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Lesefunde => Keramik, Glas und Porzellan => Thema gestartet von: Silex in 30. September 2006, 21:33:34

Titel: Keramikdrama
Beitrag von: Silex in 30. September 2006, 21:33:34
es gibt schwere Rotlehmböden...  da ist die getrocknete Umgebungshauptmasse härter als die vorgeschichtliche Keramik...wie auf diesem Acker .
Jahrelang versuche ich schon -nach vielen vergeblichen Vorgängerbegehungen anderer renommierter Ehrenamtlicher- einen fraglichen Luftbildbefund von einer keltischen Anlage zu verifizieren.
Ein lokales Starkregenereignis vor 2 Wochen (60 l /qm in einer Nacht) erbrachte  nun endlich zahlreiche verstümmelte Keramikrelikte.
Es scheint fast etwas wagemutig  diese  zerschredderten  und malträtierten Schrundfunde  reinzustellen , die zudem eine innige Verbindung mit allen möglichen Ackerbestandssubstanzen (vornehmlich Kalk und Eisen)  eingegangen sind, die auch mit penibelster Zahmbürstenreinigung nicht ganz zu lösen ist.
Das Problem ist anscheinend der  stark kalkhaltige Lehm.
Mit Erlaubnis des fidelen, uralten Landwirts brachte ich  in 2 Begehungen- trotz Wintergerstenbewuchses- ca 200 Scherbenreste zusammen die sich, 200 m vom Luftbildbefund entfernt, auf einer Fläche von 50x50 m konzentrierten.
Viele Scherben scheinen eine "Schlickerung" bei der Herstellung erfahren zu haben, manche sind speckig -weich durchgehend mit Graphit durchsetzt oder  mit Keramikmehl gemagert.
Vielleicht kann jemand (trotzdem) was dazu sagen....
Danke
Edi
Titel: Re: Keramikdrama
Beitrag von: Silex in 30. September 2006, 21:36:05
hier die Fotos:
Titel: Re: Keramikdrama
Beitrag von: Silex in 30. September 2006, 21:37:55
und noch ein Graphitkeramikwandscherbchenlein....sehr sehr weich