ware (Argonnen Sigillata)?
:-)
Till now I found no "Argonnenware", but many fragments of "rot bemalter spätantiker Keramik" from the Trier region !
The findspot is situated on the right bank of the "Niederrhein" and must be seen as a trading place like "Dorestad" in Netherland. The place existed continiousley till the beginning of the 11th century.
LG thomas
It sounds really interesting!! If you should ever find a wheel-decorated piece of Argonnenware, pleeease post it. I'm really interested in this ware, especially in the chronology of its decorations.
Best wishes
Cockney
Kenn' ich :zwinker:
Hast Du mal gezählt, wieviele Randstücke wir insgesamt gefunden haben?
:winke:
Bastl
Lieber Bastl! :winke:
Unsere gemeinsame Begehung war bereits die insgesamt dritte Begehung derselben Fläche im Abstand von jeweils einer Woche in parallelen Bahnen von ca 1.50 m Abstand.
Insgesamt fanden sich bei unserer Tour am letzten Wochenende 34 Randstücke
mittlere römische Kaiserzeit: 3
spätes 4. und 5. Jh.: 11
ca. 6. Jh.: 2
ca. 7. Jh.: 5
8./9. Jh.: 12
11. Jh.: 1
dazu fünf Henkelfragmente, mindestens so viele Boden- wie Randstücke, ein Fragment von einem frühen karolingerzeitlichen Tüllengefäß mit schmaler lang ausgezogener rundlicher Tülle und ..
.... das hab ich erst jetzt gesehen ...... ein Wandungsfragment eines reduziert gebrannten, fränkischen Gefäßes mit Stempeldekor des 7. Jhs. .....
Damit spiegeln die Nachweise je Zeitstellung genau die Auswertung der bereits vorliegenden reichen Fundbestände durch den LVR: Gründung des Handelsortes gegen Ende des 4. Jhs. mit einer starken Ausprägung im 5. Jh. .... und einem zweiten Höhepunkt der Aktivitäten im 8./9. Jh. n. Chr... danach ist das Fundaufkommen rückläufig und geht ab dem 11. Jh. auf wohl nur noch eine Hofesstelle am Platz zurück.
Der Grund des Rückgangs und zuletzt der Aufgabe der Handelsaktivitäten war die Aufgabe der regionalen Vorherrschaft des sich auf beide Flussufer erstreckenden Vorortes über den betreffenden Gau auf Basis der zunehmend besser gelingenden Umsetzung der karolingischen Grafschaftsverfassung nach den Sachsenkriegen und der Ausbau der zentralen Reichsgutverwaltung in deren Folgezeit ....
GlG thomas
(ich glaub ich mach mich Morgen noch mal auf den Weg !!!)