Hallo,
Die Scherbe hab ich in der Pfalz Nähe Bad Dürkheim gefunden.
Sieht aus wie Pingsdorf. Ist das eine echte Pingsdorf oder Pingsdorfer Machart?
Viele Grüße Marwin
Hallo Marwin,
ob das "echte" Pingsdorfer Ware (aus dem rheinischen Vorgebirge) ist lässt sich hier nicht sagen. Die Farbe und Struktur passt schon. Es wird oft aber auch im weiteren Sinn von Pingsdorfer Ware gesprochen wenn es sich um engobebemalte Feinkeramik handelt.
Und du weißt ja bereits, aus der Ferne immer schwierig.
Weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Suchen :super:
Viele Grüße
Oli
Hallo,
ich erkenne da leider keine "Pingsdorfer Machart"
Dafür ist es m. E. (im Farbwechsel/rot-weiß) viel zu stark abgegrenzt und zeigt darüber hinaus nicht den für Pingsdorf karakteristischen, locker geschwungenen "Pinselstrich"(?). Außerdem viel zu fett aufgetragen. Auch der scheinbar schwarze(?) Scherben und letzendlich die Quarzmagerung (siehe Foto unten) passen eigentlich nicht dazu. Mal abgesehen davon, dass ich Pingsdorf noch nie in dieser rot-weiß Abfolge gesehen habe.
Aber, wer weiß?
Pingsdorfer Ware (bzw. Machart) sieht in NRW jedenfalls, soweit ich das beurteilen kann, anders aus.
mfg
Hallo Marwin,
bei mir ,im Rheinland findet sich oft Keramik in " Pingsdorfer Art". Sie wurde aber sicher auch an vielen anderen Stellen produziert und bestimmt nicht nur hier. Deine Scherbe scheint mir aber eine andere Machart zu haben. Fast habe ich den Eindruck als könnte es sich um sehr abgeriebene Bauernkeramik handeln. Dann müssten aber eventuell noch Glasurreste zu sehen sein. die ich auf dem Foto nicht erkennen kann.
Gruß Heino
Moin!
Dies an einem ungereinigten Fragment festzumachen ist schwierig. Pingsdorf ähnlich bemalte Keramik gab es bereits schon in römischer Zeit und wie hier schon geschreiben wurde, gab es von Süden bis Norden zahrleiche Töpfereien, die in "Pingsdorfer Machart" gearbeitet haben.
Das Stück, dass Du zeigst, weist allerdings einen außerordentlich großen Stein in der Magerung auf. Ich kenne die Pingsdorfer Keramik aus Pingsdorf ganz gut und bin hier auch mit Produktionsstellen dieser Keramiken beschäftigt.
Die Magerung der Pingsdorfer Keramik ist feinsandig und wurde vorher ausgesiebt. Auch wirkt der Scherben den Du zeigst optisch abweichend zu Pingsdorfer Material.
Bei der genannten Fundregion Rheinland-Pfalz kann man das Fragment als originale Keramik aus Pingsdorf ausschließen, da es noch andere Töpfereien gegeben hat, die diese Region mit Keramik in Pingsdorfer Art" versorgt haben.
Im Rheinland war Köln der Ausgangspunkt der Verbreitung von Keramik dieser Art und in den Niederlanden die Töpfereien von Brussum/Schinveld. Die südlichen Produktionsstätten kenne ich nicht genau, da sie für das Rheinland keine Rolle gespielt haben.
lG Thomas :winke:
Hallo,
Das schwarze ist Erde, aber ich hab sie gereinigt.
Es hat dort auch Römer gegeben. Später eine lange Nutzung im Mittelalter.
Ist wohl besser ich zeige die Scherbe im sauberen Zustand ohne Erde?
Viele Grüße Marwin
Zitat von: Feldsucher in 07. August 2023, 13:26:07
Hallo,
Das schwarze ist Erde, aber ich hab sie gereinigt.
Es hat dort auch Römer gegeben. Später eine lange Nutzung im Mittelalter.
Ist wohl besser ich zeige die Scherbe im sauberen Zustand ohne Erde?
Viele Grüße Marwin
Ja, das wäre prima! :winke:
Hallo,
Hier sind die besseren Bilder.
Scherbe sauber
Viele Grüße Marwin
Nabend!
Der helle Scherben stammt so nicht aus Pingsorf!
Hier gabs eine PDF
http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_75_76/Haarberg_Pingsdorfer_Keramik.pdf
lG Thomas
Hallo,
Dann ist es wohl eine Lokale Machart nach Pingsdorfer Vorbild.
Sowas hat es in der Pfalz wahrscheinlich auch gegeben.
Viele Grüße Marwin
Zitat von: Feldsucher in 07. August 2023, 20:41:47
Hallo,
Dann ist es wohl eine Lokale Machart nach Pingsdorfer Vorbild.
Sowas hat es in der Pfalz wahrscheinlich auch gegeben.
Viele Grüße Marwin
Ich hab einen Freund angeschrieben er sich gut auskennt. Er bestätigt, dass es etliche Produktionen auch in Rheinland-Pfalz gegeben hat. Das war eine modische Erscheinung, die für in eWeile einen Trend gesetzt hatte.
lG Thomas