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Lesefunde => Keramik, Glas und Porzellan => Thema gestartet von: Wiesenläufer in 18. März 2021, 19:14:34

Titel: neuzeitliche Keramik
Beitrag von: Wiesenläufer in 18. März 2021, 19:14:34
Moin,

von einer Hausstelle konnte ich nach dem Winter, einige schöne Fragmente von Ofenkacheln und bemalter, glasierter Keramik auflesen.
Besonders gefallen mir die grün glasierten Stücke.
Leider sind keine vollständigen Motive zu erkennen.
Bis auf das eine Stück mit der Blüte, dass finde ich außergewöhnlich.
Ob das Fragment mit der Aufschrift "alle" von einem Teller stammt ?

Gruß

Gabi
Titel: Aw: neuzeitliche Keramik
Beitrag von: Feldsucher in 06. September 2023, 18:10:58
Hallo,
Die Schwarz und Grün lasierten Scherben sind Ofenkachelfragmente.
Die bunten Scherben sind bemalte Irdenware. Zeitstellung 15 Jahrhundert bis 18 Jahrhundert.
Viele Grüße Marwin
Titel: Aw: neuzeitliche Keramik
Beitrag von: thovalo in 06. September 2023, 20:47:00


Guten Abend!


Die Zeitstellung möchte ich korregieren. Das Material datiert 18. Jh. und jünger! Der übliche Müll der auf Feldflure gelangte, entsorgt wurde um Senken auszufüllen, Wege zu befestigen usw.


lG Thomas


Titel: Aw: neuzeitliche Keramik
Beitrag von: Wiesenläufer in 07. September 2023, 08:09:40
Moin,

ist ja schon ne Weile her.
Freue mich sehr, dass ihr drauf antwortet.
Inzwischen ist eine Ortschronik erstellt worden und nachweislich eine Belegung/Besiedlung vom 13.-18.JH.
Es handelt sich um eine Turmhügelburg mit Siedlung und dazugehörender Schmiede bzw. Werkplatz. die in der Zeit der Ostkolonisierung in MV entstanden ist und deren Hauptbesiedelung ( Motte) durch den niederen Adel bis ins 15.te JH. belegt ist.
Die Siedlungsfunde (Metall) haben eine Spanne und auch Konzentration vom 13.ten bis Anfang 17.ten JH.
Die rote Irdenware geht bis ins 19.te JH., tritt aber auch schon recht früh auf (je nach Machart).
Es gehörte im Laufe der Zeit mehreren Adelsfamilien die überwiegend im benachbarten Gut lebten.
Diese Siedlung liegt zwischen zwei direkt angrenzenden eigenständigen Orten.

Liebe Grüße

Gabi