Eine schöne Scherbe nach Machart der Harpstedter Rauhtöpfe ist mir heute "ins Netz gegangen."
Auf der Außenseite ist noch der Bewurf gut zu erkennen, dürfte eisenzeitlich sein, da große Ähnlichkeit mit den Keramiken meiner Eisenzeitfundstelle erkennbar sind.
Hier an dieser neu erschlossenen Baufläche hatte ich in der Vergangenheit schon die wunderschöne Pfeilspitze und einen kleinen "Daumennagelschaber" gefunden.
Desweiteren kullerte mir auf dem angrenzenden Acker diese graue Murmel entgegen. Sie ist nicht ganz perfekt rund, scheint aber aus einer Masse gerollt, anschließend gebrannt und stellenweise nachgeschliffen worden zu sein.
Sie ist 15mm im Durchmesser und ich habe keine Ahnung was das sein kann.
Auf dem Acker habe ich bereits neolithisches, eisenzeitliches, und mittelalterliches gefunden, auch dieses rätselhafte Fliesenfragment aus dem anderen Threat stammt von dort.
Wer mag mir was zur Kugel sagen?
Gruß, Kalle
...hier noch die Murmel:
Zur Kugel hätte ich einen alten Thread anzubieten.
In meiner Region wäre eine Kinderspielkugel aber wohl aus rötlichem Ton, nicht braun.
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,3183.0.html (http://www.sucherforum.de/index.php/topic,3183.0.html)
mfg
Tct
Hallo Tomcat.
Danke für den Link, ja diese Tonkugeln kenne ich auch noch, waren innen rot gebrannt und in verschiedenen Farben lackiert.
Diese ist wesentlich schwerer wirkt härter und ist nicht lackiert.
Unter dem Mikroskop zeigt sich die Oberfläche in den Vertiefungen/Poren glänzend. Auf den erhabenen Flächen sind Spuren sichtbar, die wie abgeschliffen aussehen.
Könnte das vielleicht eine Pistolen- oder Gewehrkugel sein?
Kalle
Hallo Grenzton,
Pistole oder Gewehr schließe ich aus. Kindermurmel oder für einen "Schnäpper" Ist eine Armbrust, mit der man Kugeln verschießt und ich glaube mal gelesen zu haben, dass dort auch Tonkugeln verwendet worden sind.
Schöne Grüße vom Insurgenten
Hi,
Möglicherweise auch eine Mahlkugel aus einer Kugelmühle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelm%C3%BChle
Gruß Jörg
Hallo Kollegen,
ich habe mal gehört das solche Tonkugeln zur Vogeljagd genutzt wurden.
Denke das Insurgent recht hat !
Gruß 3hollies
http://www.sucherforum.de/index.php/topic,26001.0.html
Hier ging es auch noch um Murmeln, Grenzton.
Gestern habe ich mich dieser Murmel nocheinmal ausgiebig gewidmet.
Die Mohshärte reicht an "7" heran.
Unter dem Mikroskop ist die Textur kristallin, teilweise oberklächlich klar lasiert, und dann habe ich feine Luftbläschen entdeckt.
Also ist sie in jedem Fall künstlich hergestellt, und sicher nicht allzualt, mir erscheint also die Theorie der Mahlkugel als am warscheinlichsten.
Nur frage ich mich wie kommt so eine Mahlkugel auf den Acker???
Gruß, Kalle
Hallo
in Großalmerode wurden diese Kugeln zwischen 1600 und 1700 in großer Menge hergestellt. Auf dem nachfolgenden Bild aus dem Museum in Großalmerode sind verschiedene Kugeln zu sehen.
Gruß Hans_Hermann
Hallo
das Rätsel um die Tonkugeln ist gelöst! Sie dienten tatsächlich zur Vogeljagd!!
Hier der Link den ich beim googeln gefunden habe.
http://books.google.de/books?id=cZ--RiBkv5YC&pg=PA114&lpg=PA114&dq=vogeljagd+tonkugeln&source=bl&ots=p83cchAGZL&sig=qBRlevFxA6z3GRkMqoDP9ERSoJ8&hl=de&ei=hv58Ss2oCcjE-QbgmKEw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4#v=onepage&q=&f=false
Hallo
@: Hans-Hermann Goebel
Postest du deine Bilder in Zukunft zu jedem Beitrag? :kopfkratz:
Beim letzten hat es ja gepasst, aber hier sicher nicht. :zwinker:
@Grenzton
Wenn Luftbläschen eingeschlossen sind, handelt es sich wohl um Glas?
Schleuderkugel oder dergleich schließe ich aus, das dass Teil ja nicht wirklich rund ist und daher eine ungenaue Flugbahn hätte.
Spielsteine sehen eigentlich auch anderst aus.
Also wohl wieder mal ein Stein einer Art Trovaliermaschine. Die Dinger scheit wohl irgendwer auf den Äckern zu streuen. :zwinker:
Grüße
Patrick