:winke:
Ich war gestern wieder einmal auf dem Acker und habe von dort, da außer Musketenkugeln, Plomben und ein auf zwei neuzeitliche Münzen nichts zu finden war, eine Menge Scherben mit nach Hause getragen. Neben einigen typischen roten römischen Ziegeln, ist mir dieses Randstück ins Auge gefallen, von dem ich jedoch nicht zu 100 % überzeugt bin, ob es römisch ist. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Das eine Bild zeigt (ziemlich dilettantisch), wie es aussehen könnte, wenn es komplett wäre (das hat man davon, wenn man nur "PAint" hat und zu faul ist, sich in andere Programme wie "Gimp" einzuarbeiten.) - Vielleicht fällt ja jemandem was zu der Scherbe ein.
Einen angenehmen Start in die Woche.
mfg
Master-Jeffrey
:super:
Ja, eindeutig römisch.
Zitat von: Mordar in 29. September 2014, 13:09:15
:super:
Ja, eindeutig römisch.
Danke für die Antwort, aber was genau war es wohl? Ein glattwandiger Krug oder eine Schüssel? Über Mutmaßungen würde ich mich freuen.
mfg
Master-Jeffrey
Ein einfacher Topf aus einer oxydierend gebrannten rauwandigen Ware!
Das ist das Alltagsgeschirr aus römischen Manufakturen im Linksrheinischen.
Könnte ich mir zeitlich im 3. Jh. vorstellen.
lG Thomas
PS:
Bilder des Profils in horizontal passender Ausrichtung sind immer grundlegend unterstützend.
Schrägansichten machen es nicht einfacher!
:winke:
Freundlicherweise hat ein Forumsmitglied (an dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Jürgen) es auf sich genommen und hat anhand meiner Fotos und Daten einmal den Durchmesser des Gefäßes eruiert. Und das alles noch mit zwei wirklich schönen und anschaulichen Fotos versehen. :super: Diese möchte ich euch nicht vorenthalten.
Der Außendurchmesser beträgt etwa 16,5 cm.
mfg
Master-Jeffrey
Moin zamme,
@ Master Jeffrey.
danke für die labenden Worte - ich mache das gerne. Durch derartige Beschäftigung
mit den Fundbelegen, lerne ich doch dazu.
Die Hoffnung dabei ist, dass ein "Keramiker" aufgrund der Eingrenzung der Größe bzw. des Durchmessers
diesen Topf näher bezeichnen kann.
Leider weiß ich nicht, ob die nach außen umgelegte Lippe (Rand) so horizontal zu stellen ist, wie ich es
gemacht habe, denkbar wäre durchaus, dass sie schräg nach innen geneigt ist.
Im ´Gose´ finde ich keinen Topf der vergleichbar ist - oder meine Augen sind nicht ok :glotz:
Gruß
Jürgen
PS vielleicht meldet sich Richard ja ;-) das wäre nett.
Die digitale Aufarbeitung ist toll geworden! :super:
Hab hier mal ein Bild von einem Napf und einem Topf. Was unterscheidet eigentlich beides, die Größe? Bei 160mm Durchmesser würde ich eher zu Napf tendieren.
Gruss...
Moin,
@ Nano,
Dein Beispiel oben sieht wie Napf Typ Hofheim 91. 1. Jh. aus.
Beim vorliegenden Fundbeleg ist mir dafür die Lippe etwas zu wuchtig, zu dick.
Leider habe ich nicht viel Literatur darüber. Spekulieren mag ich da eigentlich nicht,
da steck ich nicht drin und die Formen sind so vielfältig.
Gruß
Jürgen
Schade, das bei meinen Bildern kein Durchmesser steht, auch deshalb sehr spekulativ, Recht du hast.
Gruss..
:winke:
Vielen Dank für eure umfangreiche Antworten und auch dafür, dass du einmal einige potentielle Beispielexemplare herausgesucht hast Nanoflitter. Ich finde, das Randstück passt von der Lippe her noch am besten zum Topf, aber das bleibt erst einmal spekulativ. Ich werde den Thread noch einmal auffüllen, wenn ich Bescheidt vom Archäologen habe. (Da ich meine Stücke aber wohl erst Anfang nächsten Jahres abgebe, wird das noch ein bißchen dauern.) Allerdings werde ich in das Fundtütchen auch einmal die wunderbaren Bilder dazupacken - vielleicht hilft es ja bei der genauen Identifizierung.
Für solch eine Anteilnahme und detektivische Arbeit liebe ich dieses Forum hier. :super: Vielen Dank an alle.
mfg
Master-Jeffrey
ps. Richard hat sich wohl leider hier abgemeldet. :besorgt:
Der Unterschied zwischen Topf und Napf liegt in der Wandung: Beim Topf eher stärker ausbiegend, beim Napf eher flach ,