Hallo Forum! :winke:
Die hier gezeigten Keramikbelege sind charakteristische Vertreter für das keramische Haushaltsgeschirr aus oxydierend gebranter Irdenware mit Innenglasur aus Produktionsstätten am Niederrhein aus der Zeit des 16. Jhs.
Die Fundbelege stammen aus Befunden massiver und historisch überlieferter kriegerischer Zerstörungen.
Beifunde sind unter anderem auch reich dekorierte Steinzeuggefäße aus ellen wichtigen Rheinischen Produktionsstätten der Zeit.
Während sich Steinzeug beim stärkeren Erhitzen kaum ausdehnen konnte und zersprang und daher nicht als Kochgeschirr geeignet war, konnten die Gefäße aus Irdenware in der Küche zu vielfältigen Zwecken eingesetzt werden.
Markant und von besonderer Aussagekraft ist die Beobachtung, dass die zwei kleineren Henkeltöpfe offensichtlich mit der Wandung an das Herdfeuer gestellt worden sind um den inhalt zu erwärmen oder warm zu halten, also ausdrücklich nicht IN die Herdglut, wie die vollkommen unverfärbten Böden erkennen lassen. :glotz:
DaS ist "küchenhistorisch" schon mal eine bemerkenswerte Aussage dieser beiden Fundbelege für die Zeit des 16. Jhs.
Dazu Fragmente einer kleinen Schale und eine größeren Tellers, versehen mit Rolltempel- und einem eingeritzten Wellendekor.
LG und eine gute Nacht
thomas :engel:
Ein Schalen - und zuletzt ein Tellerfragment.
:winke:
Hallo Thovalo,
auch bei diesem einfachen Hausgeschirr gilt wieder, dass die Fundstücke anfangen eine Geschichte
zu erzählen,wenn man genau hinsieht.
Sehr schön ist die eingeritzte feine Wellenverzierung am Rande der Tellerscherbe.
Gruß Winfried